Von Leningrad nach Aleppo: Tod durch Verhungern

Von Leningrad nach Aleppo:

Tod durch Verhungern




von Dr. Nathan Warszawski

Neunhundert Tage, vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944 wurde Leningrad von der Deutschen Wehrmacht belagert. Über eine Million Leningrader starben, die meisten verhungerten. Der Massentod durch Verhungern war von den Deutschen gewollt.

Siebzig Jahre nach Ende der Belagerung Leningrads hat der Bundestag wie alle Jahre üblich der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Erneut erschallten folgenlos die hohlen Worte im Hohen Haus, dass alles getan werden müsse, damit ein solches Verbrechen sich nicht wiederhole.

In Syrien lässt der Diktator unbotmäßige Städte belagern, damit die Bevölkerung verhungert. Er hat das Erbe Hitlers angetreten und wird genau wie sein Vorbild verenden. Politiker, Industrielle, Kirchen und Pazifisten aus Deutschland haben die unheilige Allianz des Wegschauens fortgesetzt. Die Pazifisten fordern, dass der Westen nicht militärisch in Syrien eingreift und keinem Hungernden hilft. Der Bundestag wiederholt die Gebetsmühle:

„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“

In 70 Jahren wird ein Greis aus Syrien, der die Hungerblockade als Kind überlebt haben wird, im Bundestag sprechen dürfen. Schon heute weiß ich, was der zukünftige Bundestagpräsident sagen wird:

„Es muss alles getan werden, damit ein solches Verbrechen sich nicht wiederholt.“

 

Erstveröffentlicht bei Numer 24 : 9 - Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors Foto: Aleppo aus der Zeit vor der Belagerung (Foto: von Bernard Gagnon (Eigenes Werk) [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC-BY-SA-3.0-2.5-2.0-1.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons)

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Dienstag, 28 Januar 2014






„Es muss alles getan werden, damit ein solches Verbrechen sich nicht wiederholt.“ aber nichts tun sie, nur palafern, lehre Worte, das wars dann, nichts weiter.

@Perle

und was machst Du? Bloggs lesen und Kaffee trinken ...

Und was können wir machen? Vllt den Amis Geld spenden, damit die noch mehr Waffen den Insorgenten geben? 



Die Lösung ist ganz einfach, lasst die Syrer wählen und akzeptiert ihre Wahl. Ein syrischer Frühling (wie in Libyen, Tunesien, Ägyptem) wäre wohl auch nicht optimal.

Was das Verhungern der Mitbürger angeht, sind sich alle Seiten einig, man kann seine Macht zeigen egal auf wessen Kosten.



@3u$chi: Wahlen?? In solch einem Sauhaufen da unten. Der Zug ist abgefahren. Im übrigen finde ich es komisch das immer auf Assad rumgehackt wird. Bevor diese Terroristen mit ihrer Revolutionsscheisse angefangen haben ist in Syria keine Sau verhungert.



Das Verhungern dieser Menschen in den Camps ist weil sie keine Hilfe reinlallen, ihnen also jegliche Hilfe veweigert wird. Das ist ja das tragische.

@steve. Die Mehrheit bei Wahlen steht mit Sicherheit bei Assad (60%), aber das wäre nicht im Sinne der Unterstützer der Opposition und die haben nun mal die besseren Waffen und mehr Geld. Ich bin kein Fan von Assad, aber was da unten noch sonst an Mördern und Räubern als sogenannte Freiheitskämpfer frei herum läuft, bedeutet bestimmt nicht, dass ein säkularer, demokratischer Staat entstehen kann.