Lichter der Hoffnung: Chanukka vor dem Brandenburger Tor unter dem Zeichen der Solidarität

Lichter der Hoffnung: Chanukka vor dem Brandenburger Tor unter dem Zeichen der Solidarität


Vor dem Brandenburger Tor wurde das fünfte Licht der Chanukkia entzündet, ein starkes Zeichen für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus in Berlin.

Lichter der Hoffnung: Chanukka vor dem Brandenburger Tor unter dem Zeichen der Solidarität
Screenshot Youtube

Mitten in Berlins historischer Kulisse, direkt vor dem Brandenburger Tor, erstrahlte am Sonntagabend das fünfte Licht der Chanukkia. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) entzündete das Licht gemeinsam mit Rabbiner Yehuda Teichtal und der 103-jährigen HolocaustShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen-Überlebenden Margot Friedländer. Die Zeremonie, organisiert von der Chabad-Gemeinde Berlin, verband das jüdische Lichterfest mit einem klaren Statement gegen AntisemitismusAntisemitismus: Judenhass in alten und neuen FormenAntisemitismus bezeichnet Judenhass und Feindschaft gegen Juden. Er reicht von Vorurteilen und Verschwörungserzählungen bis zu Ausgrenzung, Bedrohung und Gewalt.Mehr lesen und für die Bedeutung jüdischen Lebens in Deutschland.

Rabbiner Yehuda Teichtal fand bewegende Worte: „Vor 80 Jahren war dieser Platz das Zentrum der Dunkelheit. Heute ist er ein Ort für Licht und Toleranz.“ Dieser Kontrast unterstrich die Entwicklung von einem Ort des Schreckens hin zu einem Symbol der Vielfalt und Hoffnung. Bürgermeister Wegner ergänzte, dass Deutschland und insbesondere Berlin eine besondere Verantwortung tragen: „Die dunklen Zeiten der Naziherrschaft und des Antisemitismus dürfen niemals zurückkehren.“

Ein Versprechen gegen Antisemitismus

Wegner machte deutlich, dass seine Regierung antisemitischen Übergriffen konsequent entgegentreten werde – ob in der Öffentlichkeit oder an Bildungseinrichtungen. Besonders hob er die Ängste jüdischer Studierender an Berliner Universitäten hervor, die sich oft unsicher fühlen. Er betonte: „Jüdisches Leben gehört zur DNA Berlins.“

Das jüdische Lichterfest nahm in diesem Jahr auch eine politische Dimension an, als Wegner die Geiseln in Gaza7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen thematisierte: „Unsere Gebete sind bei ihnen. Bring them home.“ Es war ein Moment, der die enge Verbundenheit der Berliner mit den Ereignissen in IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen unterstrich.

Chanukkia: Ein Zeichen der Hoffnung und Widerstandskraft

Seit nunmehr 19 Jahren wird die große Chanukkia am Brandenburger Tor aufgebaut und erinnert nicht nur an die Bedeutung von Chanukka, sondern auch an die Widerstandskraft des jüdischen Volkes. Dieses Jahr wurden 50 Chanukkia-Leuchter an verschiedenen Orten Berlins aufgestellt – ein sichtbares Zeichen für jüdische Präsenz in der Hauptstadt.

Doch nicht überall wurde das Licht des Festes respektiert: Am Bayerischen Platz in Schöneberg wurde ein Leuchter umgestoßen, und in Dahlem beschmierten Unbekannte eine Chanukkia mit einem Hakenkreuz. Die Ermittlungen des Staatsschutzes laufen.

Diese Taten zeigen, dass die Mahnung, die von solchen Veranstaltungen wie jener vor dem Brandenburger Tor ausgeht, dringender denn je ist. Rabbiner Teichtal und Bürgermeister Wegner stellten gemeinsam klar: Das Licht von Chanukka wird stärker bleiben als jede Form des Hasses.




Autor: Redaktion
Montag, 30 Dezember 2024

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