Eine Woche Trump und die Ausfallerscheinungen des (deutschen) Establishment

Eine Woche Trump und die Ausfallerscheinungen des (deutschen) Establishment


Bereits eine Woche nach dem Amtsantritt des 45. amerikanischen Präsidenten mehren sich beim politischen und medialen Establishment die Ausfallerscheinungen. Es stellt sich somit die Frage, ob die üblichen Verdächtigen die gesamte erste Amtszeit von Donald J Trump körperlich und geistig unbeschadet überleben werden – oder ob man sie in ihrem eigenen Interesse nicht besser austauschen sollte.

Eine Woche Trump und die Ausfallerscheinungen des (deutschen) Establishment

von Ramiro Fulano

 

Man muss auch das verstehen, liebe Leserinnen und Leser: Gerade waren unsere selbsternannte politische Elite und ihre Komplizen in den Medien mit der Arbeit fertig und hatten dafür gesorgt, dass alle dasselbe denken oder zumindest an der Oberfläche dieselbe uffjeklärte Einheitsmeinung vertreten. Und dann das: Kommt so ein Baulöwe daher und bringt einem das sauber manikürte linksalternative Spießeridyll durcheinander.

 

Sigmar Gabriel warnt vor Trump. Krisen-Angi und ihr französisches Pendant (den Namen muss man sich nicht mehr merken) fürchten sich vor Trump. Naja, der Donald hat ja auch gerade erst die Teppichetage des US-Innenministeriums renoviert. Ulf Poschardt von der Welt meint, wir müssen schwuler werden wegen Trump. Und Joseph Joffe von der Zeit meint, dass nur ein Mord im Weißen Haus uns jetzt noch retten könne. Na wenigstens wissen wir jetzt alle, wovon der Joffe nachts träumt…

 

Das geschichtliche Faktum, dass viele hunderttausend amerikanischer Soldaten im Zweiten Weltkrieg starben, damit Herr Joffe sich in den ARD-Presseclub und nicht in den Reichsfunk setzen kann, wenn er politische Gewalt gegen demokratisch gewählte Staats- und Regierungschefs bagatellisieren möchte, ist überaus bezeichnend für die moralisch-mentale Misere namens Germany, wie sie auch die Zeit in ihrer Funktion als Leib-und-Magen-Speise des eingeborenen Bessermenschentums (re)produziert.

 

Wenigstens ist Joffe in guter Gesellschaft. Denn eine ehemals bekannte Pop-Röhre hatte bereits am letzten Sonntag kundgetan, dass sie schon seit Tagen nur noch an eins denken kann: Mr. Trumps Amtssitz in die Luft zu sprengen. Wenn man zu Gewaltphantasien Zuflucht nehmen muss um seine eigene Bedeutungslosigkeit zu ertragen, könnte der Gang zum Irrenarzt angezeigt sein.

 

Aber auch in der Politik ist man es offensichtlich nicht mehr gewohnt, wenn Politiker das machen, was sie a) angekündigt haben und weshalb sie b) gewählt wurden. Sowie, dass c) die Dinge sich auch ändern können. Das kann tiefsitzende Ängste auslösen, wie man an den unprofessionellen, hysterischen, idiotischen und autodestruktiven Reaktionen des linkalternativen Establishments, aber auch des Mainstreams von Siggi bis Angie, ablesen kann. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn wer so beharrlich am gallertartigen politischen Status Quo klebt, gibt seinen Platz am Futtertrog nicht ohne weiteres auf: Zu lecker munden die Fleischtöpfe Ägyptens.

 

Aber nicht nur im Germany der intellektuell und moralisch faulen Kompromisse, sondern auch in den prinzipiell lern- und entwicklungswilligen Weltgegenden des sogenannten Westens tut man sich nicht immer leicht mit Veränderungen, die plötzlich, wenngleich nicht völlig unerwartet, auftreten. Theresa May, die Premierministerin, wurde angesichts der Special Relation als erste Regierungschefin der westlichen Welt zu einem Kennenlerntermin beim neuen Mann im Oval Office eingeladen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass dieses Treffen nur durch die persönliche Intervention von Brexit-Manager Nigel Farage so zeitnah zustande gekommen sein soll.

 

Doch ach und weh, was tut Frau May? Erst hält die beim Republican Retreat in Philadelphia eine dieser berüchtigten 08/15-Standardreden aus der Rubrik „Palaver für alle Gelegenheiten (gelingt immer und klumpt nicht)“ – climate change, blablabla, Religion des Friedens, blablabla, russische Hacker, blablabla. Das war nicht unbedingt das, worauf sich Mr. Trump gefreut hatte. (Okay, die Rede war von „russischer Aggression“, aber es hätte auch nicht mehr viel gefehlt). Indes sind am 20. Januar 2017 keine normalen, sondern besondere Zeiten angebrochen.

 

Und der Termin am Freitag soll auch nicht richtig rund gelaufen sein. Es war für Mrs. Brexit-Widerwillen beim Donald zwar nicht ganz so schlimm, wie für Boris Johnson. Der konnte nach seinem ersten Termin mit Mr. Trump (noch vor dessen Amtsantritt) angeblich drei Tage nicht mehr sitzen (selbstverständlich nur in seiner Funktion als britischer Außenminister). Aber bei Mrs. Mays Tête-à-Tête mit dem wichtigsten Mann der westlichen Welt soll die Stimmung jenseits der Kommuniqués ebenfalls etwas spröde geblieben sein.

 

All das mag die politische Parallelwelt in Berlin (die man auch eine Irrenanstalt unter freiem Himmel nennen kann) und die veröffentlichte Meinung in Germany (die sich wie eingangs skizziert seit Tagen nicht einmal mehr schämt, wenn sie sich im eigenen Dreck suhlt) nicht tangieren. Hier hat man sich offensichtlich fest vorgenommen, Herrn Trump und seine USA mindestens vier Jahre lang nach Leibeskräften zu ignorieren und das Land der unbegrenzten Möglichkeiten danach mit geradezu Kohlscher Inbrunst auszusitzen. Mal sehen, was danach von „Deutschland in Europa“ übrig ist…

 

Ob man sich damit zu viel vorgenommen hat, wird sich zeigen. Aber allen Beteiligten müsste bereits jetzt klar sein, dass sich nach dieser Methode keins der praktischen Probleme lösen lässt, die sich in nächster Zeit stellen. Zu seinem völlig unverdienten Glück kann sich das politische Führungspersonal der VEB Deutschland AG leider auf zweierlei verlassen: Dass es in Germany genug Menschen gibt, die niemals auf die Idee kämen, für ihre Steuern irgendwelche Gegenleistungen zu verlangen. Sowie auf die Leichtgläubigkeit bzw.

Vergesslichkeit der Wählerinnen und Wähler.

 

Vor allem die Sozialkleptokraten und Ökopathen machen zudem Jagd auf alles, was sie zutreffend als Anfang vom Ende ihrer Alleinherrschaft über das Meinungsmonopol identifizieren. Das ist nicht überraschend, denn in der Regel ist dieses Milieu zu einem konstruktiven Umgang mit der Wirklichkeit nur dann bereit, wenn es sich dadurch bereichern kann. In der übrigen Zeit spielt man lieber verrückt und gibt sich geistig unzurechnungsfähig (und das meist recht überzeugend). Aber selbst eine stehengebliebene Uhr stimmt zweimal am Tag und so kommt diese Sternstunde des Bessermenschenmilieus anscheinend zustande.

Dass man sich damit keinen Gefallen tut, ist logisch, aber das wird natürlich niemand zugeben – weder in den geistigen Elendsvierteln (vulgo: linksalternativen Szenelagen) noch im Tal des Schwachsinns, das sich von Taz bis FAZ und Zeit bis Spiegel erstreckt und von Ulf Poschardts irren Genieblitzen in ein gespenstisches Licht getaucht wird. Natürlich wissen die Damen und Herren von Staatsfunk und Qualitätsmedien nur zu genau, wie überflüssig sie inzwischen sind (Stichwort: neue Medien). Aber das gestehen sie nicht mal dann, wenn sie frierend in der Schlange vorm Arbeitsamt stehen.

 

Diese deutsche Journaille wird, zusammen mit ihrem demokratischen Arm in der Politik, unsere Zukunft für ein Linsengericht verkaufen: Die politisch trübe Suppe, die von Siggis und Angies eifrigen Handlangern jeden Tag aufs Neue journalistisch wieder aufgewärmt wird („Putin pfui!“ - „Trump igittigitt!“) reicht weder über das intellektuelle noch das rhetorische oder ästhetische Niveau der meisten Haustiere hinaus. Deprimierend ist deshalb, dass immer noch so viele Menschen auf die etablierte Demagogie und Rhetorik reinfallen, weil sie glauben, sie hätten nichts Besseres verdient.

 

Es ist politischer Selbstmord auf Raten, den das selbstermächtigte Establishment in Muttis neuem Deutschland beitreibt, wenn es sich vis-à-vis seines wichtigsten internationalen Verbündeten und der Führungsmacht der demokratischen Welt in eine unhaltbare Position begibt. Germany wird für seine Anti-Trump-Hysterie teuer bezahlen – aber nicht, ohne auch diese Rechnung Dritten aufzubrummen, wenn sie eines Tages fällig wird.

 

Nicht umsonst steigern die Kriegstreiber in Brüssel und Berlin die Lautstärke gen Osten seit Wochen kontinuierlich. Um vom eigenen Scheitern abzulenken und über eigenes Versagen hinwegzutäuschen, hat sich doch stets ein schicker Weltkrieg empfohlen, nicht wahr, liebe EU? Das ist der Preis, den „Deutschland in Europa“ für seine polit-historischen (und sonstigen) Lernstörungen bezahlen wird, liebe Linke. Nur behauptet gefälligst hinterher nicht wieder, Ihr hätte von nichts gewusst.

 

PS Muttis volkseigener Hofnarr und Staatsdichter, so heißt es in Gerüchten, schreibt schon wieder im ganzen Land die Rückseite von Klotüren ab. Diesmal sammelt er kein Material für ein neues Erdogan-„Gedicht“, sondern diesmal geht’s angeblich um mehr. Trump schreibt sich T-R-U-M-P, Herr Börnemann.

 

PPS Was ist eigentlich das Demokratische an der CDU?

 

 

 

Foto: Donald .J. Trump im Kreis von Mitarbeitern am ersten Tag seiner Präsidentschaft (Foto: von Executive Office of the President of the United States (POTUS on Twitter Tweet link direct image link) [Public domain], via Wikimedia Commons)


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Samstag, 28 Januar 2017

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