In Europa werden jüdische Produkte wieder gekennzeichnet: Institutionalisierter Antisemitismus

In Europa werden jüdische Produkte wieder gekennzeichnet:

Institutionalisierter Antisemitismus


Einen Tag nach dem 77. Jahrestag der Reichspogromnacht, als deutsche Barbaren Synagogen, jüdische Wohnungen und Geschäfte plünderten und niederbrannten, Juden mißhandelten, verschleppten, ermordeten oder in den Selbstmord trieben, hat die EU verkündet, zukünftig jüdische Produkte aus den israelischen Landesteilen Judäa, Samaria, Golan sowie aus dem Ostteil der israelischen Hauptstadt Jerusalem "zu kennzeichnen".

Institutionalisierter Antisemitismus

Kommentieren europäische und andere Politiker terroristische Gewalt gegen israelische Bürger, mahnen sie gern, »alle Seiten« sollten sich zukünftig in Zurückhaltung üben und unterlassen, was Spannungen vergrößern könnte. Was sie von ihrem Rat hält, demonstriert die EU mit ihrer Entscheidung für eine Kennzeichnung »jüdischer« Waren aus den umstrittenen Gebieten.

Handelte es sich dabei, wie Repräsentanten des Staatenbunds betonen, allein um eine »technische« Entscheidung, so hätte sie früher fallen können. Druck aus Washington führte gleichwohl zu ihrer durchaus politischen Verschiebung. Gleichzeitig könnte die Umsetzung einer bloß »technischen« Maßnahme weiterhin ausgesetzt werden. Dies jetzt zu unterlassen, ist ein politisches Signal.

Just in Zeiten, in denen täglich »palästinensische« Terroristen versuchen, Juden zu ermorden, in denen auch und gerade die »Palästinenserführung« in Ramallah beispiellos gegen Juden und Israel hetzt, auch nur den Anschein zu erwecken, ein judenreines »Palästina« zu unterstützen, ist, zurückhaltend formuliert, nicht eben überlegt. Oder eben doch. Die EU belohnt bewußt Terror.

Bedenkt man zudem, daß nach Ansicht manches Vertreters der EU die derzeitige »palästinensische« antisemitische Gewalt ihre Ursache in Perspektiv- und Ausweglosigkeit hat, fördert Brüssel sie darüber hinaus aktiv. Denn müssen israelische Unternehmen sich aus den umstrittenen Gebieten zurückziehen, trifft das vor allem »Palästinenser«, die Einkommen und Perspektiven verlieren.

Und das offenbart erst recht den perfiden Antisemitismus Brüssels. Es gibt weltweit zahlreiche Konflikte um Territorien, auf die die EU mit der Anordnung korrekter Herkunftsbezeichnungen reagieren könnte. Doch weder beanstandet sie ein »Made in China«, wo möglicherweise Tibet genannt werden müßte, noch stört sie sich an der marokkanischen Besetzung der Westsahara.

Die Europäische Union will mit ihrer »technischen« Maßnahme Israel abstrafen für eine Politik, die sie anderswo nicht einmal zu kritisieren wagt oder sogar unterstützt. Solche doppelten Standards sind ein Merkmal für Antisemitismus. Soll die Kennzeichnungspflicht verbindlich sein, wird die EU Verstöße gegen sie nicht ahnden. Auch dies ein Beleg für ihre eigentliche Überflüssigkeit.

 

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Zu juristischen/völkerrechtlichen Aspekten:

 

„Israeli Apartheid?“-Woche bei haOlam.de:


Autor: joerg
Bild Quelle:


Donnerstag, 12 November 2015

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