Schon vor Jahren beschrieben: Es kommt, wie es kommen muss

Schon vor Jahren beschrieben: Es kommt, wie es kommen muss


Meine Vorhersage hat gelautet: Wenn es keine Juden mehr gibt, dann werden sich die Antisemiten auf andere Minoritäten, vorzugsweise türkische Muslime, stürzen. Diese werden dann die Rolle der Juden spielen müssen.

Schon vor Jahren beschrieben: Es kommt, wie es kommen muss

von Dr. Nathan Warszawski

 

Der Ort ist Düren, der vielen Lesern bekannt ist. In Düren mit weniger als 100.000 Einwohnern gibt es keine Jüdische Gemeinde und auch keine als Juden registrierten Bürger. Die Gründe sind vielfältig und reichen bis nach Aachen, wo es Juden gibt.

 

In Düren gibt es 6% „Türkischstämmige“, wie es im rassistisch anklingenden Vornehmdeutsch heißt.

Wie üblich richtet sich der tapfere Hassaufruf verbrämt als Leserbrief der Dürener Zeitung DZ, um sich hinter der freiheitlichen Meinungsäußerung zu verstecken.

 

Vor einiger Zeit hat der Integrationsrat der Stadt Düren vorgeschlagen, den „namenlosen“ Nordpark in „Atatürk-Park“ umzubenennen. Die meisten Bürger Dürens mit Migrationshintergrund sind Türken mit oder ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Der Nordpark ist bei Türken beliebt, wohl weil sie gerne im Norden Dürens wohnen.

 

Der Rat der Stadt entscheidet letztendlich, wie der bei Türken beliebte Nordpark zukünftig heißen soll. Gewichtige Persönlichkeiten im Rat haben bereits in der DZ verlauten lassen, den Park nach der türkischen Partnerstadt „Ereğli“ zu nennen, wohl weil viele türkische Migranten ihre Wurzeln am Schwarzen Meer haben und obwohl für Dürener ohne türkische Sprachkenntnisse schwer auszusprechen. Über Atatürk haben die oberen Zehn Dürens keine Worte verloren, da Dürener Politiker nur zu Dingen und Menschen Stellung beziehen, die sie kennen.

 

Am Freitag, 26. Februar 2016, steht einsam ein Leserbrief auf Seite 16 der DZ. Ein junger Bürger der Stadt Düren mit griechischem Migrationshintergrund fordert den Stadtrat auf, den Nordpark nicht nach Atatürk zu nennen, da der Gründer der modernen Türkei und erster Präsident im Ruf steht – und das soll internationaler Konsens sein! – „Völkermorde“ veranlasst zu haben.

 

Ein harter Vorwurf, der des Beweises harrt. Nachweislich war Atatürk laut Wikipedianicht am Genozid an den Armeniern beteiligt. Fraglich ist, wie viel er davon gewusst hat und ob er diesen Genozid hätte verhindern können. Da die Türkei bis heute verleugnet, dass der Genozid an den Armeniern überhaupt stattgefunden hat, ist diese Frage schwer zu beantworten.

 

Mir ist es gleichgültig, wie die heruntergekommenen Parks in Düren heißen. Im Adenauer-Park, wo es umsonstige PKW-Parkmöglichkeiten gibt und Hunde zu ihrem Recht kommen, steht ein mehrere Meter hohes beschmiertes und verrostetes Metall, welches den ersten Bundeskanzler Deutschlands andeutet. Auch das stört mich nicht. Ich habe den Nordpark noch nie aufgesucht, was für jeden einsichtig ist, der die Eifel kennt. Schlimm ist der veröffentlichte Brief, der nicht aus der Feder der DZ-Redaktion selber stammen kann, da verständlich und fehlerfrei geschrieben. Man muss nicht Türke sein, um die grobe Beleidigung zu verstehen. Einem nicht nur bei Türken beliebten verstorbenen Politiker Völkermord ohne jegliche Beweise vorzuwerfen, passt zur Ideologie DZ. Wahrscheinlich erscheint als Ausgleich bald ein christlich-pazifistischer Leserbrief, der Netanjahu einen Genozid an den IS oder an wen auch immer vorwirft.

Doch das ist nicht schlimm. In Düren gibt es keine Juden, gegen die man hetzen kann. Die Hetze wird lediglich die türkischen Ersatzjuden treffen.

 

 

Numeri 24 : 9


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Samstag, 27 Februar 2016

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