Wenn Juden Wohnungen bauen: Der Blätterwald rauscht

Wenn Juden Wohnungen bauen:

Der Blätterwald rauscht




Vor ein paar Tagen, habe ich eine bombensichere Wette artikuliert:

Der Blätterwald der Empörung über die Situation im Nahen Osten wird erst dann wieder rauschen, wenn eine militärische Aktion von Israel erfolgt.

In ein paar Stunden so scheint es, werde ich meine Wette gewinnen. Dabei wird es nicht mal eine militärische Aktion sein, die den Blätterwald zum Rauschen bringen wird, sondern ganz klassisch lediglich das Auslaufen eines Siedlungsstopps in ein paar Stunden.

Was bitte ist an Juden, die Siedlungen bauen so schlimm? Ich finde, jeder Mensch (ob Jude oder nicht) sollte überall das Recht haben zu wohnen und Häuser zu bauen, solange er sich an die Gesetze des Landes hält, es sei denn, das Gesetz fordert eine judenfreie Nation. So ein Gesetz muss selbstverständlich kein Mensch und erst recht kein Jude achten.

Sollen Muslime im Osten Deutschlands etwa auch aufhören zu wohnen und Häuser zu bauen, nur weil es den Nazis der NPD nicht gefällt, dass Muslime in Sachsen siedeln? Man stelle sich mal vor, die deutsche Regierung würde einen Baustopp von Moscheen in Deutschland beschließen oder allen Muslimen das Häuserbauen verbieten. Ein solcher Beschluss würde einen berechtigten Widerstand auslösen. Einem palästinensischen Staat aber möchten viele genau dieses Recht gewähren. Juden sollen nicht bauen dürfen!

Was von den palästinensischen Organisationen gefordert wird, ist in vielen anderen Ländern schon Realität. In Ägypten, im Irak, im Libanon, in Syrien und in Jemen leben gerade mal 600 Juden. Die Länder Aden, Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen erklären sogar stolz, dass überhaupt keine Juden in ihrem Land leben. Vor 60 Jahren lebten in der Region noch 850.000 Juden. So gut wie alle wurden vertrieben! Ein Land gab es, das diese 850.000 Juden aufgenommen hat: Israel. Erst dort konnten die vertriebenen Juden in Frieden leben und siedeln.

Statt nun dafür zu kämpfen, dass Juden endlich auch wieder in Aden, Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen siedeln können, so wie sie in Deutschland oder den Vereinigten Staaten von Amerika siedeln können, soll nun noch ein weiteres Land das Recht erhalten, judenrein zu werden: ein zukünftiges Palästina.

Jetzt sieht es so aus, als würde der Unwille einiger Juden, ein judenreines Palästina als Forderung und Endziel zu akzeptieren, dazu führen, dass die Friedensverhandlung abgebrochen werden. Allerdings fürchte ich, dass die Schuld nicht jenen zugesprochen wird, die Juden verteiben möchten, sondern jene, die nicht bereit sind, die Vertreibung zu akzeptieren.

Sollte die palästinensische Seite die Friedensverhandlungen abbrechen, nur weil Juden wieder auf palästinensischem Gebiet siedeln, so wäre dies ein Skandal. Seit Beginn der Friedensverhandlungen werden Rakten und Angriffe auf Israel geflogen und dennoch bleibt Israel am Verhandlungstisch:

3.September: Steilfeuergeschütz abgeschossen aufs westliche Negev Gebiet. Es landet jedoch versehentlich auf palästinensischem Gebiet.

4. September: Qassam-Rakete explodiert im Negev Gebiet.

6. September: Steilfeuergeschütz abgeschossen aufs westliche Negev Gebiet.

7. September: Rakete aus dem Gazagebiet auf Sderot agbefeuert.

8. September: Steilfeuergeschütz abgefeuert aus dem Gazagebiet trifft Kindergarten in Sha’ar HaNegev Region.

12. September: Zwei Qassam-Raketen exlodieren im Negev Gebiet.

13. September: Zwei Raketen landen im westlichen Negev Gebiet.

14. September: Eine selbstgebaute Rakete aus dem Iran landet im südlichen Ashkelon.

15. September: Rakete explodiert in Ashkelon.

15. September: Drei Steilfeuergeschütze treffen das Eshkol Regional Council.

20. September: Eine Qassam Rakete landet im westlichen Negev Gebiet.

25. September: Qassam Rakete trifft Eshkol Regional Council.

Zudem hatte am 20. September die sogenannte gemäßigte palästinensische Autonomieregierung unter Abbas die Todesstrafe für alle Palästinenser bestätigt, die Land an Juden verkaufen, ganz gleich ob sie einen israelischen Pass besitzen oder nicht. Selbst für die gemäßigte Palästinenserorganisation gilt somit: Nur ein judenreines Palästina ist ein gutes Palästina. Dennoch bleibt Israel am Verhandlungstisch.

Wenn Israel somit am Verhandlungstisch bleibt, obwohl die palästinensische Seite nicht mit dem Morden aufhört, dann kann ich auch von der palästinensischen Seite verlangen, am Tisch zu bleiben, auch wenn Israelis Siedlungen bauen.

Israel, Respekt!

Tapfer im Nirgendwo


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Montag, 27 September 2010






Ja....Israel, Respekt!

"... es sei denn, das Gesetz fordert eine judenfreie Nation. So ein Gesetz muss selbstverständlich kein Mensch und erst recht kein Jude achten." Natürlich hat ein Staat das Recht judenfrei zu sein - wenn er untergehen will. "Man stelle sich mal vor, die deutsche Regierung würde einen Baustopp von Moscheen in Deutschland beschließen oder allen Muslimen das Häuserbauen verbieten. Ein solcher Beschluss würde einen berechtigten Widerstand auslösen." Nein, der Widerstand wäre nicht berechtigt. Ein Staat muss sich gegen die Landnahme einer räuberischen Ideologie zur Wehr setzen - wenn er überleben möchte. Jüdische und mohammedanische Besiedlung gleichzusetzen, ist einen Schwäche dieses Artikels. Und noch etwas: Wenn man von einem Nachbarland angegriffen wird, wie es Israel täglich erlebt, dann hat man gefälligst zurückzuschlagen und den Feind zu besiegen.