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Angriff auf israelisches Konsulat in München: Jemenit versucht Gebäude zu stürmen

Angriff auf israelisches Konsulat in München: Jemenit versucht Gebäude zu stürmen


Ein Mann wirft Steine auf das israelische Konsulat in München und versucht, in das Gebäude einzudringen. Die Polizei greift ein, sperrt das Gebiet weiträumig ab und untersucht einen verdächtigen Rucksack.

Angriff auf israelisches Konsulat in München: Jemenit versucht Gebäude zu stürmen

Ein Mann aus dem Jemen hat am Samstag versucht, das israelische Generalkonsulat in München anzugreifen. Nach Angaben der Polizei warf der 24-Jährige Steine auf das Gebäude und versuchte anschließend, in das Konsulat einzudringen. Sicherheitskräfte konnten ihn jedoch unmittelbar festnehmen.

Der Vorfall ereignete sich am Vormittag gegen 11.20 Uhr. Polizeibeamte, die dauerhaft zum Schutz der diplomatischen Vertretung eingesetzt sind, bemerkten, dass ein Mann Gegenstände auf das Gebäude warf. Bei den Gegenständen handelte es sich später um Steine.

Kurz darauf versuchte der Mann offenbar, das Konsulat zu betreten. Dabei rief er laut „Allahu Akbar“. Die Beamten griffen sofort ein und nahmen den Angreifer direkt vor Ort fest.

Während des Vorfalls stellte der Mann außerdem einen Rucksack vor dem Gebäude ab. Da zunächst unklar war, was sich darin befand, gingen die Einsatzkräfte von einer möglichen Gefahrenlage aus.

Die Polizei sperrte daraufhin das Gebiet rund um den Karolinenplatz weiträumig ab. Sicherheitskräfte evakuierten Personen aus dem unmittelbaren Umfeld des Konsulats, um mögliche Risiken auszuschließen.

Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamts sowie ein Sprengstoffkommando wurden hinzugezogen, um den Rucksack zu untersuchen. Erst nachdem das Gelände vollständig gesichert worden war, begannen Experten mit der Analyse des verdächtigen Gegenstands.

Nach der Untersuchung stellte sich heraus, dass der Rucksack keine gefährlichen Materialien enthielt. Die Behörden gaben anschließend Entwarnung.

Während des Einsatzes kam es dennoch zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Leben rund um den Tatort. Der Straßenbahnverkehr in der Umgebung wurde vorübergehend eingestellt, bis die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen abschließen konnte.

Der Verdächtige wurde wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Polizeibeamte angezeigt. Aufgrund seines Verhaltens und der Einschätzung der Behörden, dass eine akute Gefahr für ihn selbst oder andere bestehen könnte, wurde er anschließend in ein Krankenhaus gebracht.

Der Vorfall reiht sich in eine Reihe von Sicherheitsvorfällen ein, die sich in Europa rund um israelische Einrichtungen ereignet haben. Diplomatische Vertretungen Israels stehen in vielen Ländern unter besonderem Schutz, insbesondere seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und den anschließenden militärischen Konflikten in der Region.

In Deutschland wurden die Sicherheitsmaßnahmen für jüdische Einrichtungen und israelische diplomatische Vertretungen in den vergangenen Monaten deutlich verstärkt. Polizeikräfte sind regelmäßig vor Synagogen, Schulen und Botschaften präsent.

Die Behörden prüfen nun, ob der Angriff in München politisch oder ideologisch motiviert war. Ermittler untersuchen außerdem, ob der Verdächtige allein gehandelt hat oder mögliche Verbindungen zu extremistischen Netzwerken bestehen.

Für die israelische Vertretung in München verlief der Vorfall letztlich ohne Verletzte. Dennoch zeigt das Ereignis erneut, wie angespannt die Sicherheitslage rund um israelische Einrichtungen in Europa weiterhin ist.




Autor: Redaktion
Bild Quelle: Symbolbild
Sonntag, 08 März 2026

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