Angriff auf Erdogan-Kritiker Erk Acarer in Berlin

Angriff auf Erdogan-Kritiker Erk Acarer in Berlin


Der in Berlin im Exil lebende türkische Journalist Erk Acarer hat auf seinem Twitter-Account von einem Angriff am Mittwochabend berichtet.

Angriff auf Erdogan-Kritiker Erk Acarer in Berlin

Demnach sei er zu Hause mit Messern und Fäusten attackiert worden. Dazu habe er ein Bild von sich geteilt, dass ihn kurz nach dem Angriff zeigen soll. Die Polizei habe den Angriff bestätigt, aber keine weiteren Einzelheiten genannt.

„Ich kenne die Täter“, habe Acarer dazu in einem zweiten Post geschrieben. „Ich werde mich dem Faschismus nie ergeben.“Der 49-jährige Journalist lebe in seit 2017 in Deutschland im Exil. In der Türkei habe er unter anderem für Cumhuriyet, Sabah, Habertürk und Milliyet geschrieben. Aufgrund seiner kritischen Berichterstattung sei er jedoch immer wieder bedroht worden. Seine journalistische Arbeit habe er unter anderem bei der „taz“ fortgesetzt, wo er über die politischen Zustände in der Türkei berichte.

Der ebenfalls im deutschen Exil lebende türkische Journalist Can Dündar habe den Angriff als „direkte Botschaft“ des türkischen Staatschefs Recep Tayyip Erdogan gewertet, der damit deutlich machen wolle, dass die Türkei „einen regimekritischen Journalisten sogar in Berlin angreifen“ könne.


Autor: Redaktion
Bild Quelle: Screenshot twitter


Donnerstag, 08 Juli 2021

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