„Israel beseitigen“ – PFLP-nahe Kundgebung ruft offen zur Vernichtung auf und die Verharmlosung durch die Linke

„Israel beseitigen“ – PFLP-nahe Kundgebung ruft offen zur Vernichtung auf und die Verharmlosung durch die Linke


In Berlin riefen Redner einer PFLP-nahen Kundgebung offen zur „Beseitigung Israels“ auf. Unter ihnen ein Sprecher der Linkspartei Neukölln, der die Szene als „gewaltfrei“ beschrieb. Das JFDA-Video zeigt, was wirklich gesagt wurde.

„Israel beseitigen“ – PFLP-nahe Kundgebung ruft offen zur Vernichtung auf und die Verharmlosung durch die Linke
Screenshot X

Berlin, 8. November 2025. Auf einer Bühne am Hermannplatz schallt aus den Lautsprechern ein Satz, der kaum eindeutiger sein könnte: „Wir gehen auf die Straße, weil wir die Wahrheit über den Besatzungsstaat IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen sagen müssen – und weil wir die Besatzung beseitigen werden.“
Applaus brandet auf, Rufe nach „Widerstand“ folgen.

Die Kundgebung wurde vom „Palästinensischen Nationalkomitee“, einem Zusammenschluss PFLPPFLP: Marxistische Terrororganisation gegen IsraelDie PFLP ist eine 1967 gegründete marxistisch leninistische palästinensische Organisation. Sie lehnt Israel ab, setzt auf bewaffneten Kampf und wird von den USA und der EU als Terrororganisation geführt.Mehr lesen-naher Gruppen, organisiert. Was dort als „Kundgebung für Gerechtigkeit“ angekündigt war, entpuppte sich als Propagandaveranstaltung gegen den jüdischen Staat – getragen von Parolen, die im Ton an frühere Vernichtungsfantasien erinnern.

Mehrere Redner sind zu hören, die Israel als „Besatzungsstaat“ bezeichnen und „Widerstand“ als „legitim“ erklären. Ein Sprecher fordert unter Jubel die „Beseitigung Israels“ und erklärt, der „Widerstand“ sei nicht Terror, sondern „Reaktion“.

Besonders brisant: Einer der Redner, der sich selbst als Mitglied der Linkspartei Neukölln bezeichnete, behauptete, die Bewegung sei „gewaltfrei“. Zitat: „Vor allem ist unsere Bewegung gewaltfrei. Die Gewalt kommt vom israelischen Regime, das den Palästinensern die Luft nimmt.“
Während er sprach, trugen Teilnehmer Plakate mit Aufschriften wie „From the river to the seaFrom the river to the sea: Die Parole gegen Israels Existenz„From the river to the sea“ bezeichnet das Gebiet vom Jordan bis zum Mittelmeer. In antiisraelischen Kontexten wird die Parole häufig als Forderung nach einem Palästina anstelle Israels verstanden.Mehr lesen, Palestine will be freeFrom the river to the sea: Die Parole gegen Israels Existenz„From the river to the sea“ bezeichnet das Gebiet vom Jordan bis zum Mittelmeer. In antiisraelischen Kontexten wird die Parole häufig als Forderung nach einem Palästina anstelle Israels verstanden.Mehr lesen“ – eine Formel, die nicht für Frieden steht, sondern für die Auflösung Israels.

Im Publikum wehten PFLP-Fahnen, Symbole der marxistischen Terrororganisation, die in der EU seit 2002 verboten ist. Niemand griff ein. Weder die Veranstalter, noch die Polizei, die lediglich beobachtete, noch Vertreter der Parteien, die sich sonst gern antifaschistisch geben.

Der Satz „Israel beseitigen“ fiel mehrfach, auch in Verbindung mit dem Aufruf, „den Widerstand in ganz Palästina zu vereinen“. Ein Redner fantasierte gar davon, JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen werde „umbenannt“, wenn der „palästinensische Staat“ errichtet sei. Eine offene Ankündigung der Auslöschung des jüdischen Staates – auf deutschem Boden, in deutscher Sprache, unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit.

Währenddessen warb der Sprecher der Linkspartei weiter für Verständnis. „Wir wollen nur eine bessere Welt, ohne Gewalt“, sagte er. Dass der Satz unmittelbar auf Forderungen nach Israels Zerstörung folgte, schien ihn nicht zu stören.

Diese rhetorische Verdrehung – den Vernichtungswunsch als „Friedensaktivismus“ zu verkaufen – ist längst Teil der Strategie. Sie ermöglicht es extremistischen Gruppen, ihre Ideologie in den deutschen Diskurs einzuschleusen. Wo offen antisemitische Parolen fallen, wird inzwischen von „Kritik an Israels Politik“ gesprochen.

Doch wer Israel „beseitigen“ will, meint nicht die Regierung, sondern das Land – und damit seine Menschen. Es ist die alte Sprache des AntisemitismusAntisemitismus: Judenhass in alten und neuen FormenAntisemitismus bezeichnet Judenhass und Feindschaft gegen Juden. Er reicht von Vorurteilen und Verschwörungserzählungen bis zu Ausgrenzung, Bedrohung und Gewalt.Mehr lesen, neu verpackt als Empathie.

Die Veranstaltung fügt sich in eine lange Reihe von israelfeindlichen Aufmärschen, die seit Oktober 2023 regelmäßig in Berlin stattfinden. Mal als „Solidarität mit GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen“, mal als „Kundgebung gegen Kolonialismus“ getarnt, sind sie zum Sammelbecken für Islamisten, Autonome und linksradikale Gruppen geworden. Die Grenzen zwischen Antizionismus und Antisemitismus sind dabei nicht verschwommen – sie sind längst überschritten.

Dass ein Vertreter der Linkspartei diese Szene öffentlich als „gewaltfrei“ bezeichnet, zeigt, wie tief die Verharmlosung reicht. In der Rhetorik dieser Bewegung ist Israel Aggressor, HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen „Widerstand“, Terror „Reaktion“. Diese moralische Verkehrung vergiftet den Diskurs in Deutschland – und sie geschieht nicht am Rand, sondern mitten in Berlin.

Die Polizei leitete laut internen Angaben lediglich ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Lautstärkeüberschreitung ein. Kein Ermittlungsverfahren wegen VolksverhetzungVolksverhetzung: Wenn Hass strafbar wirdVolksverhetzung ist eine Straftat nach § 130 StGB. Gemeint sind unter anderem Hassaufrufe, Gewaltforderungen oder menschenwürdeverletzende Hetze gegen nationale, religiöse, ethnische oder andere geschützte Gruppen.Mehr lesen, kein Verfahren wegen Unterstützung einer Terrororganisation.

So entsteht Normalität: Wenn Antisemitismus zur Folklore wird, wenn das Wort „Israel“ in Sätzen vorkommt, in denen es eigentlich „Juden“ heißt – und wenn deutsche Politiker danebenstehen und sagen: „Das ist friedlich.“

Was am 8. November auf Berlins Straßen zu hören war, war kein Protest gegen eine Regierung. Es war ein Aufruf zur Vernichtung eines Staates – und damit zum Ende des jüdischen Lebens, das Deutschland nach 1945 zu schützen versprach.




Autor: Redaktion
Sonntag, 12 Oktober 2025

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