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Prominenten-Aufruf `Erklärung 2018´: Warum Linke und Medien Kopf stehen und ausflippen

Prominenten-Aufruf `Erklärung 2018´:

Warum Linke und Medien Kopf stehen und ausflippen


Dass die Linke ein Antisemitismus-Problem hat, ist nicht neu. Überraschend ist bloß, dass ihre Krankheit immer dann zum Ausbruch kommt, wenn es die Linke am wenigsten gebrauchen kann.

Warum Linke und Medien Kopf stehen und ausflippen

von Ramiro Fulano

 

Machen wir uns nichts vor, liebe Linke: Die gute alte Zeit kommt nie wieder – die 70er und die 90er sind endgültig vorbei. Mehrheiten links der Mitte sind weder in Deutschland noch sonst irgendwo in den größeren EU-Staaten absehbar – und in den kleineren erst recht nicht. Von Irrläufern wie Irland und Griechenland vielleicht mal abgesehen.

 

In Germany verharrt rot-rot-grün je nach Umfrage beharrlich unter 40 % in der Gunst der Wählerinnen und Wähler. In Frankreich hat die Linke in den letzten Präsidentschaftswahlen eine historische Schlappe kassiert, die sie – in bewährt stalinistischer Manier – ignorieren und aussitzen will. In Österreich ließ sich der ökologisch-korrekte Kandidat nur nach viel hin und her zum Staatspräsidenten küren, und in Polen und Ungarn ist eine Links-Regierung in näherer Zukunft so wahrscheinlich, wie ein Ausfall der Schwerkraft.

 

Es scheint, als hätte die Linke gerade genug Probleme zu lösen, während sie trotzig ihren Antisemitismus reaktiviert. Vermutlich denkt man und frau im linksalternativen Milieu, das wäre eine kluge Strategie, jetzt die Flucht nach vorne anzutreten und jemanden für seine Misere verantwortlich zu machen, der dafür nichts kann, aber von alters her – und mit Kurt Kreisler gesprochen – „an allem schuld“ ist. Doch gemach: Da, wo unsere Großmütter und -väter „den ewigen Juden“ in der moralischen Rechenschaft für ihr politisches und persönliches Elend wähnten, identifiziert die Neue Linke instinktsicher – und mit geradezu schlafwandlerischer Sicherheit – den Juden unter den Staaten: Israel.

 

Der Schlaf der Vernunft gebiert Monster. Interessanterweise kann man sich links der Mitte darauf sogar etwas einbilden.

 

Denn sehen wir uns mal ein paar empirische Befunde an: In Großbritannien musste der von seiner Basis wie ein Halbgott verehrte Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn in der letzten Woche viel Schelte einstecken, weil er auf einem bekannten Sozialmedium in einer „Pro-Palästina“-Gruppe aktiv war, die mit der Zerstörung des jüdischen Staates ein sehr saloppes Verhältnis hatte. Außerdem war ruchbar geworden, dass Mr. Corbyn ein „israelkritisches“ Wandgemälde geliked hatte, dass auch beim Stürmer in seiner aktuellen Inkarnation durchaus durch die Redaktion gelangt wäre.

 

Mr. Corbyn ist mit seinen „israelkritischen“ Ansichten kein Einzelfall – über die Feiertage rotierte das Personalkarussell bei Labour auf Hochtouren, weil immer mehr Labour-Mitglieder mit ähnlichen Ansichten auffielen – vor allem als Kandidaten bei den Lokalwahlen im Mai. Natürlich waren das alles „Einzelfälle“. So ist man das ja auch andernorts aus der laufenden Berichterstattung gewohnt, obwohl es sich hier tatsächlich nicht nur um Genossen aus dem muslimischen Milieu handelt.

 

In Frankreich wurde eine Auschwitz-Überlebende bei lebendigem Leib verbrannt. Bald darauf gingen viele Menschen in Paris auf die Straße um ihre Trauer und ihre – berechtigte – Wut angesichts dieses Verbrechens zum Ausdruck zu bringen. Völlig zutreffend wurde in diesem Zusammenhang auf den endemischen Antisemitismus in Teilen vieler muslimischer Gemeinden aufmerksam gemacht. Doch die Linke will davon nichts wissen und hat sich wie eine Wagenburg um ihre wichtigsten politischen Klienten aufgebaut. Statt einen Blick auf die Tatsachen zu werfen, schwadroniert sie von Islamophobie.

 

Islamophobie ist ein Begriff, dessen Verwendung inhärent menschenfeindlich ist, wenn damit versucht werden soll, den radikalislamischen Terrorismus mit zweckdienlich unterstellten Massenmorden und Attentaten „der anderen“ rhetorisch zu verrechnen. Wobei jeder Blick auf die Statistik zeigt, dass die überwältigende Mehrzahl aller weltweiten Attentate leider von Islamisten begangen wird - und nicht von Buddhisten, Sikhs, Juden, Anhägern des großen Spaghetti-Monsters oder Christen.

 

Und um das Fass voll zu machen, twitterte der als Präsidentschaftskandidat fulminant gescheiterte Alt-Linke Jean-Luc Mélenchon von der französischen Links-Partei während des sich aktuell an der Grenze zum Gaza-Streifen entfaltenden Attentats auf den jüdischen Staat, er wolle sich für die „israelische Brutalität“ entschuldigen – während die Hamas ihre Bevölkerung als Kanonenfutter gegen den jüdischen (und arabischen) Staat Israel ins Messer schickt. Merke: Am Antisemitismus sind die Juden schuld – nicht wahr, liebe Linke?

 

Und wie ist es in Germany? Unter der Oberfläche nicht viel anders. Auch hier kann man es sich nur zu schnell mit der autoritär durchgesetzten Parteilinie verscherzen. Nachdem eine SPD-Genossin einen der selten gewordenen Fernsehberichte aus dem Jemen gesehen hatte, bekundete sie in einem beliebten Sozialnetz, die radikalislamische Ummah hätte dort die „Hölle auf Erden“ produziert. Daraufhin bekam sie es mit dem selbsternannten Meinungsblockwart der SPD zu tun. Flugs inszenierte die virtuelle Sozi-Gestapo das, was sie am besten kann: Eine Hetzkampagne, die das Opfer mit Verleumdungen und Beleidigungen („islamophobe Rassistin!“, AfD-Sympathisantin!“) zur Strecke bringen sollte. Ihr Ziel: Rufmord.

 

Alles nur, weil jemand seinen (oder vielmehr ihren) persönlichen Eindruck ganz ungeschminkt im Internet plattgetreten hat und damit der Wahrheit vielleicht so nahegekommen ist, dass es für die Genossen unbequem wurde? Die Nerven liegen blank bei den Sozis. Wird es vielleicht immer schwieriger, die Ideologie vor der Wirklichkeit in Schutz zu nehmen? Was wir im Umgang der Linken mit ihrem unattraktivsten Problem, dem Antisemitismus, momentan mal wieder erleben, unterscheidet sich nicht maßgeblich von dem Stand, der in Teilen dieser „politischen“ (oder auch: wahnhaften) Szene bereits vor einer Dekade State-of-the-art gewesen ist:

Zunächst mal wird das Problem ignoriert, kleingeredet oder lächerlich gemacht – auf diesem Niveau bewegt sich die Labour Party grade. Wenn das nicht mehr hilft, wird es anderen in die Schuhe geschoben – siehe Jean-Luc Mélenchon, der instinktsicher die Juden als Ursache des Bösen identifiziert und sich – interessanterweise – dafür sogar noch für intelligent halten darf, weil er seine linke Basis in diesem Punkt geschlossen hinter sich weiß. Und wenn alle Stricke reißen, wird zur Hexenjagd angesetzt – wie bei den deutschen Sozis, wo man als „islamophob“ und „AfD-Sympathisantin“ gilt, wenn man zum Fernsehen nicht die Parteibrille aufsetzt.

 

Man hat auf der politischen Linken ein bemerkenswertes Talent zur Selbstdemontage. Das wäre kein Problem, wenn es dieser „Politik“ (ich möchte es nicht wieder einen Wahn nennen) nicht trotzdem gelingen würde, auch unschuldige Dritte mit sich zusammen in den Untergang zu ziehen. Diese Neigung zur Apokalypse teilt das linke Selbstmordkollektiv mit seinem letzten verbliebenen – und deshalb wichtigsten – politischen Verbündeten: dem islamistischen Terrorismus.

 

Es wäre nicht nur der Linken, sondern vor allem dem nicht an diesem Wahnsinn erkrankten Teil der Menschheit zu wünschen, dass die Linke sich ihre Leidenschaft, den Antisemitismus, endlich abgewöhnt. Aber weil bereits in der Vergangenheit viele Anläufe in dieser Richtung gescheitert sind, halte ich es für unwahrscheinlich, dass das gerade jetzt geschehen wird – noch dazu in einer Lage, in der sich die Linke aus eigener Anstren

 

 

 

Foto: Der ebenso streitbare wie renomierte Erfolgsautor Henryk M. Broder gehört zu den prominentesten Unterzeichnern der "Erklärung 2018" (Foto: By Lesekreis (Own work) [CC0], via Wikimedia Commons)


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Montag, 02 April 2018

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