Cyber-Schlag gegen das Regime: Hacker legen Irans Militärbank lahmCyber-Schlag gegen das Regime: Hacker legen Irans Militärbank lahm
Ein massiver Angriff trifft die Bank Sepah – die Daten sollen vernichtet sein. Die Botschaft ist eindeutig: Die Unterstützer des Terrors sind nicht mehr unangreifbar.

By Drsaeed90 - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=19499828
Ein lauter, digitaler Donnerschlag trifft das iranische Regime mitten ins Herz seiner militärischen Finanzstruktur: Die Bank SepahIslamische Revolutionsgarden: Machtzentrum des iranischen RegimesDie Islamischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische, politische und wirtschaftliche Organisation der Islamischen Republik Iran. Sie wurden nach der Revolution von 1979 gegründet, unterstehen dem Obersten Führer und steuern über die Quds-Einheit Irans regionales Terrornetzwerk.Mehr lesen, eine zentrale Institution des iranischen Militärkomplexes, wurde offenbar Opfer eines groß angelegten Cyberangriffs. Filialen sind geschlossen, Kunden stehen ratlos vor den Türen, Geldautomaten verweigern den Dienst – und die Daten, so behaupten die Angreifer, existieren nicht mehr.
Verantwortlich für den Angriff zeichnet sich die Hackergruppe „Gonjeshke Darande“ – auf Deutsch: Raubender Spatz. In einer Stellungnahme erklärte sie, sie habe die gesamte IT-Infrastruktur der Bank Sepah zerstört – ein Frontalangriff auf das digitale Nervensystem einer Institution, die laut der Gruppe „internationale Sanktionen umgangen und das Geld des iranischen Volkes zur Finanzierung von Terrororganisationen, des Raketenprogramms und eines militärischen Atomprogramms missbraucht“ habe. Die Botschaft ist eindeutig: Wer das Blutvergießen mitfinanziert, wird nicht verschont.
Die Bank Sepah ist keine gewöhnliche Bank. Sie gilt als Schlüsselorgan zur finanziellen Unterstützung des iranischen Revolutionsgardekorps (IRGC), jener Eliteeinheit, die überall dort zuschlägt, wo das Regime seine Interessen durchsetzen will – ob in Syrien, im Irak oder über HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen und HuthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen hinaus auch gegen IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen. Das Finanznetzwerk dieser Institution galt bislang als geschützt, als unangreifbar. Nun aber bröckelt dieser Mythos.
Besonders brisant: Auch andere Institute mit Militärnähe – darunter die Ansar Bank und die Kosar Bank – melden am selben Tag Störungen. Kunden klagen über gesperrte Karten, nicht funktionierende Transaktionen, kein Zugang zu Konten. Die Folgen sind nicht nur technischer Natur. Es ist eine Erschütterung des Vertrauens in ein System, das sich ohnehin nur durch Kontrolle, Angst und PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen über Wasser hält.
Iranische Offizielle schweigen bislang. Kein Kommentar von den Banken, keine Reaktion aus Teheran – nur die Stimmen verunsicherter Bürger, die ausgerechnet jetzt erleben, wie ohnmächtig das Regime im digitalen Raum ist. Es ist nicht das erste Mal, dass „Gonjeshke Darande“ zuschlägt. Schon in der Vergangenheit bekannte sich die Gruppe zu Angriffen auf strategische Einrichtungen. Doch dieser Angriff ist von besonderer Qualität: Es geht nicht um ein paar lahmgelegte Server, sondern um die komplette Zerstörung sensibler Daten.
Autor: Redaktion
Dienstag, 17 Juni 2025