Rabbi Michael Boyden: "Palästina" wird judenrein*

Rabbi Michael Boyden:

"Palästina" wird judenrein*




Rammallah, Hebron und Bethlehem bald auch?

Am letzten Freitag, während einem Trip durch Ramallah, soll nach Medienberichten PA-Präsident Machmud Abbas erklärt haben: „Wir sind auf einen Frieden auf Basis internationaler Resolutionen, der Road Map und der 1967er Grenzen vorbereitet, aber wenn ein palästinensischer Staat errichtet wird, dann nur ohne jedwede israelische Präsenz.“

 

Die Behauptung, wonach Juden keinerlei historische Rechte dazu hätten, in Ost-Jerusalem oder auf der West Bank zu leben, ist natürlich nicht ganz ernst zu nehmen. In der Tat berichtete ein amerikanischer Missionar, der 1835 Hebron besuchte, dass zu dieser Zeit dort etwa 400 arabische und 120 jüdische Familien lebten. Nur ein Jahr später erlaubte der Vizekönig Ibrahim Pascha es der jüdischen Gemeinde von Jerusalem, die Hurva Synagoge im Jüdischen Viertel der Altstadt wieder aufzubauen; die Synagoge war ursprünglich im 18. Jahrhundert gegründet worden.

 

Statistiken, die zur Zeit des Britischen Mandats Palästina zusammengestellt wurden, zeigen, dass Juden im Jahr 1933 nicht weniger als 20,59% der Gesamtbevölkerung von Palästina stellten.

 

Es gibt deshalb keine historische Begründung dafür, dass ein zukünftiger palästinensischer Staat judenrein* (also ethnisch gesäubert) sein müsse; genau, wie es für den Staat Israel keinen Grund gäbe, um von den Arabern zu verlangen, dass sie ihre Koffer packen und abhauen sollen.

Während es Israel-Kritiker sehr schätzen, sich auf Israel als “Apartheid-Staat” zu beziehen, haben sie anscheinend wenig zu sagen, wenn arabische Staaten Juden nicht nur die Staatsbürgerschaft verweigern, sondern ihnen zudem nicht einmal erlauben, ihre Grenzen zu überqueren.

 

*A.d.Ü.: Deutsch im Original.

 

Übersetzung aus dem Englischen: Gerrit Liskow


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Montag, 27 Dezember 2010