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Mindestens 1.000 potentielle IS-Terroristen in Deutschland? Deutsche Sicherheitsbehörde räumt Versagen ein

Mindestens 1.000 potentielle IS-Terroristen in Deutschland?

Deutsche Sicherheitsbehörde räumt Versagen ein


Erstmals räumt der Verfassungsschutz öffentlich ein, die Gefährdungslage in Deutschland falsch eingeschätzt und die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) unterschätzt zu haben.

Deutsche Sicherheitsbehörde räumt Versagen ein
Entgegen immer wieder wiederholten Behauptungen, räumt der Inlands-Nachrichtendienst jetzt ein, das der IS ganz gezielt Terrorkämpfer unter die Flüchtlinge gemischt und so auch nach Deutschland gebracht hat.Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen sagte in einem Interview mit der Welt am Sonntag, Deutschland ist im Visier des IS. "Deutsche Städte werden in einem Zusammenhang mit anderen Metropolen wie Paris, London oder Brüssel genannt", sagte Maaßen. 
 
Fast 10.000 militante Islamisten
 
Die Zahl der "Gefährder", also der potentiellen Terroristen, die auch für Terrorakte geschult sind, wird derzeit mit rund 1.100 Personen beziffert, hinzu kommen rund 8.650 Salafisten. "Die Zahl steigt praktisch täglich.", sagte der VS-Präsidenten. Radikale Islamisten versuchen daneben, insbesondere unter Flüchtlingen neue Mitglieder zu rekrutieren. Der Verfassungsschutz habe bereits rund 300 Anwerbeversuche gezählt - die Dunkelziffer ist unbekannt.Maaßen weiter: "Sorgen machen mir vor allem die vielen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Diese Gruppe wird gezielt angeworben."
 
Auch die Frage, wie die Terroristen nahezu mühelos in die Bundesrepublik Deutschland eindringen konnten, wird thematisiert. Der Nachrichtensender n-tv.de berichtet:
 
Ein großes Problem sei zudem, dass etwa 70 Prozent der einreisenden Flüchtlinge keine gültigen Pässe vorlegten. Sie würden nur aufgrund ihrer eigenen Angaben registriert. "Ich habe die Sorge, dass wir und unsere Partnerdienste in unseren Datenbanken zwar Informationen über gefährliche Personen gespeichert haben. Uns könnte jedoch entgangen sein, dass sie bereits bei uns sind, weil sie mit falschen Identitäten einreisten."
 
Es ist Krieg
 
Erstmals räumt ein maßgebender Vertreter einer deutschen Sicherheitsbehörde auch ein, das der Begriff "Terror" fast schon verharmlosend ist. n-tv.de berichtet:
 
Der IS sucht nach Einschätzung Maaßens nicht nur die militärische Auseinandersetzung in Syrien, sondern verübt in vielen Regionen der Welt Anschläge. "Der Begriff 'Terror' verniedlicht deshalb den IS. Wir haben es vielmehr mit einer kriegerischen Auseinandersetzung zu tun."
 
Ganz neu sind diese Erkentnisse nicht - und auch auch nicht unvorhersehbar gewesen. Vor einigen Tagen bereits hatte der israelische Verteidigungsminister Ya´alon am Rande eines Gesprächs mit seinem polnischen Amtskollegen erklärt, den israelischen Sicherheitsdiensten lägen Erkentnisse vor, daß "Hunderte Jihadisten Europa überfluten."
 
Der Publizist Thomas von der Osten-Sacken, ein ausgewiesener Experte für den Nahen und Mittleren Osten, kommentiert die Aussagen des VS-Präsidenten im Interview mit der Welt am Sonntag auf Facebook wie folgt:
 
Nichts lag im vergangenen September aus Sicht des IS näher, als einige seiner Leute unter die Flüchtlinge zu "mischen".
 
Aber beim VS, da hat man dies "für weniger wahrscheinlich" gehalten, sagte sein Präsident Hans-Georg Maaßen der "Welt am Sonntag". Es sei davon ausgegangen worden, dass dem IS das Risiko "viel zu hoch" sei."
 
Risko? Welches Risko? Dass ein potentieller Selbstmordattentäter auf einem Schiff in der Ägäis ertrinkt?
 
 
Aber es bleibt dabei: "Wir schaffen das!", ganz sicher ......
 
 
The cheerful Coyote - Foto: Könte als politisch Verantwortliche angesichts der Entwicklung noch mehr unter Druck und in Erklärungsnot geraten: Bundeskanzlerin Angela Merkel (Foto: von Olaf Kosinsky (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons)

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Montag, 11 April 2016

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