Irans Außenminister erklärt Gespräche mit den USA für beendet

Irans Außenminister erklärt Gespräche mit den USA für beendet


Teheran zieht einen politischen Schlussstrich. Außenminister Abbas Araghchi erklärt, dass neue Verhandlungen mit Washington derzeit nicht mehr auf der Agenda stehen.

Irans Außenminister erklärt Gespräche mit den USA für beendet
Bildnachweis: Tasnim News Agency / Wikimedia Commons / CC BY 4.0

Gleichzeitig weist er jede Verantwortung für die wachsende Instabilität im Nahen Osten zurück und macht die Vereinigten Staaten sowie IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen für die Eskalation verantwortlich.

Irans Außenminister Abbas Araghchi hat erklärt, dass sein Land derzeit nicht mehr bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zu verhandeln. In einem Interview betonte der Chefdiplomat, Gespräche mit Washington stünden für Teheran im Moment nicht mehr zur Diskussion.

Araghchi begründete diese Haltung mit den militärischen Aktionen der Vereinigten Staaten während laufender diplomatischer Gespräche. Nach seiner Darstellung hätten amerikanische Angriffe bereits früheres Vertrauen zerstört. Washington habe Teheran wiederholt zugesichert, dass keine militärische Eskalation geplant sei, bevor dennoch Operationen gegen iranische Ziele begonnen hätten.

Aus Sicht der iranischen Regierung sei damit die Grundlage für weitere Gespräche entfallen. Araghchi erklärte, unter diesen Umständen sehe Teheran keinen Sinn darin, neue Verhandlungen aufzunehmen.

Gleichzeitig wies der Außenminister Vorwürfe zurück, Iran versuche gezielt Druck auf die WeltwirtschaftStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen auszuüben, indem es die Ölversorgung im Nahen Osten gefährde.

In den vergangenen Wochen war es zu erheblichen Spannungen rund um die Straße von Hormus gekommen, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den weltweiten Öltransport. Beobachter hatten vermutet, dass Iran indirekt versuchen könnte, den Ölverkehr durch die Region zu beeinflussen.

Araghchi widersprach dieser Darstellung. Tanker würden die Passage derzeit aus Angst meiden, erklärte er, doch Iran blockiere die Route nicht aktiv. Nach seiner Darstellung sei die Unsicherheit vielmehr eine Folge der militärischen Eskalation in der Region.

Der Minister machte dafür ausdrücklich die Vereinigten Staaten und Israel verantwortlich. Die militärischen Angriffe gegen iranische Ziele hätten den gesamten Nahen Osten destabilisiert.

Aus Sicht der iranischen Regierung handelt es sich bei dem Konflikt um einen Krieg, der dem Land aufgezwungen worden sei. Araghchi erklärte, Iran handle lediglich in Selbstverteidigung.

Er wiederholte zudem eine Warnung, die Teheran bereits mehrfach ausgesprochen hat. Sollte es zu weiteren amerikanischen Angriffen kommen, werde Iran nicht versuchen, Ziele auf amerikanischem Boden anzugreifen. Stattdessen würden amerikanische Militärbasen und Einrichtungen im Nahen Osten zum Ziel werden.

Eine solche Strategie könnte den Konflikt nach Einschätzung vieler Beobachter weiter ausweiten. Militärische Anlagen der Vereinigten Staaten befinden sich in zahlreichen Ländern der Region.




Autor: Redaktion
Dienstag, 10 März 2026

haOlam via paypal unterstützen


Hinweis: Sie benötigen kein PayPal-Konto. Klicken Sie im nächsten Schritt einfach auf „Mit Debit- oder Kreditkarte zahlen“, um per Lastschrift oder Kreditkarte zu unterstützen.
empfohlene Artikel
weitere Artikel von: Redaktion
Newsletter


meistgelesene Artikel der letzten 7 Tage