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Hörsaal an Berliner Freier Universität besetzt – Protest gegen Absage von Albanese-Vortrag

Hörsaal an Berliner Freier Universität besetzt – Protest gegen Absage von Albanese-Vortrag


Rund 40 Personen haben einen Hörsaal der Freien Universität Berlin besetzt. Anlass war die Entscheidung der Universität, eine umstrittene Veranstaltung mit Francesca Albanese nur digital stattfinden zu lassen.

Hörsaal an Berliner Freier Universität besetzt – Protest gegen Absage von Albanese-Vortrag
By Colin Smith, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=68010129

Am Mittwochvormittag haben rund 40 Personen einen Hörsaal der Freien Universität Berlin besetzt. Die Universität bestätigte den Vorfall und verständigte die Polizei.

Hintergrund der Besetzung war eine abgesagte Veranstaltung mit der UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese, die für ihre umstrittenen Äußerungen zum NahostkonfliktPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen bekannt ist. Sie war von Professoren der Universität eingeladen worden, um über die Lage in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen zu sprechen. Ihr Vortrag mit dem Titel „Conditions of life calculated to destroy: Legal and forensic perspectives on the ongoing Gaza genocide“ sollte ursprünglich auf dem Campus stattfinden.

Nach öffentlicher Kritik und Sicherheitsbedenken entschied die Universitätsleitung, dass die Veranstaltung nur digital stattfinden dürfe. Die Veranstalter lehnten dies zunächst ab, woraufhin der Vortrag schließlich in Kreuzberg außerhalb des Universitätsgeländes abgehalten wurde. Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität übertrug die Veranstaltung dennoch live.

Am Mittwochmorgen zogen dann etwa 40 Personen aus den Räumen des Studierendenausschusses in einen großen Hörsaal der Universität und besetzten diesen. Die Universitätsleitung erklärte laut Medienberichten, dass die Sicherheitslage vor Ort nicht mehr kontrollierbar sei. Man befinde sich in Verhandlungen mit den Besetzern.

Bereits am Dienstag hatte Francesca Albanese in den Redaktionsräumen der vom Verfassungsschutz beobachteten Tageszeitung „Junge Welt“ gesprochen und dort heftige Kritik an der deutschen Politik geübt.




Autor: Redaktion
Donnerstag, 20 Februar 2025

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