Doppelmoral eines Scheinheiligen: Desmond Tutus heuchlerisches Passah

Doppelmoral eines Scheinheiligen:

Desmond Tutus heuchlerisches Passah




Der „Engel“ der Menschenrechtswelt geißelt die Juden – und geht über das Leid seiner schwarzen Brüder und Schwestern hinweg

 

Elihu D. Richter und Charles Jacobs, Times of Israel, 12.04.2012

Diese Woche feiern die Juden die Befreiung ihrer Vorfahren aus der Sklaverei – an einem Feiertag, der nach der Zeit benannt wurde, als der Todesengeln an den Haushalten der Juden vorüber ging*, um ihre ägyptischen Zuchtmeister zu schlagen, deren Armee dann später im Meer ertränkt wurde.

Vor ein paar Wochen plante Erzbischof Desmond Tutu – als Galionsfigur des Globalen Marsch auf Jerusalem – die Befreiung der Palästinenser und die Bestrafung ihrer jüdischen „Unterdrücker“. Der Globale Marsch prahlte damit er würde Hunderttausende, wenn nicht Millionen Araber, Muslime und westliche „Menschenrechts-Aktivisten“ zusammenbringen, um die Israeliten in ihrer Hauptstadt zu überwinden und sie für die Araber zu reklamieren. In der Vorstellung einiger der Marschierenden würde das mit Sicherheit ein Schritt hin sein, die grausamen Juden ins Meer zu werfen.

Doch die Millionen-Armee tauchte nie auf. Irgendwie ging sie verloren. Die Wüste Sinai, Ort der historischen jüdischen Desorientierung, sollte eine Route des Globalen Marsches sein. Hätten sie sie tatsächlich auf ihrem Weg zur Einforderung Jerusalems durchlaufen, wären sie buchstäblich die Sklaven dieser Generation vorüber gegangen. Afrikaner aus Eritrea und dem Sudan, die eine Zuflucht vor Krieg und Unterdrückung suchen, bezahlen heute arabische Führer, um sie nach Israel zu bringen. Sie enden oft als Diener ägyptischer Herren, die so grausam wie Pharao selbst sind.

Währen Sie dies lesen, berichten internationale Hilfsorganisationen, arabische Nachrichtenagenturen und israelische Menschenrechtsgruppen über die Gefangennahme, Folter, Erpressung, Vergewaltigung und Ermordung dieser afrikanischen Wandernden. Vier israelische Gruppen – Combat Genocide, Kav LaOved (Arbeiter-Hotline), Ärzte für Menschenrechte – Israel und das Jerusalem-Zentrum zur Verhinderung von Völkermord – haben moderne Flüchtlinge aus der Sklaverei im Sinai interviewt, die Zuflucht in Israel gefunden haben. Die von der Ärztegruppe gesammelten Aussagen der Opfer sind herzzerreißend.

„Ich habe 3.000 gezahlt, sollte aber mehr zahlen. Ich wurde von den Beduinen misshandelt und vergewaltigt.“

„Drei Männer entführten mich. … Alles Araber aus dem Sudan.“

„Ich wurde an einen Schieber verkauft … geschlagen, in Ketten gelegt und die Augen verbunden und die Schieber erlaubten uns nicht uns zu setzen, hinzulegen oder zu schlafen. Die Schieber zwangen uns Haschisch zu rauchen. Sie machten das nur mit den Mädchen.“

„Wir alle wurden geschlagen. Als meine Gruppe über die Grenze nach Israel ging, gab es an der Grenze Schüsse und die Ägypter fingen zwei Mädchen der Gruppe. Ich weiß nicht, was mit einer von ihnen geschah; sie verschwand. Die andere ging zurück nach Eritrea. Drei Mädchen der Gruppe sind immer noch bei den Schiebern. Ich hörte, dass sie wieder verkauft wurden. Nur zwei Mädchen meiner Gruppe schafften es nach Israel.“

Das Schicksal vieler von ihnen ist kein Geheimnis mehr : Israelische Menschenrechtsgruppen haben das Töten von Gefangenen und die Ernte und den Verkauf ihrer Körperteile dokumentiert. Aber das Menschenrechts-Establishment des Westens, die bei Erzählungen palästinensischen Leids schwärmen, hat davon nicht sonderlich Kenntnis genommen. Und an diesem Passah wurden diese schwarzen Sklaven von dem frommen Erzbischof und seiner Befreiungsarmee schlicht ignoriert.

Die andere Route zur Befreiung Jerusalems für die palästinensischen Araber sollte von Norden her führen. Dort, in Syrien, sind innerhalb von nur ein paar Monaten 10.000 Araber ermordet. Leider Gottes nicht von Juden. Also gingen die Global Marschierenden auch an ihnen vorüber.

Fakt ist : Die Zahl der Palästinenser, die in den israelisch-arabischen Konflikten im Verlauf der Jahrzehnte umkamen, beträgt total rund 16.000. (Israel hat in diesen Konflikten rund 23.000 Leben verloren.) Gestehen wir den Marschierern zu, dass jeder einzelne dieser arabischen Toten den Juden zugeschrieben werden kann. Doch Araber töten ein Vielfaches an Arabern und Schwarzafrikanern – sowohl Christen als auch Muslime.

Man glaubt, dass rund 25.000 Palästinenser im Krieg mit Jordanien im „Schwarzen September“ umkamen, rund 7.00 in den Bürgerkriegen im Libanon und rund 1.000 in Kämpfen gegen Syrien. Rund 10 bis 12 Millionen Muslime sind in Kriegen zwischen muslimischen Ländern und in Kriegen zwischen muslimischen Ländern und ihren nicht muslimischen Nachbarn getötet worden. Dieses Töten geht unvermindert weiter – und nicht wahrgenommen von einer Welt, die von jüdischem Verhalten besessen ist.

Araber und Muslime selbst haben weit mehr von Arabern und Muslimen zu befürchten. Tod durch die Hand von Juden ist die Anomalie. Dennoch findet Tutu sein Vergnügen daran, das zum Anliegen der Welt zu machen. Also, Erzbischof, liegt das am Töten? Oder sind es vielleicht die Juden, die dich so erregen?

So groß war die Sorge um die Palästinenser, dass der Globale Marsch in Durben mit einer symbolischen Teilnahme für diejenigen gespiegelt wurde, die nicht so weit reisen konnten. Sei wurde von der South African Relief Association organisiert. Scheik Waleed al-Saadi, einer der Organsatoren, wird so zitiert : „Das Volk Palästinas, unsere Brüder und Schwestern, werden jeden Tag getötet; ihre Häuser werden abgerissen; und sie werden von Siedlern vertrieben, die aus aller Welt kommen. Al-Quds [Jerusalem] gehört uns [den Palästinensern] und wird die Hauptstadt Palästinas sein. Bald wird Jerusalem von der zionistischen Besatzung befreit werden. … Wir werden nach Jerusalem marschieren … um Jerusalem zu öffnen, wie es Omar [der zweite Kalif] es tat und wie es Salahuddin al-Ayyudi getan hat.“

Wir in Bosten erinnern uns daran, dass, als Tutu hierher kam um gegen die „Unterdrückung“ der Araber durch die Juden zu protestieren, führten zwei ehemalige Sklaven aus dem Sudan unsere Gegenprotest an. Sie beschämten Tutu, indem sie nahe legten, dass die Araber sein Schweigen über arabische Versklavung von Schwarzen im Sudan erkauften, die bis heute weiter geht.

Waren es nicht seine Fürsorge und Liebe für schwarze Menschen in Südafrika, die dem Erzbischof den Applaus der Welt einbrachte? Wie dann erklärt werden, dass das – exponentiell schlimmere – Leid der Schwarzen Nordafrikas nicht seine Sorge gewinnt? Israel-Hass? Liebe zu den Arabern? Macht? Geld? Wie auch immer, an diesem Passahfest ging dieser „Engel“ der Menschenrechte einfach an seinen versklavten schwarzen Brüdern und Schwestern vorüber.

* Hier benutzt der Autor im Englischen ein Wortspiel; Pessah oder Passah heißt auf Englisch „passover“ und der Todesengel „passed over the households…“.

 

Übersetzung: Heplev


Autor: haolam.de
Bild Quelle:


Sonntag, 15 April 2012