Israel Lexikon - Leben in Israel (Folge 5): Kinder- und Jugendfürsorge in Israel

Israel Lexikon - Leben in Israel (Folge 5):

Kinder- und Jugendfürsorge in Israel




Abseits der einseitigen, oftmals verzerrenden und verfälschenden Berichterstattung über das Leben der Menschen in Israel, wollen wir mit der Rubrik "Leben in Israel" im "Israel Lexikon" von haOlam.de anhand von nachprüfbaren Fakten ein realistisches Bild über Israel zeigen. In loser Folge werden die einzelnen Beiträge aus der Rubrik "Leben in Israel" auch im Nachrichtenteil von haOlam.de veröffentlicht. Im heutigen 5. Teil geht es um Kinder- und Jugendfürsorge in Israel.

 

Das israelische Gesundheitsministerium unterhält ein landesweites öffentliches Netzwerk von 850 Mutter-Kind-Zentren. Diese Zentren sorgen für Präventivmedizin, Kind- und Säuglingsuntersuchungen, Erziehungs- und Beratung

 

sdienste sowie Einweisungen in sekundäre und tertiäre Zentren, falls eine Intervention notwendig ist. Darunter versteht man Gesundheitserziehungsprogramme, periodische Kontrollen der Säuglingsentwicklung und ein komplettes Impfprogramm. [1]

 

95 % aller Kinder und Säuglinge in Israel sind umfassend geimpft – mehr als in Westeuropa. Das umfassende Impfprogramm in Israel ist einer der Hauptgründe für die niedrige Mortalitätsrate der Neugeborenen – etwa 6.3 Promille [2]. Außerdem tragen die Mutter-Kind-Zentren sehr viel zur Früherkennung von mentalen und physischen Behinderung bei. [3]

 

Zum Vergleich, in der umgebenden arabischen Welt werden nur 80 % der Neugeborenen gegen Diphtherie und 83 % gegen Masern geimpft. Die Neugeborenen-Mortalitätsrate beträgt in arabischen Ländern durchschnittlich 50 0/00. [4]

 

Hochqualifizierte medizinische Betreuung wird den Kleinkindern und Jugendlichen durch spezielle Gesundheitsprogramme im ganzen Land zur Verfügung gestellt. Sie umfassen spezialisierte pädiatrische Krankenhäuser in den medizinischen Zentren Hadassah, Sheba-Tel-Hashomer und im Rambam-Spital [5] sowie auch in Anstalten, die spezifische Probleme behandeln, wie z. B. Beterem, dem nationalen Zentrum für die Gesundheit und Sicherheit des Kindes, dessen Aufgabe es ist, Risiken und Schäden der kindlichen Gesundheit zu minimieren. [6]

 

Hilfsangebote: Israel teilt seine Erfahrungen im Gebiet der Kinderheilkunde mit der arabischen Welt

 

Israel führt mehrere Gesundheitserhaltungsprogramme und unterhält einige Institutionen, die der palästinensischen Autonomie und anderen Teilen der arabischen Welt eine helfende Hand ausstrecken. Darunter sind zu nennen:

 

• Das Saving Children Programm des Peres-Friedenszentrums bringt seit 2003 palästinensische und israelische Kinderärzte für gemeinsame Treffen zusammen. [7] Dank dieser Einrichtung und der entsprechenden Veranstaltungen wurden Hunderte palästinensische Kinder kostenfrei von israelischen Pädiatern untersucht. Am Programm „Saving Children“ nehmen vier israelische Krankenhäuser teil. Das Hadassah University Hospital in Jerusalem; Chaim Sheba Medical Center in Tel Hashomer, in der Nähe von Tel Aviv; Rambam Hospital in Haifa; und das in Jerusalem befindliche Alyn Pediatric and Adolescent Rehabilitation Hospital.[8]

 

• Das Project CHERISH wurde von dem Gemeinschaftsprogramm der amerikanischen jüdischen “Joint”-Organisation für internationale Entwicklungshilfe mitgesponsert. Die Organisation entwickelt psycho-soziale Rehabilitationsprogramme, die sowohl palästinensischen als auch israelischen Kindern helfen sollen mit traumatischen Erlebnissen und traumabedingten Erkrankungen fertig zu werden. [9]

 

• Schneider Children’s Medical Center of Israel bietet allumfassende und hoch spezialisierte Betreuung für Kinder und Jugendliche, auch solche, die aus den palästinensischen Gebieten, Jordanien sowie anderen arabischen Ländern kommen, die nach wie vor im Kriegszustand mit Israel stehen. Behandelt werden auch Patienten aus Afrika, Asien und Europa. [10]

 

• Save a Child’s Heart (SACH) wurde im Jahr 1995 gegründet und hat bereits hunderten Kindern aus Entwicklungsländern in der ganzen Welt, ohne Rücksicht auf deren Rasse, ethnische Abstammung, Religion oder Geschlecht, mit Herzoperationen das Leben gerettet. Unter den operierten Patienten waren mehrere Kinder aus Jordanien, Äthiopien, Moldavien, Ruanda und aus den Gebieten der palästinensischen Autonomie. Die Eltern mussten dafür keinerlei Kosten übernehmen. [11]

 

• In Oktober 2007 und November 2008 fuhren israelische Ärzte im Auftrag von SACH in die jordanische Hauptstadt Amman, wo sie 40 Kinder aus dem Irak in der von ihnen besonders zu diesem Zweck eröffneten Ambulanz untersuchten, um ihre Eignung für eine Herzoperation festzustellen. Seit seiner Entstehung wurden im Rahmen von SACH dutzende irakische Kinder operiert. Alle Operationen wurden im Wolfson Medizinischen Zentrum in Holon durchgeführt. Die Kinder aus dem Irak und ihre Familienmitglieder leben im SACH-Kinderheim in Azur. [12] Insgesamt wurden in diesem Rahmen mehr als 2100 Kinder aus einer Vielzahl von Ländern behandelt. Fast die Hälfte davon waren arabische Kinder aus dem palästinensischen Autonomiegebiet und aus anderen Ländern, einschließlich Jordanien und Irak. [13]

 

• Das Hadassah Medical Center war 2005 zusammen mit einer französischen Gesellschaft Mitgründer der Organisation A Heart for Peace (Un Coeur Pour La Paix). In diesem Rahmen werden palästinensische Kinder behandelt, die wegen angeborener Herzfehler eine chirurgische Behandlung benötigen. Das Ziel der Organisation ist es, jährlich 50 Herzoperationen an Kindern durchzuführen. Bisher wurden bereits mehr als 100 gemacht. [14]

 

• Hadassah hat außerdem mehrere Programme gestiftet, die darauf abzielen, die Lebensbedingungen der Palästinenser durch spezielle Ausbildung für Ärzte und ärztliches Personal zu verbessern. Nach Absolvierung dieser Fachausbildungskurse sollten die palästinensischen Ärzte imstande sein, ihre eigenen Einheiten zu betätigen. Das Programm umfasst Ausbildungsseminare, Kurse, Workshops und Ausbildungsstellen in Gebieten wie Frühgeburtenbehandlung, Neonatologie, pädiatrische Chirurgie und pädiatrische Onkologie. [15]

 

Darüber hinaus ist Israel eines der fortgeschrittensten Länder der Welt in Bezug auf reproduktive Medizin, insbesondere hinsichtlich der Infertilitätsbehandlung. [16] Alle Frauen, egal ob christlicher, muslimischer oder jüdischer Religion, sind zu Reproduktionshilfe berechtigt. In Israel ist die welthöchste Rate der reproduktiven Hilfstechnologien (ART) zu verzeichnen und auch die höchste per capita Rate der Infertilitätsbehandlungen, einschließlich der extrakorporalen Befruchtung (IVF). [17]

 

Expertenkontakte (USA und Israel)

 

Vereinigte Staaten:

 

Jennifer Laszlo Mizrahi, Gründerin und Präsidentin von TIP

 

Tel.: 202-857-6644; 202-365-0787 (Mobil) (Washington, D.C.)

 

E-mail: jenniferm@theisraelproject.org

 

Website: www.theisraelproject.org

 

Nancy Falchuk, landesweite Präsidentin, Hadassah

 

Tel.: 212-355-7900 (New York)

 

E-mail: nfalchuk@hadassah.org

 

Website: www.hadassah.org

 

Helene Feldman, Vorstand, American Friends of Tel Hashomer

 

Tel.: 212-586-4034 (New York)

 

E-mail: helenefeldman123@earthlink.net

 

Kimberlee Fish, Geschäftsführerin, Schneider Children’s Medical Center of Israel

 

Tel.: 212-759-3370 (New York); +1-800-556-5427

 

E-mail: kfish@mdinyc.org

 

Website: http://www.mdinyc.org/2005/AboutUs/Mission/

 

Israel:

 

Randi Garber, Direktor, JDC-Middle East Program

 

E-mail: randig@jdc.org.il

 

Tel.: +972-2-295-2767

 

Webseiten: http://www.ashalim.org.il (Hebräisch); http://ashalim-en.pionetsv.co.il/ (Englisch)

 

http://www.ashalim.org.il (Hebräisch); http://ashalim-en.pionetsv.co.il/ (Englisch)

 

Gideon Paret, Direktor, The Edmond & Lily Safra Children´s Hospital

 

Tel.: 972-3-530-4430

 

E-mail: Gidi.Paret@sheba.health.gov.il

 

Website: http://eng.sheba.co.il/414/ (Englisch)

 

Mark Regev, Berater für Kontakte mit der Auslandspresse im Büro des Ministerpräsidenten,

 

Tel.: 972-2-670-5555 (Büro)

 

Website: http://www.pmo.gov.il/PMOEng (Englisch)

 

Dr. Danny Shanit, stellvertretender Generaldirektor und Leiter der Abteilung Medizin und Gesundheitswesen, The Peres Center for Peace

 

Tel.: 972-3-568-0680

 

E-mail: info@peres-center.org

 

Webseite: http://www.peres-center.org/SectionProject.asp?cc=01140201(Englisch)

 

Sprecherin, Israels Gesundheitsministerium

 

Tel.: 972-2-670-5705

 

E-mail: dover@moh.health.gov.il

 

Webseite: www.health.gov.il/english (Englisch)

 

Dr. Hanita Zimrin, Präsidentinmfassendemfassende, ELI: Israel Association for Child Protection

 

Tel.: 972-3-609-1930

 

E-mail: Zimrin@eli.org.il

 

Website: www.eliusa.org(Englisch)

 

Quellenverweise:

 

[1] “The Health Care System in Israel – An Historical Perspective,” Israel Ministry of Foreign Affairs Web site, June 26, 2002, http://www.israel.org/MFA/History/Modern%20History/Israel%20at%2050/The%20Health%20Care%20System%20in%20Israel-%20An%20Historical%20Pe

 

[2] Ibid.

 

[3] “Health: Health Services,” Israel Ministry of Foreign Affairs Web site, Oct. 1, 2006, http://www.israel.org/MFA/Facts+About+Israel/Health+-+Social+Services/HEALTH-+Health+Services.htm

 

[4] “Overview of Child Health in Arab Countries,” World Health Organization Regional Office for the Eastern Mediterranean, September 2001, http://www.emro.who.int/cah/pdf/childhealth-arabcountries.pdf

 

[5] “Pediatrics Ein Kerem,” Hadassah Medical Organization Web site, http://www.hadassah.org.il/English/Eng_SubNavBar/Departments/Medical+departments/Pediatric+Ein+Karem/, accessed April 4, 2008; “General Pediatric Departments,” The Chaim Sheba Medical Center at Tel Hashomer Web site, http://eng.sheba.co.il/415/, accessed April 4, 2008; “Meyer Children’s Hospital,” RAMBAN Health Care Campus Web site, http://www.rambam.org.il/Home+Page/Departments+and+Clinics/Meyer+Childrens+Hospital/default.htm, accessed April 4, 2008; “Health and Medicine,” Israel Ministry of Foreign Affairs Web site, http://www.mfa.gov.il/mfa/our%20bookmarks/, accessed April 4, 2008

 

[6] “Beterem - Description of Organization,” Beterem Web site, http://www.beterem.org/template/default.asp?maincat=12, accessed April 4, 2008

 

[7] “Saving Children,” The Peres Center for Peace Web site, http://www.peres-center.org/SectionProject.asp?cc=01140201, accessed April 10, 2008; Feldinger Gelfond, Lauren, “Israeli doctors treat Palestinian children in ’Saving Children’ project,” Israel21c.org, Sept. 12, 2004, http://www.israel21c.org/bin/en.jsp?enDisplay=view&enDispWhat=object&enZone=Democracy&enDispWho=Articles%5El776&enPage=BlankPage

 

[8] Feldinger Gelfond, Lauren, “Israeli doctors treat Palestinian children in ’Saving Children’ project,” Israel21c.org, Sept. 12, 2004, http://www.israel21c.org/bin/en.jsp?enDisplay=view&enDispWhat=object&enZone=Democracy&enDispWho=Articles%5El776&enPage=BlankPage

 

[9] “JDC Programs Worldwide for Children 2005,” The American Jewish Joint Distribution Committee Web site, http://www.jdc.org/media_res/childrenprograms2005.pdf, pg. 23, accessed April 4, 2008; “Project Profile,” Project CHERISH Web site, http://www.projectcherish.org/profile.php, accessed April 3, 2008

 

[10] “Introduction,” Schneider Children’s Medical Center of Israel Web site, http://www.schneider.org.il/Eng/Index.asp?CategoryID=76&ArticleID=23, accessed April 4, 2008

 

[11] “About Save a Child’s Heart: The Save A Child’s Heart Project,” Save a Child’s Heart Web site, http://www.saveachildsheart.com/about_sach/about.html, accessed April 4, 2008; “About Save a Child’s Heart: The Beginnings of SACH,” Save a Child’s Heart Web site, http://www.saveachildsheart.com/about_sach/history.html, accessed April 4, 2008; Halaby, Jamal,“Israeli Doctors Treat Iraqi Patients,“ Oct. 9, 2007, Associated Press via Save a Child‘s Heart Web site, http://www.saveachildsheart.com/press/The%20Associated%20Press_%20Israeli%20Doctors%20Treat%20Iraqi%20Patients.pdf

 

[12]Haaretz Service, “Two Iraqi children to arrive in Israel for open heart surgery,” Haaretz, Oct. 11, 2007, http://www.haaretz.com/hasen/spages/912005.html ; “Save a Child’s Heart Newsletter,” Save a Child’s Heart Web site, January 2009, accessed April 22, 2009, http://www.saveachildsheart.org/sip_storage/FILES/8/1328.pdf

 

[13] Halaby, Jamal, “Israeli Doctors Treat Iraqi Patients,“ Oct. 9, 2007, Associated Press via Save a Child’s Heart Web site, http://www.saveachildsheart.com/press/The%20Associated%20Press_%20Israeli%20Doctors%20Treat%20Iraqi%20Patients.pdf; “Save a Child’s Heart Newsletter,” Save a Child’s Heart Web site, March 2009, accessed April 22, 2009, http://www.saveachildsheart.org/sip_storage/FILES/5/1535.pdf

 

[14] “A Heart for Peace,” A Heart for Peace Web site, http://www.uncoeurpourlapaix.org/indexEng.htm, accessed April 22, 2009; “A heart for peace…and smiles for ever [sic],” A Heart for Peace Web site, http://www.uncoeurpourlapaix.org/AssociationEng.htm, accessed April 4, 2008; Kloosterman, Karin, “Peacemaking takes heart with Israeli-French organization,” Israel21c.org, Jan. 21, 2008, http://israel21c.org/bin/en.jsp?enScript=PrintVersion.jsp&enDispWho=Articles%5El1935

 

[15] “First at Hadassah...,” Hadassah International Web site, http://www.hadassahinternational.org/page.asp?id=22, accessed April 4, 2008; “Medilink-Training Palestinian Doctors in Israel,” The Peres Center for Peace Web site, http://www.peres-center.org/SectionProject.asp?cc=01140202, accessed April 4, 2008; “Health conditions in the occupied Palestinian territoriy, including east Jerusalem, and in the occupied Syrian Golan,” World Health Organization Web site, May 15, 2007, http://www.who.int/gb/ebwha/pdf_files/WHA60/A60_ID7-en.pdf; “Cooperation between Israel and the Palestinian Authority through MASHAV – October 1999,” Israel Ministry of Foreign Affairs Web site, Oct. 13, 1999, http://www.mfa.gov.il/MFA/Mashav+%E2%80%93+International+Development/Activities/Cooperation+between+Israel+and+the+Palestinian+Aut.htm; “The Hadassah Medical Organization,” Young Hadassah International Web site, http://www.younghadassah.org/romeconference2007/files/ENG_insert11.pdf, April 4, 2008; “The Jerusalem Netletter,” Hadassah Web site, Jan. 11, 2005, http://www.hadassah.org/news/content/pdfs/jerusalem_netletter/Jan05.pdf

 

[16] Kahn, Susan Martha, Reproducing Jews: A Cultural Account of Assisted Conception in Israel, Duke University Press, 2000

 

[17] Shalev, Carmel and Gooldin, Sigal, “The Uses and Misuses of In Vitro Fertilization in Israel: Some Sociological and Ethical Considerations,” Nashim: A Journal of Jewish Women’s Studies & Gender Issues via Indiana University Press, Fall 2006, http://inscribe.iupress.org/doi/abs/10.2979/NAS.2006.-.12.151?cookieSet=1&journalCode=nas

 

The Israel Project (TIP)

 

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Autor: haolam.de
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Montag, 03 Januar 2011