Papst wird doch nicht zur Unterzeichnung des Migrationspakts nach Marokko reisen

Papst wird doch nicht zur Unterzeichnung des Migrationspakts nach Marokko reisen


Papst Franziskus wird nun doch nicht, wie von vielen bereits befürchtet, zur Unterzeichnung des Migrationspakts nach Marokko reisen. Wie der Pressesaal des Vatikanstaates heute bestätigte, wird Papst Franziskus erst Ende März nach Rabat und Casablanca reisen.

Von Dr. David Berger

Damit sind die Gerüchte vom Tisch, die besagten, dass Franziskus Anfang Dezember nach Marrakesch reisen werde, um die Unterzeichnung des UN-Migrationspakts mit zu feiern.

Schwerpunkt der Visite wird aber auf Migration und Islam liegen

Dennoch wird der Schwerpunkt des Papstbesuches im März, so der Vatikan, im Sinne des Migrationspakts auf der Migration und den damit verbundenen freundschaftlichen Beziehungen zwischen Christen und Muslimen liegen.

Dass der Vatikan diese Reise bereits heute bekannt gab, während die anderen reisen für 2019 noch nicht bestätigt sind, hängt sicher mit der Brisanz des Themas zusammen.

Ein hochrangige Vatikanmitarbeiter äußerte heute gegenüber PP bereits die Befürchtung, dass Franziskus erneut den Muslimen große Zugeständnisse machen und dadurch die orientalischen Christen, die unter der muslimischen Christenverfolgung jeden Tag mehr leiden, verraten wird.

Orientalische Christen in großer Sorge

Bereits Anfang des Jahres hatten sich Ex-Muslime, die katholisch geworden sind, mit einer Flehbotschaft an den Papst gewandt, mit der Bitte, sie doch nicht an ein vatikanisches Islam-Appeasement zu verraten.

 

Philosophia Perennis - Foto: Papst Franziskus (Foto: https://philosophia-perennis.com/2018/11/13/papst-wird-doch-nicht-zur-unterzeichnung-des-migrationspakts-nach-marokko-reisen/)


Autor: Dr. David Berger
Bild Quelle: https://philosophia-perennis.com/2018/11/13/papst-wird-doch-nicht-zur-unterzeichnung-des-migrationspakts-nach-marokko-reisen/


Dienstag, 13 November 2018






Der hat doch keine Zeit, muß schwarze Füsse küssen!

Auf Worte müssen auch Taten folgen, um eine Umdeutung moralischer Verantwortung zu einem Lippenbekenntnis abzuwehren. Deshalb wäre auf dem Petersplatz in Rom ein kleines und geordnetes Flüchtlingslager für alle, die sich auf die Grundwerte des UN-Migrationspaktes berufen können, zu begrüßen. Das Lager hätte sicherlich nur Symbolcharakter, da der Staat Vatikanstadt kein Flächenstaat ist und die außergewöhnliche Zusammensetzung der Berufsbilder mit ihren überwiegend langen akademischen Ausbildungswegen eine Integration in die Berufswelt des Vatikans erschwert. Der geschichtsträchtige Ort kann der Welt jedoch zeigen, wie die Kirche ein lebendiges und vielfältiges Miteinander leben kann. Um fremdenfeindliche und rassistische Übergriffe von Anfang an im Keim zu ersticken, könnte ein 4 Meter hoher Stacheldrahtzaun mit Videoüberwachung um das kleine Lager herum für die Sicherheit ihrer Bewohner sorgen und die zusätzlichen Aufgaben der Schweizergarde entlasten, da sie dazu abgestellt sein sollte an den Sicherheitsschleusen nach illegalen Waffen und Drogen zu suchen. Der Petersplatz in Rom ist bekanntlich frei zugänglich und ein Magnet für Millionen von Touristen, was ein Sicherheitsrisiko darstellt. Die Vergangenheit und die Erfahrungen anderer Länder haben leider gelehrt, dass eine Integration einen langwieriger Prozess darstellt und nicht immer friktionsfrei gelingt. Migration verlangt immer eine besondere Verantwortung und Verpflichtung. Diese Maßnahmen sind auch notwendige Zugeständnisse, da der Staat Vatikanstadt seine Außengrenzen zu Italien bekanntlich nicht durch eine eigene Grenzsicherung schützt. Dies war bis jetzt auch nicht notwendig. Ein Beitritt des Kirchenstaates zum Schengener Abkommen befindet sich noch in der Planungsphase. Kirchenvertreter sollten bei offiziellen Besuchen angehalten sein gerade an diesem für das Christentum ganz besonderen Ort ihr Kreuz nicht abzunehmen und es getreu ihres Bekenntnisses sichtbar zu zeigen. Das Tragen von schusssicheren Westen als zusätzliche empfohlene Sicherheitsmaßnahme sollte auf freiwilliger Basis geschehen. Dabei sollten die Westen wegen einer missverständlichen Signalwirkung von der Kleidung dezent bedeckt sein. Das äußere Erscheinungsbild sollte gemäß der Standardformulierung nicht instrumentalisiert werden können, um Ängste zu schüren oder die Gesellschaft zu spalten. Der Staat Vatikanstaat hat geschätzte 1000 Einwohner. Eine eventuelle Obergrenze von 100 Flüchtlingen wäre auf Grund der sehr hohen Bevölkerungsdichte und der Sonderstellung des Stadtstaates noch ethisch vertretbar. So kann Integration auch im Kleinen gelingen und zum Vorbild aller geraten. Dabei sind realpolitisch viele Aspekte und Sachzwänge zu berücksichtigen. So einfach ist die Realität leider nicht aus meiner Erfahrung. Ich bin selbst Einwanderer (oder je nach Standpunkt Auswanderer) und verbrachte meine Kindheit in drei verschiedenen Ländern mit prägenden Folgen, weshalb ich Migration nicht als Allheilmittel für alle Probleme dieser Welt ansehe. Migration in fremde Sozialsysteme ist meistens kontraproduktiv. Der Begriff "Heimat" ist für mich ein theoretisches Konstrukt geblieben, obwohl ich mich mit dem Land, in dem ich gerade lebe, auf eine angenehme Art verbunden fühle und es nicht gerade die schlechteste Wahl ist.




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