Warum Israel den Informationskrieg verliert

Warum Israel den Informationskrieg verliert




von Caroline Glick

Für die meisten Israelis ist der internationale Diskurs über Gaza unverständlich. (Anmerkung des Übersetzers: Das englische Original stammt vom 20. August 2014.)

Hier spazierten wir entlang, kümmerten uns um unsere eigenen Geschäfte.

Dann in einer klaren Nacht im Juni, ganz nebenbei,
stahlen, ermordeten und versteckten palästinensische Terroristen die Körper von drei unserer Kinder, als sie auf ihrem Weg von der Schule nach Hause waren.

Bevor wir nach dieser Gräueltat Atem holen konnten, begannen sie mit dem Beschuss unserer Ballungszentren mit Tausenden von Raketen, Geschossen und Mörsern und infiltrierten unsere Gemeinden entlang der Grenze zu Gaza durch unterirdische Tunnel, um uns zu entführen und zu ermorden.

Und als die Palästinenser all diese Dinge taten, nutzten sie ihre Zivilbevölkerung und das ausländische Pressekorps als menschliche Sandsäcke. Sie befahlen ihrem eigenen Volk ihre Häuser nicht zu evakuieren, aus denen die Hamas, Fatah und Islamischer Jihad-Terroristen ihre Flugkörper, Raketen und Mörsergranaten auf Israel starteten. Und sie starteten Raketen auf israelische Städte von außerhalb des Hotels, wo die ausländischen Journalisten untergebracht waren.

Man braucht keinen Doktortitel, um zu verstehen, was das Spiel ist. Und Israelis - auch viele mit Doktortitel - verstehen, was geschieht.

Das ist, warum so viele Israelis gegen das Scheitern unserer Regierung Sturm laufen, auf die Wand von Lügen einzuwirken, aus welcher der Diskurs über Israel in der westlichen Welt besteht.

Die reflexartige Reaktion vieler Israelis auf den Anblick von UN-Beamten, CNN Moderatoren und New York Times-Reportern, die uns der Begehung von Kriegsverbrechen beschuldigen, besteht darin, uns selbst die Schuld zu geben.

Unsere Hasbara (Öffentlichkeitsarbeit) ist eine Katastrophe, unsere Verteidiger sind inkompetente Idioten, stöhnen und schreien wir.

Aber die Wahrheit ist nicht so einfach. Unsere Sprecher sind in den letzten Jahren viel besser geworden. Einige, wie Botschafter Ron Dermer und Ron Prosor und IDF Oberstleutnant Peter Lerner, sind ausgezeichnet.

Die Bemühungen der Öffentlichkeitsarbeit Israels waren erfolglos beim Durchdringen, geschweige denn bei der Demontage des Gebäudes von Lügen, aus dem die westliche Erzählung über den palästinensischen Krieg gegen uns besteht, weil unsere grundlegende Strategie damit zu kämpfen auf das falsche Ziel gerichtet ist.

Unsere PR-Gurus definierten unser Hasbara-Ziel in der Weise, dass unsere Geschichte effektiv an die Öffentlichkeit dringen soll. Um dies zu tun, hat Israel auf zwei parallelen Bahnen gearbeitet. Zuerst haben wir versucht, unsere Politik an das anzupassen, was wir als die Forderungen des Westens wahrnehmen.

Wir haben Maßnahmen ergriffen, die beispiellos in der Militärgeschichte sind, um die Palästinenser vor ihren gewählten Führern zu schützen, die sie als Futter in ihrem Propagandakrieg gegen Israel verwenden.

Es gibt keinen Präzedenzfall in der Geschichte der Kriegsführung für Israels Praxis der Warnung der Palästinenser, wenn es im Begriff ist, die zivilen Anlagen anzugreifen, die von der Hamas unrechtmäßig verwendet werden, um Israel anzugreifen.

Darüber hinaus hat Israel Interpretationen des Kriegsrechts akzeptiert - wie die fadenscheinige Behauptung, Israel sei verpflichtet, kostenlosen Strom an Gaza zu liefern -, die keinerlei Bezug zum Völkerrecht haben.

Die zweite Komponente, damit unsere Geschichte an die Öffentlichkeit dringt, war die Entwicklung der Sorte von glitzerndem, mediengerechtem PR Gerät, von dem alles, was Rang und Namen hat, sagt, es sei das A und O für eine erfolgreiche Medienstrategie. Es gibt keine ausländischen Pressekorps, die mehr verhätschelt werden, als die ausländischen Pressekorps in Israel. Keine Regierung ist aktiver auf Websiten der Sozialen Medien als Israel.

Und doch, für alle unsere Bemühungen ernannte der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen einen offenen Hasser Israels, der kein Problem mit der Hamas hat, um eine gefälschte Untersuchung der imaginären Kriegsverbrechen der IDF durchzuführen.

Für alle unsere Bemühungen dämonisieren die New York Times, MSNBC, die europäischen Medien, CNN und der ganze Rest unsere Soldaten und Führer. Sie ignorieren die Tatsache, dass alles, was die Hamas und ihre Verbündeten in der Fatah und im Islamischen Jihad tun, ein Kriegsverbrechen ist - von der Forderung nach der Vernichtung Israels über das Abschießen von Raketen auf zivile Bevölkerungszentren, bis zum Abschießen von Raketen auf zivile Ballungszentren aus Krankenhäusern und von außerhalb des Hotels, wo ihre Reporter in Gaza logieren.

So verzweifelt sind wir für jedes bisschen Wahrheit in der Berichterstattung, dass wir die Tatsache als großen Sieg wahrnehmen, dass ein Reporter des Wall Street Journal nett genug war, die Tatsache zu twittern, dass er einen Hamas-Führer im Shifa Krankenhaus interviewt hatte.

Ein flüchtiger Blick auf den Berg von verzerrten und einfach nur falschen Geschichten, die über Israel und seine Feinde berichtet werden, macht deutlich, dass zumindest die meisten westlichen Medien sich nicht um die Wahrheit scheren. Die Tatsache, dass sie Reporter nach Israel und Gaza schickten, bedeutet nicht, dass sie wollten, dass diese Reporter veröffentlichen, was los ist.

Die Reporter wussten, was sie zu sagen hatten, sogar bevor sie in ein Flugzeug nach Israel stiegen. Es stimmt, die Hamas hat offen zugegeben, dass sie der ausländische Presse verboten hatte, ihre Terroristen und ihre Kriegsverbrechen zu filmen. Aber mit wenigen Ausnahmen hatten die Medien kein Problem mit den Hamas-Regeln.

So hat auch der UN-Menschenrechtsrat nicht entscheiden, eine Untersuchungskommission zu bilden, um Israel zu kriminalisieren, weil wir nicht gut genug zeigen, wie weit wir gehen, um die Menschen in Gaza vor ihren gewählten Führern zu schützen. Und der UNHRC hat William Schabas, der forderte, dass Ministerpräsident Binyamin Netanyahu für Kriegsverbrechen der Prozess gemacht werden solle, nicht ernannt, um seine Sternenkammer zu führen, weil in den Pressemitteilungen nicht bewiesen wurde, dass Israel in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht handelt.

Die Medien, das US-Außenministerium und die UNO greifen Israel für die Verbrechen an, die die Hamas begeht, weil sie mit einer Erzählung verheiratet sind, in der Israel an dem Wunsch seiner Feinde schuld sei, es zu zerstören.

Wie die UNO, die New York Times und Präsident Barack Obama es sehen, ist Israel schuldig, weil es von Natur aus in sich schuldig ist.

Das Weiße Haus und das Außenministerium kann Israel der Durchführung eines "völlig unvertretbaren" und "skandalösen" Angriffs gegen eine UNRWA-Schule anklagen, wenn kein solcher Angriff stattgefunden hat, und wenn er stattgefunden hätte, wäre er völlig vertretbar gewesen, denn so weit, wie es sie betrifft, wie Martin Indyk im Mai behauptete, ist Israels Existenzrecht Voraussetzung für unsere Bereitschaft, ihre Überzeugung zu akzeptieren, dass wir von Natur aus moralisch deformiert seien und der Leitung durch unsere Besseren bedürftig seien.

Netanyahu ist Schabas "Liebling auf der Anklagebank des Internationalen Strafgerichtshofs [auf die er gesetzt werden soll]", weil Netanjahu der gewählte Führer des moralisch deformierten jüdischen Staates ist.

Angesichts dieser Situation ist es klar, dass die Bemühungen der Öffentlichkeitsarbeit von Israel auf das falsche Ziel gerichtet sind.

Das Ziel der Hasbara kann nicht sein, Leute wie den Büroleiter der New York Times Jodi Rudoren bezüglich der Wahrheit zu erziehen, denn das Problem ist nicht eines von Unwissenheit. Das Problem ist, dass sie die Wahrheit als ein Hindernis für ihr Ziel betrachten, das Narrativ der israelischen Kriminalität zu berichten.

Anstatt danach zu streben, zu erziehen, müssen wir daran arbeiten, die Rudorens der Welt zum Berichten der Wahrheit zu manipulieren.

Zum Beispiel gibt es keinen Grund, den Reportern, die sich klar zum Ziel gesetzt haben, die Wahrheit zu verbergen, Zugang zu nationalen Führern und Militärkommandanten anzubieten. Lasst sie ihre eigenen Quellen finden. Israel ist ein freies Land. Es gibt keinen Grund für die New York Times zu einem Pressegespräch von IDF-Kommandanten eingeladen zu werden.

Ein anderes kritisches Element einer Strategie, die aggressiven Medien und internationalen Organisationen dazu zu zwingen, mit der Wahrheit zu kämpfen, ist es, Ereignisse zu erschaffen, die sie nicht ignorieren können.

Zum Beispiel sollte der Hauptmilitärstaatsanwalt zusammen mit der Staatsanwaltschaft die Führer der Hamas, des Islamischen Jihad und der Fatah wegen Kriegsverbrechen anklagen und die relevanten israelischen Gerichte sollten beginnen, in den Fällen Recht zu sprechen.

Die Knesset sollte Beratungen über einen Gesetzentwurf beginnen, der der UNRWA ihre rechtliche Immunität entzieht, als einen ersten Schritt, um für ihr Personal die Anklagepunkte der materiellen Unterstützung des Terrorismus zur Sache zu bringen.

Es stimmt, solche Aktionen werden auf Geschrei von Verurteilung und hysterischen Vorwürfen von allen üblichen Verdächtigen stoßen.

Aber zumindest werden sie über palästinensische Kriegsverbrechen sprechen. Zumindest werden sie gezwungen sein, anzuerkennen, dass die UNRWA eine Kraft der Destabilisierung und Radikalisierung ist, nicht der Stabilisierung und Mäßigung im arabischen Konflikt mit Israel.

Unser Führer und Sprecher können den Informationskrieg nicht gewinnen, indem sie sich dem Hinweis auf die Heuchelei und Doppelmoral des Westens widmen, oder auf den Grad der Verlogenheit und Bigotterie, der im Kern seiner Sichtweise von Israel steht. Niemand hat jemals einen Krieg gewonnen, indem er nur auf Verteidigung spielt. Und wir werden diesen nicht gewinnen, indem wir erklären, warum wir keine Kriegsverbrecher sind.

Wir werden erst beginnen, Fortschritte zu machen, wenn wir das Ziel unserer Hasbara derart definieren, dass wir unwillige Medien und eine internationalen Gemeinschaft dazu zwingen, über die Wahrheit zu diskutieren, indem wir vorsätzlich Maßnahmen in die Wege leiten, die es ihnen unmöglich machen, sie zu ignorieren.

 

Übersetzt von Robert Rickler, Pressesprecher des "Freundeskreis Israel in Regensburg und Oberbayern e.V."

 

Caroline Glick bei haOlam.de:


Autor: fischerde
Bild Quelle:


Freitag, 29 August 2014






Internationale Diskurse zu den jeweiligen Lagen des Nahostkonflikts genügen dem ihrer Bezeichnung inhärenten Anspruch lediglich in Teilen, bedienen insgesamt mithin nicht zuletzt die auch zur tätigen Feindschaft gegenüber Israel Entschlossenen. Schlimmeres gar als gescheiterte Informationskriege mögen die Folgen sein. Doch man darf gewiß bleiben oder selbiges werden: Die allerlebendigste Wahrheit selbst - wird obsiegen (Jes 5,18-20). Wie eh und je zum tilgenden Schrecken diabolischen Truges.



Warum Israel den Informationskrieg verliert

 

Wir müssen uns fragen, vor wem Israel den Informationskrieg "verliert", vor dem Pöbel (Mob) oder vor dem, der dieses Volk berufen hat.

Israel gibt wahre Informationen und salchich abgefasst heraus. Solche Informationen sind stichhaltig und geben eine Möglichkeit von einem wahren Überblick. Allerdings reizen sie nicht zur Sensationssucht!

Die andern machen das Gegenteil. Zwischen Sensationssucht und Lügen gibt es keine wahren Informationen. Sie betreiben eine krankhafte Sensationssucht und mobilisieren somit den Pöbel und den Mob gegen Israel!

Nun ist es an uns zu entscheiden, wem wir Glauben schenken wollen. Aber eines Tages wird die WAHRHEIT durchbrechen und dann könnte man mit Schrecken feststellen, dass man sich auf der Gerichtsseite der Bibel befindet - doch dann ist es zuspät.

Schliesslich ist die Rückkehr vom Volk Israel in IHR Land eine Erfüllung von der biblischen Prophetie. Dabei hat der Prophet Daniel auf zwei Merkmale hingewiesen:

a) Diese Rückkehr wird wohl zu einer kümmerlichen Zeit erfolgen (Daniel 9:25).

b) Wenn die Übetreter (Pöbel) überhand nehmen werden (Daniel 8:23).

Beide Bemerkungen können Heute beobachtet werden!

Somit müssen wir uns gut überlegen, wie wir uns gegenüber dem Volk Israel verhalten sollen.

Denn unser Verhalten muss gesühnt werden (Joel 3;2). Da können auch die Leute von der Presse nicht ausweichen!

 

Mit freundlichen Grüssen

Walter Nänny