Wo bleibt die Berichterstattung? Die Millionäre des Gazastreifens

Wo bleibt die Berichterstattung?

Die Millionäre des Gazastreifens




CAMERA snapshots, 12. September 2013

In den zahlreichen über den Gazastreifen geschriebenen Artikel beschreibt die Presse den von der Hamas kontrollierten Bereich immer als „verarmt“. Doch diese Beschreibung steht im Widerspruch mit den Befunden einer kürzlich fertiggestellten Studie zur Region. Khaled Abu Toameh schreibt im Gatestone Institute:

Die Welt denkt oft vom Gazastreifen – Heimat für 1,4 Millionen Palästinenser – als einen der ärmsten Orte der Welt, wo Menschen in Not und Elend leben.

Doch nach Angaben eines in der panarabischen Zeitung Asharq al-Awsat veröffentlichten investigativen Berichts gibt es mindestens 600 Millionäre, die im Gazastreifen leben. Der Bericht der Zeitung widerlegt die Behauptung, dass der Gazastreifen wegen der israelischen Blockade einer humanitären Krise ausgesetzt sei.

Mohammed Dahlan, ehemaliger PA-Sicherheitskommandeur des Gazastreifens, sagte weiter, dass die Hamas letzte Woche die einige Partei gewesen sei, die den Gazastreifen belagert; dass es die Hamas ist, nicht Israel oder Ägypten, die die Menschen dort stranguliert und bestraft.

Sie haben richtig gelesen. Es gibt mindestens 600 Millionäre im Gazastreifen. Vielleicht sogar mehr. Im August zitierte The Economist den PA-Präsidenten Mahmud Abbas, er habe von „800 Millionären und 1.600 Beinahe-Millionären“ im Gazastreifen gesprochen.

Keine dieser Informationen schaffte es in Isabel Kershners Artikel über einen Bericht der Vereinten Nationen im The Boston Globe („Gaza may be unlivable by 2020, report says“):

Trotz etwas Wirtschaftswachstum im letzten Jahr erhalten 80 Prozent der Haushalte im Gazastreifen Unterstützung in irgendeiner Form, heißt es in dem Bericht; 29 Prozent der Einwohner leben unter der Armutsgrenze. Die Arbeitslosigkeit betrug 2011 29 Prozent. Der Bericht sagte, viele Gazaner sähen sich unsicherer Versorgung mit Lebensmitteln gegenüber, in erster Linie wegen Armut, nicht wegen Lebensmittelknappheit.

Und was hat die „Newspaper of Record“ über die Millionäre im Gazastreifen zu sagen? Nicht eine einzige Erwähnung in Jodi Rudorens „‘Forgotten Neighborhood‘ Underscores the Poverty of an Isolated Enclave“ (‚Vergessenes Viertel unterstreicht die Armut einer isolierten Enklave‘; auch vermerkt durch Leo Rennert in The American Thinker):

Im Vergessenen Viertel haben die Häuser Wände, aber keine Böden: die Menschen sitzen, essen und schlafen im Sand.
[…]
Während des Ramadan letzten Monat schlachteten mehrere Viertel ein lahmes Pferd und nutzten sein Fleisch für Kebabs, weil sie sich kein Rind- oder Lammfleisch leisten konnten; an einigen Morgen weckte Reem al-Ghora ihre Töchter nicht für das Mahl vor dem Morgengrauen, sagte sie, „weil es nichts zu essen gab“.

Es ist nur ein Gedanke, aber vielleicht könnten einige dieser Millionäre im Gazastreifen diesen Menschen aushelfen. Sie haben nicht viel über diese Millionäre im Gazastreifen gehört? Hmmmm… Wo bleibt die Berichterstattung?

Oh, nur für den Fall, dass Sie sich fragen, was aus diesen unglücklichen Menschen geworden ist: Die New York Times veröffentlichte am 12. September eine „Weltakte“ über den Abriss von mehr als einem Dutzend Häusern im Gazastreifen – durch die Hamas. Im Gefolge des vorherigen Times-Artikels – oder vielleicht ist es auch Zufall – schickten die Behörden im Gazastreifen Bulldozer, um das Viertel niederzureißen, wie in dem Artikel berichtet wird:

Amal Shamaly, eine Sprecherin der Grundstücksbehörde, sagte, alle „illegalen Gebäude“ auf Regierungsland würden entfernt und dass für den Bereich ein Sicherheitskomplex geplant sei.

Der ursprüngliche Artikel für das „Vergessene Viertel“, der natürlich Israel für die Not der Einwohner des Gazastreifens verantwortlich machte, war fast 1.400 Worte lang. Die Akte zum Abriss, der nicht Israel in die Schuhe geschoben werden kann, hatte 169 Worte. Ohne Bilder. Und auch nicht auf der Titelseite, oberhalb der Falz.

 

Übersetzung unseres Partnerblogs Heplev - Foto: Werbung für ein Luxus-Einkaufscenter in Gaza

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Sonntag, 24 November 2013






"Es ist nur ein Gedanke, aber vielleicht könnten einige dieser Millionäre im Gazastreifen diesen Menschen aushelfen". Geht nicht. Der Flebs muss leiden, damit man alles Israel in die Schuhe schieben kann. So bleibt das Hassfeuer immer schön am lodern. Ganz schön gewitzt die Hamasbrüder. Übrigens standen die Gazies vor kurzem knöcheltief in der Schei....Schuld war natürlich Israel und Ägypten ist auch mal dran. Alles Jammerlappen und Wimmerlinge.

http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/231656-gaza-abwasser-flie%C3%9Ft-auf-den-stra%C3%9Fen