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Ein Jahrhundert palästinensischer Ablehnungshaltung beenden

Ein Jahrhundert palästinensischer Ablehnungshaltung beenden


Seit nahezu einem Jahrhundert sprechen die Führer der "Palästinenser" den Juden das Recht ab, in Selbstbestimmung einen eigenen Staat in ihrer historischen Heimat zu haben. Ungebrochen halten sie am Ziel der Vernichtung Israels fest.

Ein Jahrhundert palästinensischer Ablehnungshaltung beenden

von Prof. Dr. Daniel Pipes, The Washington Times, 27. Oktober 2015

Die Palästinenser sind auf dem falschen Weg und werden diesen nicht verlassen, bis die Welt fordert, dass sie es besser machen.

Alle ein bis zwei Jahre gibt es Nachrichten zu einer von den palästinensischen politischen und religiösen Führern angespornten Gewaltkampagne; sie verbreiten wilde Verschwörungstheorien (die beliebteste: Die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem ist bedroht), gefolgt von einem Spasmus nicht provozierter Gewalt gegen Israelis: Raketenangriffe aus dem Gazastreifen, Autos werden in Kernisrael in Menschen gefahren, Steine in der Westbank geworfen, Messerangriffe auf Juden auf den Jerusalems. Irgendwann klingt der Anfall ab, nur um nicht allzu viel später wieder in Gang gesetzt zu werden.

Stimmt, diese Gewaltrunden bringen den Palästinensern einigen Gewinn; in den Vereinten Nationen, in Lehrerzimmern und auf den Straßen westlicher Staaten gewinnen sie Unterstützung gegen Israel. Jede Runde endet jedoch damit, dass die Palästinenser in Begrifflichkeiten von Toten und Verletzten, zerstörten Gebäuden und einer ruinierten Wirtschaft schlechter gestellt sind.

Darüber hinaus verhärten ihre unmoralischen und barbarischen Taten die Meinung der Israelis, was die Aussichten auf Zugeständnisse und Kompromisse weniger wahrscheinlich macht. Die frohen israelischen Hoffnungen auf einen "Friedenspartner" und einen "neuen Nahen Osten" von vor zwei Jahrzehnten machten einer Verzweiflung Platz, weil man keine Akzeptanz findet. Als Ergebnis davon werden überall, sogar in Jerusalem, Sicherheitszäune errichtet um Israelis zu schützen, die zunehmend glauben, dass Trennung, nicht Kooperation der Weg voran ist.

Es mag für die Palästinenser berauschend sein zu sehen, wie die UNESCO Israel für dieses oder jenes verurteilt, so wie sie es gerade machte, aber deren Handeln dient mehr als Theater denn als praktische Schritte hin zu einer Lösung des Konflikts.

Woher kommt dieses Beharren auf einer Taktik, mit der sie sich selbst ins Knie schießen?

Sie geht fast ein Jahrhundert zurück, zu den grundlegenden Jahren 1920/21. Im April 1920 schuf die britische Regierung als Zugeständnis an die Zionisten eine Region namens "Palästina", die schließlich die "nationale Heimstatt für das jüdische Volk" werden sollte; dann ernannte sie im Mai 1921 Amin al-Husseini (1895-1974) zum Mufti von Jerusalem, eine schauderhafte Entscheidung, deren Nachwirkungen selbst heute anhalten.

Husseini hegte eine monströse Feindseligkeit gegenüber Juden; wie Klaus Gensicke es in seiner Studie "Der Mufti von Jerusalem und die Nationalsozialisten" 2007 formulierte: Husseinis "Hass auf die Juden kannte keine Gnade und er griff immer mit besonderem Eifer ein, wann immer er fürchtete, dass jemand von den Juden der Vernichtung entgehen könnte." Zu diesem Zweck initiierte er eine kompromisslose Verweigerungskampagne - deren Absicht es war jede Spur der jüdischen Anwesenheit in Palästina zu eliminieren - und nutzte wirklich jede Taktik, um dieses widerliche Ziel zu erreichen.

Er kann zum Beispiel weithin für den vorherrschenden Antisemitismus des Nahen Ostens verantwortlich gemacht werden, für die Verbreitung der antisemitische Fälschung "Die Protokolle der Weisen von Zion", die Ritualmordlügen und die Holocaust-Leugnung der gesamten Region. Zu seinen übrigen Altlasten gehört es, Jerusalem zu dem Unruheherd gemacht zu haben, der es noch heute ist; für die Verbreitung der antizionistischen Verschwörungstheorien, die den Nahen Osten plagen; und dafür einer der ersten Islamisten zu sein, die zum Jihad aufrief.

Er ermutigte zu unprovozierter Gewalt gegen die Briten und die Juden und organisierte sie, darunter eine dreijährige Intifada in den Jahren 1936-1939. Dann arbeitete er mit den Nazis, lebte während der Kriegsjahre 1941-1945 in Deutschland, wo er sich als derart nützlich erwies, dass er sich eine Audienz mit Hitler verdiente. Das war auch kein Höflichkeitsbesuch; wie Israels Premierminister Benjamin Netanyahu richtigerweise am 20. Oktober herausstellte, spielte Husseini eine zentrale Rolle bei der Formulierung der Endlösung, die schließlich zur Ermordung von sechs Millionen Juden führte.

Husseini schulte seinen damals jungen Verwandten, den zukünftigen Yassir Arafat und Arafat führte 35 Jahre lang treu und brav das Programm des Mufti aus; seitdem hält sein Apparatschik Mahmud Abbas sein Vermächtnis am Leben. Mit anderen Worten: Husseinis Verweigerungshaltung beherrscht weiterhin die palästinensische Autonomiebehörde. Darüber hinaus verbrachte er die Nachkriegsjahre in Ägypten, wo er die Muslimbruderschaft beeinflusste, deren Ableger Hamas ebenfalls sein Kennzeichen der Verweigerung trägt. Damit verfolgen die beiden wichtigsten Palästinenserbewegungen sein mörderisches und kontraproduktives Vorgehen.

Nur wenn die Palästinenser aus dem Schatten von Husseinis dunklem Vermächtnis heraustreten, können sie anfangen mit Israel zu arbeiten, statt es zu bekämpfen; ihre eigene Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur aufzubauen, statt zu versuchen die Israels zu vernichten; und ein positiver Einfluss zu werden statt die nihilistische Kraft, die sie heute sind.

Und wie wird das geschehen? Wenn die Welt draußen, wie sie von der UNESCO symbolisiert wird, aufhört das scheußliche Verhalten der Palästinenser anzuspornen und Israels Verteidigung dagegen zu behindern. Nur wenn die Palästinenser erkennen, dass sie für selbstmörderisches Verhalten nicht belohnt werden, werden sie ihre Gewaltkampagne beenden und anfangen mit dem jüdischen Staat ins Reine zu kommen.

 

Prof. Dr. Daniel Pipes (www.DanielPipes.org) ist Präsident des Middle East Forum. © 2015 by Daniel Pipes. Alle Rechte vorbehalten - Übersetzt von H. Eiteneier / Foto: Der "Mufti von Jerusalem" im Gespräch mit seinem Kumpel, dem "Führer von Gr0ßdeutschland" (Foto: Bundesarchiv, Bild 146-1987-004-09A / Heinrich Hoffmann / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons)

 

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Autor: joerg
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Montag, 09 November 2015

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