„Dreckige Jüdin“ in Paris: Linksextreme bedrohen wehrlose alte Frau an ihrer Wohnungstür„Dreckige Jüdin“ in Paris: Linksextreme bedrohen wehrlose alte Frau an ihrer Wohnungstür
Eine Mesusa genügte, um Hass auszulösen. Mitten in Paris wird eine alte jüdische Frau zur Zielscheibe politischer Aktivisten. Der Vorfall zeigt, wie offen sich Judenhass heute wieder auf Europas Straßen zeigt.
Es geschah an einem gewöhnlichen Nachmittag im 19. Bezirk von Paris. Eine ältere jüdische Frau befand sich allein in ihrer Wohnung, als Aktivisten der linksextremen Partei La France Insoumise vor ihrer Tür auftauchten. Sie verteilten politische Flugblätter, doch in dem Moment, als sie die Mesusa am Türrahmen bemerkten, änderte sich die Situation schlagartig.
Die Mesusa ist ein kleines religiöses Symbol, das Juden seit Jahrhunderten an ihren Haustüren anbringen. Sie ist Ausdruck von Identität, Glauben und Zugehörigkeit. In diesem Fall wurde sie zum Auslöser für Hass.
Als die Aktivisten erkannten, dass eine Jüdin hinter dieser Tür lebte, begannen sie, die Frau zu beschimpfen. Sie nannten sie eine „dreckige Jüdin“ und drohten, zurückzukommen. Die Frau, die aufgrund einer Verletzung nicht einmal aufstehen konnte, öffnete die Tür nicht. Sie blieb allein zurück, während vor ihrer Wohnung offen antisemitischer Hass geäußert wurde.
Die Angreifer verschwanden, doch die Bedrohung blieb. Die Frau informierte die Polizei. Ermittler prüfen nun Aufnahmen der Überwachungskameras, um die Täter zu identifizieren.
Dieser Vorfall ist kein Einzelfall. Seit dem Massaker der Hamas am 7 Oktober ist die Zahl antisemitischer Vorfälle in Frankreich dramatisch gestiegen. Juden werden auf der Straße angegriffen, in der U Bahn beschimpft und in ihren eigenen Wohnungen bedroht.
Frankreich ist das Land mit der größten jüdischen Bevölkerung Europas. Gleichzeitig ist es zu einem Ort geworden, an dem viele Juden ihre Sicherheit zunehmend infrage stellen.
Die politische Dimension dieses Angriffs ist besonders brisant. Die Täter sollen Aktivisten einer Partei gewesen sein, die sich selbst als Verteidiger von Gerechtigkeit und Menschenrechten bezeichnet. Doch der Hass auf eine alte, wehrlose Frau zeigt, wie schnell politische Ideologie in offenen Antisemitismus umschlagen kann.
Frankreichs Regierung hat angekündigt, härter gegen antisemitische Straftaten vorzugehen. Ein neues Gesetz sieht Strafen von bis zu fünf Jahren Gefängnis und Geldstrafen von 75000 Euro vor.
Doch Gesetze allein können ein tieferes Problem nicht lösen. Der Angriff auf diese Frau begann nicht mit Gewalt, sondern mit Worten. Worte, die zeigen, wie selbstverständlich Judenhass in Teilen der Gesellschaft wieder geworden ist.
Für viele Juden in Europa ist das eine erschütternde Realität. Sie erinnert daran, warum Israel existiert. Israel ist der einzige Ort der Welt, an dem Juden nicht hoffen müssen, dass andere sie schützen.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By zeevveez from Jerusalem, Israel - Mezuzah with Star of David, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36200942
Mittwoch, 25 Februar 2026