Ein Präsident im Zwielicht Antisemitischer Schenkelklopfer in Obamas Team

Ein Präsident im Zwielicht

Antisemitischer Schenkelklopfer in Obamas Team




Tja, jetzt muessen wir nichtmal mehr ‘nur’ ueber Antiisraelismus und versteckten Antisemitismus in Obamas Team reden, nein, jetzt geht es schon ganz klar nicht mehr um Israel, ohne das die Welt "sicher besser dran waere", sondern um Juden selbst.

Von Ulrich J. Becker, Kiryat Ono

Herr James L. Jones, alter Armeehaudegen und ehemaliger Marines war die persoenliche Auswahl von Obama(!) als Nationaler Sicherheitsberater und hat mit Obama zusammen am 20. Januar 2009 seinen Posten angetreten. Was erzaehlt nun dieser nette Herr Sicherheitsberater vor Gaesten und Kameras fuer einen Witz uber einen juedischen Haendler?

Hier kann man sich das Video ansehen.

Es gibt viele falsche Versionen des Witzes im Internet, auch bei Ynet, aber hier die richtige Version:

“In order to set the stage for my remarks I’d just like to tell you a story that I think is true. It happened recently in southern Afghanistan. A member of the Taliban was separated from his fighting party and wandered around for a few days in the desert, lost, out of food, no water. And he looked on the horizon and he saw what looked like a little shack and he walked towards that shack. And as he got to it, it turned out it was a little store own by a Jewish merchant. And the Taliban warrior went up to him and said, ‘I need water, give me some water.’ And the merchant said, ‘I’m sorry, I don’t have any water but would you like a tie. We have a nice sale of ties today.’”

“Whereupon the Taliban erupted into a stream of language that I can’t repeat, about Israel, about Jewish people, about the man himself, about his family, and just said, ‘I need water, you try to sell me ties, you people don’t get it.’ The merchant stood there until the Taliban was through with his diatribe and said, ‘Well I’m sorry I don’t have water for you and I forgive you for all of the insults you’ve levied against me, my family, my country. But I will help you out. If you go over that hill and walk about two miles there is a restaurant there and they will have all the water you need.’ And the Taliban, instead of saying thanks, still muttering under his breath, disappears over the hill, only to come back an hour later, and walking up to the merchant says, ‘You’re brother tells me a I need a tie to get into the restaurant.’“

Was erzaehlt er uns? Ein durstiger Taliban kommt zum Laden eines juedischen Kaufmanns und der will ihm einen Schlips verkaufen. Der Taliban verflucht ihn und sein Land (Israel), bis der Jude ihm erzaehlt, dass hinter dem Huegel ein Restaurant liegt, das Wasser verkauft. Der Taliban kommt nach einer Stunde zurueck und sagt, dass der Bruder des Kaufmanns ihn ohne Schlips nicht in das Restaurant lassen will.

Ha ha. Aber kucken wir doch mal welche antisemitischen Klischees hier bedient wurden:

1. Der juedische Kaufmann. Sollte klar sein. Der Jude ist der ewige geldversessene Haendler.

2. Der Jude ignoriert menschliches Leid anderer und kuemmert sich nur um seinen Provit. Er will einem Verdurstenen einen unsinnigen Schlips verkaufen.

3. Der Jude will einem Dinge verkaufen, die man nicht braucht.

4. (Den hat Herr Jones vielleicht sogar unbewusst gemacht:) Ein Jude, egal in welchem Land er lebt, ist nicht Buerger dieses Landes, sondern nur von “seinem Land” Israel.

5. Juden haben ueberall geschaeftliche Verbindungen und sind unter einander verstrickt (das Restaurant gehoert seinem Bruder).

6. Juden sind kleinkariert und machen das Leben an Formalitaeten fest. Sie koennen nicht das Menschliche sehen (der Schlips ohne den man nicht ins Restaurant kommt).

7. Und ein kleiner versteckter Nahosthinweis steckt auch noch drin: Es sind die Juden, die die Taliban zum Ausrasten bringen. Keine Juden, keine boesen Taliban.

Ich finde auch die Entschuldigung von Herrn Jones klasse, nachdem die Sache oeffentlich kritisiert wurde, u.a. von ADL:

“I wish that I had not made this off the cuff joke at the top of my remarks, and I apologize to anyone who was offended by it.“

Das ist eine Denk- und Entschuldigungsart, die oft bei Antisemiten vorkommt:

Man entschuldigt sich nicht fuer den antisemitischen Inhalt, den man ausgesprochen hat und widerspricht diesem eindeutig. Nein, man entschuldigt sich erstens nur dafuer, DASS man es ausgesprochen hat. Sprich, man haette den Antisemtismus besser fuer sich behalten sollen. Und zweitens entschuldigt man sich bei all denen, “die sich dadurch verletzt fuehlen“. Sprich, im Grund ist man selbst nicht wirklich schuldig, sondern sie, die sich verletzt fuehlen. Der Inhalt kann okay sein, es gibt halt nur ein paar, die sich verletzt fuehlen. Und bitte beachten, er sagt nicht einnal, dass er sich bei denen entschuldigt, die er verletzt HAT, sondern nur bei denen die sich dadurch verletzt FUEHLEN. Also gibt es nichteinmal zu, dass seine Worte objektiv verletzend waren, sondern sie koennten auch ganz okay sein, es gibt nur einige Ueberempfindliche, die damit nicht umgehen koennen. Hoert sich kleinkariert an (juedisch halt ;) ), ist es aber nicht, sondern zeigt nur auf, wie diese Hirne funktionieren.

Und noch eine kleine Bemerkung zu dem, was Obama gestern sagte…

Ich weiss, manche werden sagen, jetzt uebertreibe ich es aber und bin wirklich zu sensibel, aber man sollte bei folgenden Worten Obamas einmal genau hinhoeren. Auf dem Gipfel fuer Unternehmertum hielt Obama gestern eine Rede (voller Wortlaut) (video) und erwaehnt nicht mit einem Wort das wohl momentan erfolgreichste Unternehmertumland in der Welt, Israel, aber dafuer eine Reihe von islamischen Laendern, Afghanistan, Jordanien, Katar, Pakistan, Indonesien und auch recht freundlich den Antisemiten Erdogan. Nachdem er dann auch nochmal kurz ueber seine Verflichtung zu einer Zwei-Staaten—Loesung unterstreicht und Palaestinenser fuer Aktivitaeten lobt, sagt er am Ende seiner Rede:

“So, yes, the new beginning we seek is not only possible, it has already begun. It exists within each of you, and millions around the world who believe, like we do, that the future belongs not to those who would divide us, but to those who come together; not to those who would destroy, but those who would build; not those trapped in the past, but those who, like us, believe with confidence and conviction in a future of justice and progress and the dignity of all human beings regardless of their race, regardless of their religion.“

Hoert sich super an, oder? Aber wenn jemand davon spricht, dass “die Zukunft nicht denjenigen gehoert, die uns teilen, sondern denen, die uns zusammenbringen“, frage ich mich, wen er meint? Wer teilt und wer sind ‘wir’? Und dann sagt er, dass die Zukunft auch nicht denjenigen gehoert, “die in der Vergangenheit gefangen sind“. Wer sind diese Traditionalisten? Klar, vielleicht meint er hier die Islamisten. Man kann es nur hoffen. Es sei aber nur erwaehnt, dass diejenigen, die uns teilen und auch immer wieder in der Vergangenheit rumwuehlen muessen, in der Geschichte des intellektuellen Antisemitismus (vor allem Hegel!) immer die Juden waren, die sich immer wieder weigern in das grosse gemeischaftliche Boot niedriger moralischer Massstaebe einzusteigen, und angeblich das Zusammenkommen der Voelker verhindern.

Zum Verlgeich vielleicht die Predigt eines antisemitischen amerikanisch-polnischen Priesters aus dem Jahre 2000 zu einem geeinten, homogenen Polen:

„Polen ist eine große Nation, eine Nation mit einer eigenen Sprache, einer eigenen Kultur, einer eigenen Religion, die Minderheiten sind klein. Dieses ist einheitlich und es ist sehr gefährlich für die [die Juden], die uns teilen wollen; die die Lügner und Mörder sind… “.

27.04.2010


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Dienstag, 27 April 2010