Ein Abend in Wembley: Wenn Kultur zur Bühne des Israelhasses wirdEin Abend in Wembley: Wenn Kultur zur Bühne des Israelhasses wird
Unter dem Titel „Together for Palestine“ wurde die Wembley Arena in London zum Schauplatz eines Großereignisses, das vorgab, ein Konzert für Menschlichkeit zu sein – und doch zur politischen Anklage gegen Israel verkommen ist. Kein Wort zu den Geiseln der Hamas, keine Erinnerung an das Massaker vom 7. Oktober. Stattdessen: Künstler, Schauspieler und Aktivisten, die mit Pathos den Terror relativieren.

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Die Liste der Teilnehmer liest sich wie ein „Who’s who“ der britischen Kulturszene: Damon Albarn, James Blake, Paloma Faith, Benedict Cumberbatch, Florence Pugh und sogar Hollywood-Schauspieler Richard Gere. Gemeinsam mit palästinensischen Künstlern stellten sie sich auf die Bühne, erklärten ihre Solidarität mit GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen – und blendeten systematisch die Realität aus, die diesen Krieg ausgelöst hat.
Einseitige Empathie
Es ist bezeichnend, dass die Veranstaltung mit einem Video begann, in dem Popstars wie Billie Eilish und Joaquin Phoenix IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen offen die Schuld für den Krieg zuschoben. Die Rhetorik war klar: Gaza als Opfer, Israel als Täter. Dass am 7. Oktober 20237. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen über 1.200 Menschen in Israel ermordet und mehr als 250 verschleppt wurden, fand keinerlei Erwähnung.
Auch Florence Pugh, die mit eindringlichen Worten „Schweigen als Schuld“ bezeichnete, vergaß, dass dieses Schweigen ebenso gegenüber israelischen Opfern gilt. Empathie, die nur selektiv gilt, ist keine Empathie – es ist Parteinahme.
Der Auftritt eines Holocaust-Überlebenden
Besonders verstörend war der Auftritt des 87-jährigen HolocaustShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen-Überlebenden Stephen Kapos. In einer Kufiya gehüllt, erklärte er, sein Schicksal sei eins mit dem der Palästinenser. Dass die HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen den Völkermord am jüdischen Volk offen als Ziel ausruft, dass in ihren Charta die Vernichtung Israels steht – all das blieb unerwähnt. Die Instrumentalisierung der ShoahShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen zur Delegitimierung des jüdischen Staates ist eine der perfidesten Formen des AntisemitismusAntisemitismus: Judenhass in alten und neuen FormenAntisemitismus bezeichnet Judenhass und Feindschaft gegen Juden. Er reicht von Vorurteilen und Verschwörungserzählungen bis zu Ausgrenzung, Bedrohung und Gewalt.Mehr lesen.
Richard Gere und die Romantisierung des Terrors
Hollywood-Schauspieler Richard Gere versuchte, das Event in eine Tradition großer Protestbewegungen zu stellen – von Nelson Mandela bis zu heutigen Kämpfen. Seine Worte klangen nach Liebe und Solidarität, doch der Subtext war klar: Israel ist das Hindernis für Frieden. Gere sprach davon, dass nur US-Präsident Donald Trump in der Lage sei, den Krieg zu beenden – eine bizarre Wendung, die im Publikum auf Buhrufe stieß.
75 Jahre „Albtraum“ – eine Umdeutung der Geschichte
Der palästinensische Rapper Saint Levant erklärte, der „Albtraum“ habe nicht am 7. Oktober begonnen, sondern dauere „seit 75 Jahren“ an. Gemeint ist: seit der Staatsgründung Israels. Hier wird offen die Existenz des jüdischen Staates als Katastrophe bezeichnet – eine Haltung, die von der Bühne unkommentiert blieb und vom Publikum gefeiert wurde.
„From the river to the sea“
Spätestens als die altbekannte Parole „From the river to the seaFrom the river to the sea: Die Parole gegen Israels Existenz„From the river to the sea“ bezeichnet das Gebiet vom Jordan bis zum Mittelmeer. In antiisraelischen Kontexten wird die Parole häufig als Forderung nach einem Palästina anstelle Israels verstanden.Mehr lesen“ ertönte, wurde klar, dass es hier nicht um Frieden, nicht um Menschlichkeit, nicht um Kompromiss ging. Diese Worte stehen für nichts anderes als die Auslöschung Israels – ein Wunsch, den die Hamas mit Gewalt verfolgt. Wer ihn in Wembley skandiert, macht sich zum Lautsprecher eines Terrorprogramms.
Schweigen über die Geiseln
Keiner der Künstler, kein Sprecher, kein Aktivist erwähnte die 48 Menschen, die bis heute von der Hamas in Gaza festgehalten werden. Familien, die seit Monaten zwischen Hoffnung und Verzweiflung leben, wurden ausgelöscht aus diesem Narrativ. Dieses Schweigen spricht Bände – und zeigt, wie entmenschlicht israelisches Leid in großen Teilen der westlichen Kulturszene geworden ist.
Der Abend in Wembley war kein Konzert für Frieden. Er war ein Symptom einer Kultur, die unter dem Deckmantel von Humanität Israels ExistenzrechtExistenzrecht Israels: Das Recht des jüdischen Staates auf SicherheitDas Existenzrecht Israels bezeichnet das Recht des jüdischen Staates, als souveräner Staat sicher und anerkannt zu bestehen. Wer Israel dieses Recht abspricht, kritisiert nicht nur eine Regierung, sondern stellt jüdische Selbstbestimmung grundsätzlich infrage.Mehr lesen infrage stellt. Musik und Kunst können Brücken bauen – doch hier wurden sie missbraucht, um Hass zu normalisieren. Wer wirklich für Frieden einsteht, darf nicht schweigen zu Terror, Geiselnahme und dem erklärten Ziel der Hamas, Juden zu töten.
Autor: Redaktion
Donnerstag, 18 September 2025