Kurdische Opposition kündigt Aufstand gegen das iranische Regime anKurdische Opposition kündigt Aufstand gegen das iranische Regime an
Ein führender Vertreter der iranisch-kurdischen Opposition spricht von einem historischen Moment. Kurdische Kräfte bereiten nach eigenen Angaben militärische Schritte gegen Teheran vor. Die Bewegung sieht im Krieg gegen das Regime eine Chance für politischen Wandel und erklärt offen ihren Wunsch nach zukünftigen Beziehungen zu Israel.
Während der militärische Druck auf das iranische Regime wächst, kündigt erstmals ein führender Vertreter der kurdischen Opposition konkrete Schritte gegen Teheran an. In einem Interview erklärte der kurdische Politiker Mohammad Saleh Qadri, dass kurdische Kräfte bereit seien, militärisch gegen die Führung in Teheran vorzugehen.
Qadri gehört zur Führung der Demokratischen Partei Kurdistans im Iran. Diese Organisation gilt als älteste kurdische Oppositionsbewegung innerhalb des Landes und ist von den Behörden in Teheran seit Jahrzehnten verboten. Die Partei unterhält auch einen militärischen Arm, der vor allem entlang der Grenze zwischen Iran und dem kurdischen Autonomiegebiet im Irak aktiv ist.
Nach Angaben Qadris befinden sich bereits größere kurdische Einheiten innerhalb iranischen Territoriums. Diese Kräfte warteten derzeit auf den richtigen Zeitpunkt für eine militärische Operation. Die Entscheidung darüber liege bei einer neuen Koalition mehrerer kurdischer Parteien, die sich vor kurzem zusammengeschlossen haben.
Die politische Führung der Bewegung sieht den aktuellen Konflikt als außergewöhnliche historische Gelegenheit. Seit der islamischen Revolution im Jahr 1979 hätten Kurden im Iran massive Repression erlebt. Qadri erklärte, in den vergangenen Jahrzehnten seien zehntausende Kurden im Konflikt mit dem Regime getötet worden.
Der kurdische Politiker argumentiert, dass die Verantwortung für den aktuellen Krieg beim iranischen Regime liege. Die kurdische Opposition begrüße daher den militärischen Druck von außen. Zugleich sei man bereit, selbst aktiv zu werden und sich an einer breiteren Bewegung gegen das System der Ajatollahs zu beteiligen.
Die Situation entlang der iranisch-irakischen Grenze spielt dabei eine zentrale Rolle. Vor drei Jahren hatten Teheran und Bagdad ein Sicherheitsabkommen geschlossen, das militärische Aktivitäten kurdischer Milizen aus dem Irak gegen Iran untersagte. Kurdische Gruppen erklärten nun jedoch, dieses Abkommen habe seine Grundlage verloren, nachdem iranische Angriffe zuletzt mehrere kurdische Stellungen getroffen hätten.
Nach Darstellung der Opposition befinden sich inzwischen nur noch kleinere Einheiten in irakischem Kurdistan, während ein Großteil der Kämpfer bereits innerhalb Irans operiere. Diese Kräfte befänden sich in Alarmbereitschaft und warteten auf eine politische Entscheidung zum Beginn einer militärischen Kampagne.
Politisch verfolgt die Bewegung nach eigenen Angaben ein klares Ziel. Das derzeitige System in Teheran solle durch eine demokratische Ordnung ersetzt werden, die allen ethnischen Gruppen gleiche Rechte garantiere. Dazu gehört aus Sicht der kurdischen Opposition auch ein grundlegender Wandel der Außenpolitik.
Qadri erklärte ausdrücklich, dass eine zukünftige iranische Regierung stabile und friedliche Beziehungen zu allen Nachbarstaaten aufbauen müsse. Dazu zähle auch Israel. Für die kurdische Bewegung habe diese Perspektive besondere Bedeutung, da Kurden und Juden aus ihrer Sicht eine ähnliche historische Erfahrung teilten.
Beide Völker hätten über lange Zeit ohne eigenen Staat gelebt und seien wiederholt Verfolgung und Gewalt ausgesetzt gewesen. Diese historische Parallele werde innerhalb der kurdischen politischen Bewegung häufig betont.
Die Opposition fordert gleichzeitig politische Garantien von westlichen Staaten. Qadri appellierte an Israel, Europa und die Vereinigten Staaten, die nationalen und ethnischen Rechte der Kurden zu schützen, falls sich die politische Situation im Iran grundlegend verändert.
Die kurdische Führung befürchtet, dass ein möglicher Machtwechsel in Teheran erneut in eine autoritäre Herrschaft münden könnte. Genau dies wolle man verhindern. Ziel sei nicht der Austausch eines autoritären Systems durch ein anderes, sondern eine stabile politische Ordnung mit echten politischen Rechten.
Ob kurdische Kräfte tatsächlich eine größere militärische Offensive beginnen, bleibt vorerst offen. Dennoch zeigt die Erklärung, wie stark sich die politischen Dynamiken im Iran bereits verändern. Wenn verschiedene oppositionelle Gruppen beginnen, ihre Aktivitäten zu koordinieren, könnte der Druck auf das Regime zusätzlich wachsen.
Autor: Redaktion
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Samstag, 07 März 2026