Münchner Universität sagt Vortrag von umstrittener UN-Berichterstatterin Francesca Albanese abMünchner Universität sagt Vortrag von umstrittener UN-Berichterstatterin Francesca Albanese ab
Die Ludwig-Maximilians-Universität München verweigert der UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese eine Bühne. Die Italienerin ist für antisemitische Äußerungen und Hetze gegen Israel bekannt.

Screenshot Youtube UN
Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat eine geplante Veranstaltung mit der umstrittenen UN-Sonderberichterstatterin für die Palästinensergebiete, Francesca Albanese, abgesagt. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, begründete die Universität die Entscheidung damit, dass sie grundsätzlich keine Räumlichkeiten für allgemeinpolitische Veranstaltungen zur Verfügung stelle.
Albanese, die wiederholt durch israelfeindliche HetzeVolksverhetzung: Wenn Hass strafbar wirdVolksverhetzung ist eine Straftat nach § 130 StGB. Gemeint sind unter anderem Hassaufrufe, Gewaltforderungen oder menschenwürdeverletzende Hetze gegen nationale, religiöse, ethnische oder andere geschützte Gruppen.Mehr lesen und antisemitische Rhetorik auffiel, sollte ursprünglich am 16. Februar an der LMU auf Einladung der Gruppe „Decolonial Practices Group“ sprechen. Doch die Universitätsleitung verweigerte ihr eine Plattform und erklärte, dass das Event keine wissenschaftliche Konferenz sei.
Die „Decolonial Practices Group“, die an der LMU aktiv ist und sich selbst der „Entkolonialisierung“ verschrieben hat, nannte die Absage einen „Affront“. Auf Instagram erklärte die Gruppe, die Universität verhindere einen „dringend notwendigen akademischen Diskurs“ über IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen und die Palästinensergebiete.
Antisemitische Äußerungen und Hamas-Nähe
Albanese steht seit Jahren wegen antisemitischer Hetze und Relativierungen israelfeindlicher Gewalt unter Beschuss. Im Oktober 2023 setzte sie Israels Regierung mit dem Dritten Reich gleich und sprach von einer „gezielten Auslöschung“ der Palästinenser. Bereits 2014 behauptete sie, eine „jüdische Lobby“ kontrolliere die USA, um Kritik an Israel zu unterdrücken. Zudem zog sie Parallelen zwischen GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen und dem Warschauer Ghetto unter Nazi-Herrschaft.
Besonders perfide war ihre Reaktion auf das Massaker vom 7. Oktober7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen 2023, bei dem HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Terroristen über 1.200 Israelis ermordeten. Albanese bestritt, dass es sich dabei um den größten antisemitischen Gewaltakt seit dem HolocaustShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen handelte, und behauptete stattdessen, die Angriffe hätten sich lediglich gegen „die Besatzungsmacht“ Israel gerichtet. Mehrere Regierungen, darunter die USA und Frankreich, forderten daraufhin ihre Abberufung aus dem UN-Amt.
Albanese attackiert die Universität
Auf ihrem X-Konto reagierte Albanese empört auf die Absage: „Die Universität München hat meinen Vortrag abgesagt, eine Entscheidung, die sie hoffentlich noch einmal überdenken wird. Wenn nicht, freue ich mich darauf, Sie an anderer Stelle zu sehen, liebe deutsche Freunde.“
Obwohl die LMU sie nicht auftreten lässt, wird sie in München dennoch eine Bühne finden – auf einer alternativen „Friedenskonferenz“, die ihr voraussichtlich wenig kritische Fragen stellen wird.
Autor: Redaktion
Freitag, 07 Februar 2025