Londoner Gericht kippt Terroranklage gegen irischen Rapper

Londoner Gericht kippt Terroranklage gegen irischen Rapper


Ein Rapper schwenkt in London die Fahne der Terrororganisation Hisbollah – und kommt wegen eines Formfehlers davon. Was für die Fans ein Triumph ist, zeigt in Wahrheit Europas fatale Nachsicht gegenüber Terror-Sympathisanten.

Londoner Gericht kippt Terroranklage gegen irischen Rapper
By Raph_PH - https://www.flickr.com/photos/69880995@N04/54549154400/, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=173174272

Es ist ein Urteil, das einem Schlag ins Gesicht der Opfer von Terror gleicht. Der irische Rapper Mo Chara, Mitglied der Hip-Hop-Band „Kneecap“, hatte bei einem Konzert in London im November die Flagge der HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen geschwenkt – eines vom Vereinigten Königreich offiziell als Terrororganisation eingestuften Arms des Iran. In einem Land, das selbst Anschläge islamistischer Netzwerke erlebt hat, sollte so ein Vorfall juristisch glasklar sein. Doch der Richter erklärte die Anklage wegen eines „Formfehlers“ für nichtig. Ein bürokratisches Detail wurde über den klaren Akt der Unterstützung von Terror gestellt.

Applaus für den Terror – Jubel für Schande

Im Gerichtssaal brandete Beifall auf, als das Verfahren eingestellt wurde. Unterstützer feierten den Freispruch, Politiker der Sinn Féin instrumentalisierten ihn sofort für ihre antiisraelische Agenda. Michelle O’Neill, Regierungschefin in Nordirland, sprach von einem „Versuch, Kritiker des israelischen Genozids mundtot zu machen“. Dass die Hisbollah eine antisemitische Terrororganisation ist, die Massaker an Juden und Israelis fordert und finanziert, ließ sie unerwähnt.

Die Botschaft, die bleibt: Wer Terroristen zujubelt, kann auf Schutz durch die Justiz und offene Unterstützung durch Teile der Politik hoffen.

„Kneecap“ – Popkultur im Dienst der Hetze

Die Band „Kneecap“ ist längst keine harmlose Hip-Hop-Formation mehr, sondern ein Sprachrohr von Hass und Extremismus. Ob in Kalifornien mit Projektionen wie „Fuck IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen“ oder in Glastonbury, wo trotz öffentlicher Kritik des britischen Premiers Keir Starmer ihre Auftritte stattfinden konnten – sie nutzen die große Bühne, um antiisraelische PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen zu verbreiten.

Ungarn zog die Konsequenz und verbot der Band die Einreise wegen antisemitischer HassredeVolksverhetzung: Wenn Hass strafbar wirdVolksverhetzung ist eine Straftat nach § 130 StGB. Gemeint sind unter anderem Hassaufrufe, Gewaltforderungen oder menschenwürdeverletzende Hetze gegen nationale, religiöse, ethnische oder andere geschützte Gruppen.Mehr lesen. In Großbritannien hingegen sieht man die Terrorromantik durchgehen – mit dem Hinweis auf einen Formfehler.

Europäische Blindheit gegenüber Terror-Symbolik

Dieser Fall steht exemplarisch für eine Entwicklung, die jüdische Gemeinden in Europa mit wachsender Sorge verfolgen: Terror-Symbole und antisemitische Parolen sind längst wieder Teil des öffentlichen Raums – geschützt durch eine Mischung aus politischer Feigheit, juristischer Nachlässigkeit und ideologischer Blindheit.

Hisbollah und HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen – beides Terrororganisationen, die Zivilisten ermorden, Kinder zu Märtyrern erziehen und den Staat Israel auslöschen wollen – werden auf europäischen Bühnen von Künstlern gefeiert, als wären sie legitime Freiheitsbewegungen. Dass dies nicht nur die Opfer verhöhnt, sondern auch radikalen Netzwerken moralische Rückendeckung gibt, scheint viele Verantwortliche nicht zu stören.

Das Urteil in London ist mehr als ein Justizskandal. Es ist ein Signal an Extremisten in ganz Europa: Wer seine Hetze laut genug als „Kunst“ oder „Meinungsfreiheit“ verkauft, hat wenig zu befürchten. Für die Opfer von Terror, für die jüdischen Gemeinden und für den Rechtsstaat selbst ist es dagegen ein weiterer Schritt in die falsche Richtung – hinein in eine Gesellschaft, die Terrorromantik duldet und damit ihren eigenen Feinden die Tür öffnet.




Autor: Redaktion
Freitag, 26 September 2025

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