Brexit, Europaparlament und Antisemitismus: Aussteiger

Brexit, Europaparlament und Antisemitismus:

Aussteiger


Während am vergangenen Donnerstag die Abstimmungsberechtigten im Vereinigten Königreich gefordert waren, ein Urteil über die Europäische Union abzugeben, lauschten und applaudierten die Abgeordneten des in Brüssel zusammengetretenen Europäischen Parlaments einer unüberhörbar antisemitischen Hetzrede eines Hochstaplers, der sich »Präsident des Staates Palästina« nennt.

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Parlamentspräsident Martin Schulz, in dieser Funktion ein nicht eben unwichtiger europäischer Politiker, der zunächst die Werbetrommel für diese Rede gerührt hatte, bewertete sie hinterher als »inspirierend«. In aller Deutlichkeit hat damit einer der zweifellos wichtigsten Repräsentanten der EU seine Wertschätzung für mörderischen antisemitischen Haß zum Ausdruck gebracht.

 

Es wäre eine gute Nachricht, hätten die Bürger Großbritanniens mit ihrem Votum gegen dieses Europa gestimmt, eine EU, die nicht nur einen Antisemiten wie Abu Mazen finanziert und über ihn gegen Juden gerichteten Terror, sondern der ein Martin Schulz bis heute nicht auch nur im Ansatz peinlich ist. Leider jedoch war die Entscheidung der Briten keine gegen Antisemitismus.

 

Konnten die Befürworter einer EU-Mitgliedschaft nicht mit Idealen werben, die das Europa, für das eine Gestalt wie Martin Schulz steht, fortlaufend verrät, bildeten Rassismus und ein übersteigerter Nationalismus die Basis der Austrittskampagne. Und es verwundert daher nicht, freudentränte am Freitag eine Beatrix von Storch oder feierte die NPD einen »Unabhängigkeitstag der Briten«.

 

Aber wer von solchen Leuten Glückwünsche erhält und zum Vorbild befördert wird, ist doch eher nur noch zu bedauern. Da wird man vielleicht den Martin Schulz los, dort jedoch schon angehimmelt von Frank Franz. Das ist keineswegs eine Befreiung, sondern ein Abstieg. Und dabei hat sich Martin Schulz doch so sehr bemüht, sein EP zu einem Hort wahrer Inspiration umzugestalten.

 

 

 

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Mittwoch, 29 Juni 2016

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