Anti-Hamas-Milizenführer Yasser Abu Shabab trifft Jared Kushner in Israel

Anti-Hamas-Milizenführer Yasser Abu Shabab trifft Jared Kushner in Israel


Das Treffen soll die künftige Rolle der „Popular Forces“ im Gazastreifen nach dem Rückzug der Hamas betreffen – und deutet auf eine Neuordnung der Machtverhältnisse hin.

Anti-Hamas-Milizenführer Yasser Abu Shabab trifft Jared Kushner in Israel
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Nach einem Bericht des saudischen Senders Al Hadath traf sich Yasser Abu Shabab, der Anführer der anti-HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Miliz „Popular Forces“, am Dienstag mit Jared Kushner, dem einflussreichen Berater von US-Präsident Donald Trump. Das Gespräch fand demnach auf einer amerikanischen Militärbasis südlich von IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen statt.

Nach Angaben von Quellen, die dem Treffen nahe stehen, ging es vor allem um die strategische Neuordnung in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen nach dem erwarteten Rückzug der Hamas im Rahmen der von den USA vermittelten Vereinbarungen. Abu Shababs Kräfte gelten als ein zentraler Faktor in der Übergangsphase, in der lokale Sicherheitsstrukturen neu aufgebaut werden sollen.

Die „Popular Forces“ – Gegner der Hamas

Yasser Abu Shabab führt seit mehreren Jahren eine lose verbundene Miliz aus ehemaligen Sicherheitsleuten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Stammeskämpfern und zivilen Aktivisten, die sich gegen die Herrschaft der Hamas gestellt haben. In israelischen und arabischen Sicherheitskreisen wird die Gruppe als potenzieller Stabilitätsfaktor gesehen – vorausgesetzt, sie bleibt unter internationaler Aufsicht.

Laut den Berichten stand im Mittelpunkt des Treffens die Frage, wie Abu Shababs Kräfte in Gebieten eingesetzt werden könnten, aus denen sich die Hamas zurückzieht. Diskutiert wurde auch, wie der sichere Abzug bewaffneter Hamas-Mitglieder aus dem Tunnelsystem von Rafah gewährleistet werden kann. Diese unterirdischen Anlagen bildeten jahrelang das Rückgrat der militärischen und logistischen Infrastruktur der Terrororganisation.

Zeichen wachsender US-Beteiligung

Das Treffen, das während der anhaltenden Waffenruhe in Gaza stattfand, gilt als Signal wachsender amerikanischer Einflussnahme auf die Gestaltung der Nachkriegsordnung im Gazastreifen. Jared Kushner, der seit Monaten als Sonderberater des Weißen Hauses die Umsetzung des Gaza-Abkommens koordiniert, arbeitet eng mit israelischen und arabischen Partnern zusammen, um lokale Sicherheitsstrukturen zu etablieren, die nicht unter Hamas-Kontrolle stehen.

Beobachter werten das Gespräch als seltene direkte Kontaktaufnahme zwischen einem regionalen Milizenführer und einem hochrangigen US-Vertreter – ein Schritt, der die neue amerikanische Strategie unterstreicht: lokale Akteure einbinden, um Stabilität zu schaffen, ohne eigene Truppen in die Region zu entsenden.

Mögliche Auswirkungen

In israelischen Sicherheitskreisen wird die Entwicklung aufmerksam verfolgt. Sollte Abu Shababs Miliz tatsächlich eine Rolle im künftigen Sicherheitsgefüge Gazas übernehmen, könnte dies die Kräfteverhältnisse grundlegend verändern. Israel dürfte eine solche Struktur nur akzeptieren, wenn sie keine Bedrohung für seine Südgrenze darstellt und international überwacht wird.

Das Treffen zwischen Kushner und Abu Shabab zeigt, wie komplex die Nachkriegsphase in Gaza wird: Zwischen den Interessen Israels, den regionalen Mächten und den Ambitionen lokaler Gruppen entsteht ein fragiles Gleichgewicht, dessen Erfolg oder Scheitern über die Stabilität der gesamten Region entscheiden könnte.




Autor: Redaktion
Mittwoch, 12 November 2025

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