Projekt-Unterstützung
20 Unterstützer für den Sommerbetrieb gesucht
haOlam.de wird privat getragen. Damit Redaktion, Technik und laufende Arbeiten auch in den Sommermonaten verlässlich weitergehen können, bitten wir Leserinnen und Leser jetzt um konkrete Hilfe.
Jeder Beitrag hilft, die nächsten Wochen abzusichern. Auch größere Beiträge sind willkommen.
Höckes Angriff auf die Parteiendemokratie verdient Aufmerksamkeit

Höckes Angriff auf die Parteiendemokratie verdient Aufmerksamkeit


Die Jüdische Allgemeine ordnet Höckes jüngste Aussagen scharf ein. Der Text zeigt, weshalb seine Worte zur Parteiendemokratie nicht verharmlost werden sollten.

Höckes Angriff auf die Parteiendemokratie verdient Aufmerksamkeit
Bildnachweis: Symbolbild

Die Jüdische Allgemeine hat einen lesenswerten Meinungsbeitrag über Björn Höcke veröffentlicht. Der Text befasst sich mit Aussagen des Thüringer AfD-Politikers zur Parteiendemokratie, zum Extremismusbegriff und zur Rolle der Parteien im Staat.

Besonders schwer wiegt dabei ein Satz, den die Jüdische Allgemeine aus einer Rede Höckes in Dortmund zitiert: „Dieser Staat muss von den Parteien weitestgehend befreit werden.“ Zuvor habe Höcke die AfD als „letzte revolutionäre Chance“ bezeichnet. Auch im Bundestag wurden diese Äußerungen inzwischen aufgegriffen.

Gerade deshalb sollte man solche Aussagen nicht als gewöhnliche Oppositionsrhetorik abtun. Parteien sind in der Bundesrepublik nicht bloß ein politischer Betriebsunfall oder ein störender Machtapparat. Artikel 21 des Grundgesetzes weist ihnen ausdrücklich eine Rolle bei der politischen Willensbildung des Volkes zu. Wer den Staat weitestgehend von Parteien befreien will, stellt damit zumindest ein zentrales Element der deutschen Parteiendemokratie infrage.

Der Beitrag der Jüdischen Allgemeinen ist auch deshalb lesenswert, weil er Höckes Aussagen nicht isoliert betrachtet. Er stellt sie in den Zusammenhang aktueller Vorstöße, die Unvereinbarkeitsliste der AfD zu verändern und den Extremismusbegriff enger zu fassen. Nach Medienberichten soll diese Neufassung dazu führen, dass nur noch Organisationen erfasst werden, die offen auf die Abschaffung der parlamentarischen Demokratie und die Errichtung einer Diktatur hinarbeiten und dies aktiv kämpferisch oder militant verfolgen.

Man muss diese Entwicklung nicht dramatisieren, um sie ernst zu nehmen. Höckes Worte sind öffentlich gefallen, sie sind politisch gemeint und sie verdienen eine klare demokratische Antwort. Wer verstehen möchte, weshalb die Debatte um die AfD längst nicht mehr nur eine Debatte über Protest, Migration oder Regierungsunzufriedenheit ist, sollte diesen Beitrag lesen.

Zum Beitrag:
https://www.juedische-allgemeine.de/meinung/wie-hoecke-die-afd-zur-abrissbirne-der-demokratie-machen-will/

Thematische Einordnung



Autor:
Sonntag, 21 Juni 2026

haOlam unterstützen

haOlam ist auf die Unterstützung seiner Leserinnen und Leser angewiesen. Jeder Beitrag hilft, unabhängige Berichterstattung weiterzuführen.

Sie benötigen nicht zwingend ein PayPal-Konto. Im nächsten Schritt kann je nach PayPal-Anzeige auch eine Zahlung per Karte angeboten werden.

Sie möchten unsere Arbeit unterstützen, nutzen aber kein PayPal? Schreiben Sie uns kurz, wir melden uns mit den passenden Möglichkeiten.

empfohlene Artikel
Newsletter


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage