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Großbritannien verurteilt drei Männer wegen geplanten Massenmords an Juden zu langen Haftstrafen

Großbritannien verurteilt drei Männer wegen geplanten Massenmords an Juden zu langen Haftstrafen


Ein vereitelter Anschlag auf die jüdische Gemeinschaft hätte nach Einschätzung der Polizei zu den schwersten Terrorakten auf britischem Boden zählen können. Ein Undercover-Ermittler verhinderte die Tat in letzter Minute.

Großbritannien verurteilt drei Männer wegen geplanten Massenmords an Juden zu langen Haftstrafen

Ein britisches Gericht hat drei Männer wegen Beteiligung an einem islamistisch motivierten Terrorplan zu langen Haftstrafen verurteilt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der geplante Anschlag auf jüdische Einrichtungen und Personen in England hunderte Opfer hätte fordern können.

Nach Angaben der Greater Manchester Police waren Walid Saadaoui, sein Bruder Bilel Saadaoui und Amar Hussein in unterschiedlichem Umfang in die Vorbereitung eines islamistisch inspirierten Angriffs verwickelt. Die Sicherheitsbehörden stuften das Vorhaben als eines der potenziell tödlichsten Attentate in der jüngeren britischen Geschichte ein.

Walid Saadaoui und Amar Hussein wurden am Preston Crown Court wegen Vorbereitung terroristischer Handlungen schuldig gesprochen. Saadaoui erhielt eine Mindesthaftstrafe von 37 Jahren, Hussein eine von 26 Jahren. Bilel Saadaoui wurde wegen Nichtanzeige geplanter Terrorakte zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Waffenarsenal sichergestellt

Laut Polizei plante Walid Saadaoui, mehrere Sturmgewehre vom Typ AK-47, Handfeuerwaffen sowie umfangreiche Munition zu beschaffen. Bei seiner Festnahme wurden zwei Sturmgewehre, eine halbautomatische Pistole und nahezu 200 Schuss Munition sichergestellt. Der Zugriff erfolgte im Mai 2024 im Rahmen einer groß angelegten Anti-Terror-Operation mit über 200 Einsatzkräften.

Die Ermittlungen begannen, nachdem Saadaoui über zahlreiche Social-Media-Konten islamistische Propaganda verbreitet hatte. Über verschlüsselte Online-Kommunikation nahm er Kontakt zu einer Person auf, die er für einen Gleichgesinnten hielt. Tatsächlich handelte es sich um einen verdeckten Ermittler, der maßgeblich zur Aufdeckung des Plans beitrug.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wollte Saadaoui gezielt jüdische Einrichtungen ins Visier nehmen. Er führte Erkundungen in Upper Broughton im Raum Salford durch, einer Gegend mit signifikanter jüdischer Bevölkerung. Zudem erkundigte er sich nach möglichen Schmuggelwegen für Waffen über britische Häfen.

Antisemitischer Terror bleibt reale Bedrohung

Die Verurteilungen erfolgen vor dem Hintergrund erhöhter Sicherheitsvorkehrungen rund um jüdische Einrichtungen im Vereinigten Königreich. In den vergangenen Jahren haben Sicherheitsbehörden wiederholt vor einer anhaltenden Bedrohung durch islamistischen Extremismus gewarnt.

Der Fall verdeutlicht, dass antisemitisch motivierter Terror nicht nur rhetorische Hetze ist, sondern konkrete Gewaltpläne nach sich ziehen kann. Ohne das Eingreifen verdeckter Ermittler hätte der Anschlag nach Einschätzung der Polizei verheerende Folgen haben können.

Die britische Justiz setzte mit den hohen Strafen ein deutliches Signal. Der Schutz jüdischen Lebens bleibt eine zentrale sicherheitspolitische Aufgabe in Europa.




Autor: Redaktion
Bild Quelle:
Samstag, 14 Februar 2026

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