„Schon mal von Dresden gehört?“ – US-Botschafter Huckabee stellt den britischen Premier bloß„Schon mal von Dresden gehört?“ – US-Botschafter Huckabee stellt den britischen Premier bloß
Mike Huckabee, US-Botschafter in Israel, hat den britischen Premierminister Keir Starmer scharf angegriffen – und dabei auf eine historische Parallele verwiesen, die in London kaum jemand gerne hört. Es geht um Gaza, um Heuchelei und um die Frage, wer hier wem moralische Lektionen erteilen darf.

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Israels neue Pläne für eine dauerhafte militärische Präsenz im GazastreifenPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen stoßen in europäischen Hauptstädten auf lautstarken Widerspruch. Starmer erklärte am Freitag, die Ausweitung der Operationen werde „nichts dazu beitragen, diesen Konflikt zu beenden“, sondern nur „zu mehr Blutvergießen auf beiden Seiten“ führen. Stattdessen brauche es einen sofortigen Waffenstillstand, mehr humanitäre Hilfe, die Freilassung aller von der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen entführten Geiseln – und eine „verhandelte Lösung“.
Huckabee reagierte empört – und ohne diplomatische Watte. „Also soll IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen kapitulieren und die Hamas auch noch füttern, während israelische Geiseln ausgehungert werden? Hat das Vereinigte Königreich den Nazis Essen geschickt? Schon mal von Dresden gehört, Premier Starmer? Damals haben Sie keine Lebensmittelpakete abgeworfen. Wenn Sie damals Premier gewesen wären, spräche das Vereinigte Königreich heute Deutsch!“
Der Botschafter spielte damit auf die verheerenden Luftangriffe der USA und Großbritanniens auf Dresden im Februar 1945 an, bei denen fast sieben Kilometer der Stadt in Schutt und Asche gelegt wurden und mindestens 25.000 Menschen starben. Für Huckabee ist der historische Vergleich eindeutig: Wer im Krieg gegen eine verbrecherische Ideologie steht, kann sich nicht durch wohlklingende Appelle und moralische Selbsterhöhung retten – erst recht nicht, wenn Geiseln in den Händen einer Terrororganisation sind.
Doch Huckabee beließ es nicht bei der Geschichtsstunde. Er stellte Starmer öffentlich die Frage, wie viel Lebensmittel Großbritannien tatsächlich nach Gaza geliefert habe. „Premier Netanyahu hat bereits zwei Millionen Tonnen in den Gazastreifen gebracht – und nichts davon erreicht die Geiseln. Vielleicht sollte sich der britische Premier hier besser heraushalten und dem Arabischen Bund folgen, der die Hamas aufgefordert hat, sofort alle Geiseln freizulassen und ihre Waffen niederzulegen.“
Huckabees Ausbruch kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich die diplomatische Front gegen Israel zu verhärten scheint. Neben London haben auch andere europäische Staaten Israels Pläne kritisiert – allen voran Deutschland. Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, alle Waffenlieferungen an Israel vorerst zu stoppen. In der israelischen Regierung gilt das als gefährliches Signal: Wer JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen in einer entscheidenden Phase fallen lässt, stärkt damit nicht den Frieden, sondern jene, die jede Friedensregel ablehnen.
Der Kern des Streits ist uralt: Darf ein demokratischer Staat, der von Terror angegriffen wird, militärische Mittel auch dann einsetzen, wenn die Bilder davon im Ausland Empörung hervorrufen? Für Huckabee ist die Antwort klar – und die Erinnerung an Dresden soll deutlich machen, dass westliche Demokratien in ihrer Geschichte ebenfalls Entscheidungen getroffen haben, die weit jenseits von „humanitärer Neutralität“ lagen.
Während in Europa und Teilen der arabischen Welt Debatten über Israels Vorgehen toben, bleibt für die Menschen in Israel die Realität brutal einfach: Die Hamas hält noch immer Geiseln fest, nutzt Hilfsgüter für ihre eigenen Kämpfer und lehnt jede ernsthafte Friedenslösung ab. Wer in dieser Lage auf sofortigen Waffenstillstand drängt, ohne gleichzeitig die vollständige Entwaffnung der Hamas zu fordern, mag moralisch klingen – faktisch ist es eine Einladung an die Terroristen, weiterzumachen.
Autor: Redaktion
Samstag, 09 August 2025