Machtkampf in Teheran: Präsident warnt vor wirtschaftlichem Kollaps innerhalb weniger WochenMachtkampf in Teheran: Präsident warnt vor wirtschaftlichem Kollaps innerhalb weniger Wochen
Ein interner Bruch erschüttert die iranische Führung. Während der Präsident vor dem Zusammenbruch der Wirtschaft warnt, halten die Revolutionsgarden am Kriegskurs fest.
Mitten im Krieg zeigt sich in Teheran eine Entwicklung, die für den weiteren Verlauf entscheidend sein könnte. Innerhalb der iranischen Führung ist ein offener Machtkonflikt ausgebrochen. Im Zentrum stehen Präsident Masoud Pezeshkian und der Kommandeur der Revolutionsgarden Ahmad Vahidi.
Nach Berichten aus oppositionellen Quellen wirft der Präsident den Revolutionsgarden vor, den Krieg weiter zu eskalieren und damit die wirtschaftliche Existenz des Landes zu gefährden. Seine Warnung ist konkret und zeitlich klar eingegrenzt. Ohne eine Waffenruhe innerhalb von drei bis vier Wochen drohe dem Iran ein vollständiger wirtschaftlicher Zusammenbruch.
Diese Aussage ist nicht abstrakt. Die wirtschaftlichen Daten im Land bestätigen die Dramatik. Bereits vor Beginn des Krieges lag die Inflation für Grundnahrungsmittel zwischen 105 und 115 Prozent. Das bedeutet, dass sich Preise innerhalb kurzer Zeit mehr als verdoppelt haben.
Seit Beginn der Kämpfe verschärft sich die Lage weiter. In mehreren großen Städten melden Bewohner leere Geldautomaten. Bargeld ist vielerorts kaum verfügbar. Gleichzeitig berichten Staatsbedienstete, dass ihre Gehälter seit drei Monaten nicht regelmäßig ausgezahlt wurden.
Diese Zahlen zeigen, dass der wirtschaftliche Druck nicht mehr nur theoretisch ist. Er trifft den Alltag der Bevölkerung direkt. Wenn Gehälter ausbleiben und Bargeld fehlt, geraten grundlegende Abläufe ins Stocken.
Präsident gegen Revolutionsgarden
Der Konflikt zwischen Präsident und Militärführung geht über wirtschaftliche Fragen hinaus. Es handelt sich um einen Machtkampf über die Kontrolle des Staates im Krieg.
Pezeshkian fordert, die Entscheidungsgewalt wieder stärker in die Hände der Regierung zu legen. Konkret verlangt er, dass politische Führung und Verwaltung die Kontrolle über die Umsetzung von Maßnahmen zurückerhalten.
Diese Forderung wird von den Revolutionsgarden strikt zurückgewiesen. Damit wird sichtbar, wer derzeit die tatsächliche Macht ausübt. Während der Präsident formal das Amt innehat, bestimmen die Revolutionsgarden offenbar die strategische Linie.
Diese Verschiebung hat sich in den vergangenen Wochen verstärkt. Nach schweren Verlusten in der politischen Führung und der Destabilisierung der staatlichen Strukturen haben die Revolutionsgarden ihre Position weiter ausgebaut.
Ein Beispiel dafür ist ein Video des Präsidenten vom 7. März. Darin entschuldigt er sich öffentlich bei den Golfstaaten und ordnet an, Angriffe einzustellen. Kurz darauf werden diese Angriffe dennoch fortgesetzt. Die Entscheidung des Präsidenten bleibt ohne praktische Wirkung.
Krieg verschärft interne Krise
Die Spannungen in Teheran fallen in eine Phase, in der sich der Krieg weiter ausdehnt. Parallel zu den internen Konflikten bereiten die USA laut Berichten die Entsendung von mindestens 10.000 zusätzlichen Soldaten in die Region vor.
Diese Zahl ist ein klares Signal. Bereits jetzt sind tausende amerikanische Soldaten im Nahen Osten stationiert. Eine Aufstockung um weitere 10.000 würde die militärische Präsenz deutlich erhöhen und die Voraussetzungen für eine mögliche Bodenoperation schaffen.
Gleichzeitig führt die Kombination aus militärischem Druck und wirtschaftlicher Krise zu einer Situation, in der das iranische System von mehreren Seiten belastet wird.
Der Präsident warnt vor einem Kollaps innerhalb weniger Wochen. Die Revolutionsgarden setzen auf Fortsetzung des Krieges. Zwischen diesen Positionen entsteht ein Bruch, der nicht nur politisch, sondern strukturell ist.
Für Israel ist diese Entwicklung von zentraler Bedeutung. Ein geschwächter Gegner kann unberechenbarer werden. Gleichzeitig zeigt der interne Konflikt, dass der Druck Wirkung entfaltet.
Die kommenden Wochen werden entscheiden, ob sich die Machtbalance innerhalb Irans verschiebt oder ob die Revolutionsgarden ihre Kontrolle weiter festigen. Klar ist bereits jetzt: Der Krieg wird nicht nur an den Fronten entschieden, sondern auch im Inneren des iranischen Systems.
Autor: Redaktion
Bild Quelle: By Khamenei.ir, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=182625019
Sonntag, 29 März 2026