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Wo Friedrich der Große noch den Ton angibt: Das Wachbataillon der Bundeswehr

Wo Friedrich der Große noch den Ton angibt: Das Wachbataillon der Bundeswehr


Wenn das britische Königspaar an diesem Mittwochmittag (29.März 2023) seinen mehrtägigen Deutschlandbesuch in Berlin beginnt, spielt das Wachbataillon der Bundeswehr - wie üblich bei solchen Anlässen - die zeremonielle Hauptrolle.

Wo Friedrich der Große noch den Ton angibt: Das Wachbataillon der Bundeswehr
Bundesarchiv, B 145 Bild-F076309-0016 / Engelbert Reineke / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons

Von Wolfgang Will

Das aus Stabsmusikchor und Einheiten von Heer, Marine und Luftwaffe gebildete Elitebataillon berücksichtigt dabei bewusst  friederizianische Traditionen – ja: Friedrich der II, in die Geschichte „der Große“ eingegangen und im Volksmund als „der alte Fritz“ bekannt, gibt da bei der Bundeswehr noch immer in gewisser Weise den Ton an (Friedrich II. 1712 - 1786).

Bei den Soldaten des Wachbataillons handelt es sich um ausgebildete Infanteristen, die im Krisen- und Kriegsfall die Ministerien und deren Mitarbeiter sowie die Parlamentarier zu schützen haben. Bei ihren repräsentativen und protokollarischen Auftritten tragen sie weißes Koppelzeug und weiße Handschuhe.  Ihre Standardwaffe ist das Traditionsgewehr 98k. Das eignet sich besonders für die  präzisen Handgriffe, die von oft mehr als einhundert Soldaten im Sekundengleichklang erwartet werden. Die Gewehre des Wachbataillons sind schießuntauglich, können lediglich für laut knallende Platzpatronen verwendet werden – wie etwa bei feierlichen Begräbnissen. Zudem untersteht  dem Wachbataillon eine  Feldhaubitzenkompanie mit zehn M101-Geschützen des Kalibers 105mm  für besondere Salute.

 

 

Wolfgang Will arbeite jahrelang als Auslandskorrospodent für den Axel-Springer-Verlag und als Chefredakteur u.a. in New York




Autor: Wolfgang Will
Montag, 27 M&auml;rz 2023

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