Diskussionsbeitrag: Anmerkungen zu Joseph Hanimanns Interview mit Stephan Hessel in der aktuellen FAZ

Diskussionsbeitrag:

Anmerkungen zu Joseph Hanimanns Interview mit Stephan Hessel in der aktuellen FAZ




In einem mutigen Artikel auf Spiegel Online brach Mathias Matuschek kürzlich das Schweigen über die eiserne Abwehrhaltung des FAZ Feuilletons gegen jedwede Kritik am Islam. Doch das Problem reicht weiter als nur die naiv kriecherische Haltung zum Islam und die aggressiven Angriffe auf demokratische Kritik: genau genommen muss man von einer pro arabischen Dominanz im Feuilleton der FAZ sprechen. Weit entfernt von ihrem pro-atlantischen, liberalen Ursprung entwickelt sich die FAZ seit Jahren immer mehr zu einem einseitig pro arabische Positionen vertretenden Interessenmagazin.

 

Symptomatisch für diese einseitige Parteinahme für die Feinde der freiheitlichen, westlichen Gesellschaftsordnung ist das "Interview" mit Stéphane Hessel, das im Feuilleton vom 20.02.2011 zu lesen ist.

 

Hier wird eigentlich kein Interview geführt. Das hätte vielleicht ein paar kritische Fragen oder Recherchearbeit verlangt. Es handelt sich mehr um eine blumig geschilderte Huldigung bei einem - wie die FAZ scheinbar findet, ganz großen Diplomaten, Kämpfer, Altmeister. Wer ist dieser Leuchtturm des Stils und der Weisheit, von dem die FAZ so schwärmt? Ein Hetzer gegen den Judenstaat. Weiter nichts.

 

Gleich zu Anfang schwärmt der Autor dem Leser, der über Hessel erfährt, er sei ein aus Deutschland übergesiedelter Jude vor, mit was für einem Gentleman er es zu tun hat. Einem nämlich, der sogar zu so alltäglichen Verrichtungen, wie dem Müll rausbringen, ein frisches Hemd mit Krawatte trägt:

 

„Wollen Sie auch zur Mülltonne?“, fragt der nette Herr im Hof des Pariser Haussmann-Gebäudes und hält höflich den Deckel auf. Nein, ich möchte Sie interviewen. Selbst zu solchen Alltagsverrichtungen trägt Stéphane Hessel weißes Hemd und Krawatte."

 

Nein, wir zitieren nicht die Frau mit Herz im Spiegel - es ist immernoch die FAZ.

 

Sodann wird gezeigt, was dieser echte Kämpfer für Popularität und Umsatz, dessen Empörungstraktat "Indignez-Vous" alle Verkaufserwartungen übertraf, für schreckliche Repressalien zu erdulden hatte:

 

"An der École Normale Supérieure sollte der Dreiundneunzigjährige an diesem Dienstagabend einen Vortrag halten über seine jüngste Reise nach Gaza. Die Saalerlaubnis wurde von der École kurzfristig zurückgezogen, auf Betreiben des Zentralrats der französischen Juden, wie dieser in seinem Amtsblatt zugibt."

 

Natürlich - eine jüdische Intrige steckte dahinter.

 

Hintergrund ist folgender: Hessel, der Israel als Tyrannenstaat bezeichnet, dem Land Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorwirft und dies deshalb mit so viel Erfolg tun kann, weil er selbst einst Holocaustüberlebender ist und ihm dies in der Phantasie seiner Anhänger eine Unangreifbarkeit verschafft, die sie selbst dem Staate Israel sonst vorwerfen schamlos auszunutzen, dieser Hetzer also hatte sich einer Boykottkampagne gegen Israel angeschlossen. Die Kampagne wurde von der französichen Justiz für rechtswidrig befunden. Nun lud sie Hessel, der gerade von einer Reise in die lupenreine Demokratie Hamastan zurückgekehrt war, in die ENS (Frankreichs Elite-Hochschule schlechthin) ein. Im Bewußtsein der Tatsache, daß eine seriöse Universität wie die ENS ihre Räume nie den Organisatoren eines rechtswidrigen, diskriminierenden Boykotts zur Verfügung stellen würde, hatte der Organisator von Hessels Auftritt die Räume unter falschem Vorwand angemietet. Der Beitrag der jüdischen Lobby beschränkte sich darauf, die ENS über den Betrug zu informieren...

 

Vollends ins Unerträgliche rutscht die FAZ ab, wenn sie seine haßerfüllten Worte gegen Israel kritiklos widergibt und ihm dann auch noch die Worte "Staatsterrorismus" in den Mund legt:

 

"Sosehr er die Gründung Israels stets begrüßt und die Gewalt auf arabischer Seite bis zum Sechstagekrieg abgelehnt habe, so sehr bedaure er, „dass sich der Staat Israel seither immer tiefer in einen militärischen und moralischen Überlegenheitswahn verrennt“. Den von der Hamas geduldeten Terrorismus bezeichnet Hessel in „Indignez-vous!“ als bedauerliche, schmerzbringende Sackgasse, die Bombardierung Gazas hingegen, in Übereinstimmung mit dem Bericht Richard Goldstones, als Kriegsverbrechen. Eine Form also von Staatsterrorismus? „So kann man es auch nennen.“

 

Aha...das heißt nach dem Sechstagekrieg war die Gewalt dann gerechtfertigt? Terrorismus ist bedauerlich, weil er nicht funktioniert, staatliche Abwehr hingegen Verbrechen und Staatsterorrismus?

 

Die FAZ sollte sich überlegen, ob sie ihr Feuilleton nicht einfach schliessen und die geneigte Leserschaft stattdessen nicht mit einer deutschen Übersetzung von Al Quds- Al Arabi beglücken sollte.

 

Cheerful Coyote

 

Link zum Thema:

 

Das Interview bei FAZ.net

 

Lesen Sie hierzu auch:

 


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Montag, 21 Februar 2011






<i>"....Die FAZ sollte sich überlegen, ob sie ihr Feuilleton nicht einfach schliessen und die geneigte Leserschaft stattdessen nicht mit einer deutschen Übersetzung von Al Quds- Al Arabi beglücken sollte. .."</i>

so ist es. knapp davor beifinden sie sich ja.

die begleitzeitung für flotillen-leader und interessierte. bitteres lol!



Amen

Ich habe mich auch wiederholt über die "neue" Haltung der FAZ geärgert.



Stéphane Hessel ist ein mutiger Streiter gegen den Terror der Globalisten. Und die FAZ entdeckt die Meinungsfreiheit jenseits eingetretener Pfade. Nur die üblichen Miesmacher können etwas dagegen haben.



Wer sind denn die üblichen Miesmacher?