Arabische und sozialistische Staaten setzen sich durch: UNO hat kein Problem mehr mit Todesstrafe für Homosexuelle

Arabische und sozialistische Staaten setzen sich durch:

UNO hat kein Problem mehr mit Todesstrafe für Homosexuelle


Fast schon erwartungsgemäß verkommt die UNO immer mehr zu einer Farce-Veranstaltung, zu einer Bühne für Despoten, Unrechtsstaaten und Dikaturen. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat jetzt in einer Resolution ungerechtfertigte Exekutionen verurteilt - dazu gehört nun aber nicht mehr die Todesstrafe wegen sexueller Orientierung, also etwa die Hinrichtungswellen gegen homosexuelle Männer im islamfaschistischen Mullahstaat Iran.

 

In den letzten zehn Jahren haben die Vereinten Nationen stets ausdrücklich auch "sexuelle Orientierung" erwähnt. Auf Druck von arabischen und afrikanischen Staaten kommt diese Personengruppe nun nicht mehr vor: Marokko und Mali hatten am Dienstag beantragt, das Wort "sexuelle Orientierung" aus dem Resolutionstext zu entfernen. Der Antrag wurde mit 79 gegen 70 Stimmen angenommen.

 

Mit der Entscheidung wird Druck von den Länder genommen, die Schwule und Lesben wegen ihrer Sexualität hinrichten lassen - an vorderster Stelle der Iran. Insgesamt sehen noch sieben Länder die Todesstrafe für sexuelle Minderheiten vor. 72 weitere ahnden Homosexualität mit Geld- oder Gefängnisstrafen.

 

Für die Streichung des Merkmals sexuelle Orientierung setzten sich vor allem islamische und autoritär regierte Länder ein. Auch Länder, in denen Homosexualität derzeit, zumindest theoretisch, legal ist, stimmten gegen den Schutz für Homosexuelle, darunter etwa Haiti, das kommunistische China und das "Mekka der Sozialisten" Kuba. Dieser Gruppe schloss sich auch Südafrika an, obwohl im eigenen Land gleichgeschlechtliche Paare heiraten dürfen. Insgesamt ergibt sich daraus auch in diesem Punkt eine erhellende Koalition aus islamistisch-faschistischen und sozialistischen Staaten, ähnlich wie bei Allianzen gegen Israel und die USA. Die vor allem von venezuelanischen Despoten Chavez betriebene Annäherung der "sozialistischen Reststaaten" an die islamistischen Staaten scheint nunmehr auch auf dieser Ebene voranzuschreiten - auch wenn Venezuela (diesmal noch) gegen die Streichung stimmte.  Gegen die Streichung der Schutzklausel für Homosexuelle stimmten u.a. erwartungsgemäß Israel und die USA.

 

Stimmverhalten der einzelnen Nationen

 

Für die Legalisierung von Hinrichtungen homosexueller Menschen (79 Länder): Ägypten, Äthiopien, Afghanistan, Algerien, Angola, Aserbaidschan, Bahamas, Bahrain, Bangladesch, Belize, Benin, Botswana, Brunei, Burkina Faso, Burundi, China, Dschibuti, Elfenbeinküste, Eritrea, Ghana, Grenada, Guyana, Haiti, Indonesien, Iran, Irak, Jamaika, Jemen, Jordanien, Kamerun, Kasachstan, Katar, Kenia, Komoren, Kongo (Demokratische Republik), Kongo (Republik), Kuba, Kuwait, Libanon, Lesotho, Liberia, Libyen, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Marokko, Mozambique, Myanmar, Namibia, Niger, Nigeria, Nordkorea, Oman, Pakistan, Ruanda, Russland, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent, Sambia, Saudi-Arabien, Senegal, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Südafrika, Sudan, Surinam, Swasiland, Syrien, Tadschikistan, Tansania, Tunesien, Uganda, Usbekistan, Vereinigte Arabische Emirate, Vietnam.

 

Gegen die Legalisierung von Hinrichtungen homnosexueller Menschen (70 Länder): Andorra, Argentinien, Armenien, Australien, Belgien, Bhutan, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Chile, Costa Rica, Dänemark, Deutschland, Dominikanische Republik, Ecuador, El Salvador, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Indien, Irland, Island, Israel, Italien, Japan, Kanada, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Mexiko, Mikronesien, Monaco, Montenegro, Nepal, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Osttimor, Panama, Paraguay, Peru, Polen, Portugal, Moldawien, Rumänien, Samoa, San Marino, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Südkorea, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Uruguay, USA, Venezuela, Zypern.

 

Enthaltungen (17 Länder): Antigua und Barbuda, Barbados, Fidschi, Kambodscha, Kap Verde, Kolumbien, Mauritius, Mongolien, Papau-Neuguinea, Philippinen, Singapur, Sri Lanka, Thailand, Trinidad und Tobago, Tuvalu, Vanuatu, Weißrussland.

 

Nicht an der Abstimmung teilgenommen (26 Länder): Äquatorialguinea, Albanien, Bolivien, Dominica, Gabon, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Honduras, Kiribati, Kirgisistan, Laos, Marshallinseln, Mauretanien, Nauru, Nicaragua, Palau, Sao Tome und Principe, Salomonen, Seychellen, Togo, Tonga, Tschad, Türkei, Turkmenistan, Zentralafrikanische Republik.

 

jfa / Foto: Zwei schwule Teenager im Iran werden öffentlichen hingerichtet


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Freitag, 19 November 2010

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