Holocaust-Gedenken im Bundestag: Die Stunde der Heuchler

Holocaust-Gedenken im Bundestag:

Die Stunde der Heuchler


Gestern fand im Deutschen Bundestag anlässlich der viel zu späten Befreiung des KZ Auschwitz , des wohl entsetzlichsten Massenmordlagers der Nazis, vor der versammelten Politvertretung dieses mit seiner entseelten Einlass-Politik für gewalttätigen islamischen Judenhass gestraften Landes ein weiteres Gedenken zum Holocaust an 6 Millionen europäischen Juden statt.

Von Dr. Rafael Korenzecher

Der anrührende und ganz wunderbare Holocaust-Überlebende Saul Friedländer hatte sich nach Bedenken überreden lassen, die Versammlung der mehrheitlichen Gewohnheitsverurteiler des jüdischen Staates Israel unverdient mit seiner Gegenwart aufzuwerten und die Gedenkansprache zu halten.

Und fast alle waren sie vollständig erschienen -- die linken „Kauft nicht bei Juden“- BDS Junkies , die Israel und Jerusalem Delegitimierer , die Terror gegen Israel Finanzierer , die selbsterklärten Freunde von arabischen Judenmördern und selbst der beizeiten vor dem Totaluntergang der SPD mit dem für ihn zu großen deutschen Präsidentenamt versorgte Terror-Arafat-Huldiger , der Obama- und Kerry-Komplize und stolzer Mitarchitekt des Israel-Gefährdungs-Atomdeals mit dem Iran, F.W.Steinmeier .

Schließlich waren auch ihre gut Zwangsgebühr-finanzierten hauseigenen öffentlich-rechtlichen Werbemedien anwesend, die dafür eigens kurzzeitig die allgegenwärtig ausgestrahlte Dauerberieselung mit ihrem Israel-Dämonisierungs-Programm aussetzten , um schöne Promo-Aufnahmen zu machen von den betretenen Gesichtern unserer von Empathie für die guten, weil toten Juden ergriffene Politelite.

Am gleichen Tage im fernen Bukarest und während der Bundestagspräsident zu Hause iim Bundestag noch seiner Scham Ausdruck verlieh, dass unsere entseelte Politik es wieder geschafft hat, Juden zur Abwanderung aus Deutschland zu bewegen, zeigten sich Bundesaußenminister Heiko Maas bei einem EU-Außenministertreffen in Bukarest und mit ihm ganz sicher die gesamte GroKo-Regierung überaus erleichtert.

Herr Maas ist erleichtert und guter Dinge, weil die Gründung der Gesellschaft Instex gelungen ist. »Frankreich, Großbritannien und Deutschland haben mit der Registrierung von Instex jetzt einen wesentlichen Schritt dazu beigetragen, das Nuklearabkommen mit dem Iran zu erhalten«, sagte er.

Konkret wurde Instex nämlich nur deshalb gegründet, damit darüber zur expliziten Umgehung der US-Sanktionen der Zahlungsverkehr bei Iran-Geschäften auch dann abgewickelt werden kann, wenn sich private Banken wegen drohender US-Strafen dazu nicht mehr bereit erklären. Die US-Sanktionen gegen den Zahlungsverkehr mit dem Iran, also die Abwicklung und Verrechnung von Zahlungen, wären damit ausgehebelt.

Die USA waren im Mai 2018 aus dem Atomabkommen ausgestiegen weil der Iran ganz offensichtlich weiter an der Entwicklung von Atomwaffen arbeitet, mit denen die iranische Mullah-Bande der Frauenunterdrücker und Schwulenmörder mit deutscher und westeuropäischer Hilfe nun doch noch die beabsichtigte und selbst unverhohlen und öffentlich verkündete atomare Vernichtung des Staates Israel vorantreiben und einen neuen Holocaust am jüdischen Volk begehen kann.

Wie hatte Saul Friedländer als Überlebender des deutschen Genozids in seiner hervorragenden Ansprache vor dem Bundestag doch gleich noch gesagt:

>>>„Das Existenzrecht des Landes zu verteidigen ist, meiner Überzeugung nach, eine grundsätzliche moralische Verpflichtung. Dies muss in einer Zeit wieder betont werden, in der auf Seiten der extremen Rechten und auf Seiten der extremen Linken Israels Existenz in Frage gestellt wird und der Antisemitismus in seinem traditionellen wie in seinem neuen Gewand wieder unübersehbar zunimmt.
Der heutige Hass auf Juden ist ebenso irrational, wie er es immer schon war, und wie immer schon sind alte und neue Verschwörungstheorien in Umlauf, vor allem bei den Rechtsradikalen, während bei der antisemitischen Linken die politisch korrekte Art der Rechtfertigung ihres Hasses darin besteht, die israelische Politik obsessiv anzugreifen und dabei zugleich das Existenzrecht Israels in Frage zu stellen.“<<<

Stimmt, genau das hat er gesagt und wurde dafür medienwirksam vor dem Plenum unserer bundesdeutschen Politik beklatscht. Aber das war ja am Vormittag.

 

Dr. Rafael Korenzecher ist Herausgeber der Jüdischen Rundschau und Mitglied des Koordinierungsrates deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus.

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Autor: Dr. Rafael Korenzech
Bild Quelle: Ziko-C [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], from Wikimedia Commons


Freitag, 01 Februar 2019






"...die Versammlung der mehrheitlichen Gewohnheitsverurteiler des jüdischen Staates Israel.." schrieb Dr. Rafael Korenzecher richtiger Weise. Hat er sich nicht getraut explizit Namen zu nennen? Hätte er die AfD benannt, die von seiner Kritik ausgenommen ist, wäre es ein Meilenstein gewesen, den ungerechtfertigten "Knoblochbann" aufzuheben. Schade!




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