Irans Parlamentschef spricht von Weltkrieg und kündigt weitere Raketenangriffe an

Irans Parlamentschef spricht von Weltkrieg und kündigt weitere Raketenangriffe an


Teheran erklärt den Krieg zur langfristigen Auseinandersetzung. Raketen sollen weiter abgefeuert werden, während Iran auf Unterstützung seiner Verbündeten setzt.

Irans Parlamentschef spricht von Weltkrieg und kündigt weitere Raketenangriffe an
Bildnachweis: Foto: Tasnim News Agency / Wikimedia Commons / CC BY 4.0

Die Rhetorik aus Teheran wird deutlich schärfer. Der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf erklärt öffentlich, der Iran befinde sich in einem „großen Weltkrieg“. Gleichzeitig kündigt er an, dass die Raketenangriffe nicht eingestellt werden.

Diese Aussagen sind mehr als politische Kommunikation nach innen. Sie geben einen Einblick in die strategische Haltung der iranischen Führung in diesem Krieg. Ghalibaf wirft den Vereinigten Staaten vor, öffentlich Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, während im Hintergrund militärische Schritte vorbereitet würden.

Konkret behauptet er, Washington spreche von Verhandlungen, plane jedoch gleichzeitig eine Bodenoperation. Seine Botschaft ist klar formuliert: Iran erwarte ein solches Vorgehen und sei darauf vorbereitet. Die eigenen Streitkräfte warteten darauf, dass amerikanische Truppen den Iran betreten.

Gleichzeitig macht Ghalibaf deutlich, dass die militärischen Angriffe fortgesetzt werden sollen. Wörtlich erklärt er, dass die Raketenstarts weitergehen und die Entschlossenheit des Landes sogar gewachsen sei. Diese Aussage ist vor dem Hintergrund der bisherigen Angriffe relevant. Seit Beginn des Krieges feuert Iran wiederholt ballistische Raketen auf IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen und andere Ziele in der Region.

Die Aussagen gehen jedoch über den direkten Konflikt hinaus. Ghalibaf verweist ausdrücklich auf die Rolle verbündeter Gruppen. Die HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen im Libanon beschreibt er als wichtigen Bestandteil der militärischen Front. Auch Kräfte im Irak sowie die HuthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen im Jemen werden als aktive Akteure genannt.

Damit zeichnet die iranische Führung ein Bild eines regionalen Krieges mit mehreren Fronten. Israel, die USA und deren Verbündete stehen dabei einer Allianz gegenüber, die sich über mehrere Länder erstreckt und unterschiedliche militärische Mittel einsetzt.

Die Verwendung des Begriffs „Weltkrieg“ ist dabei bewusst gewählt. Sie soll die Dimension des Konflikts betonen und gleichzeitig die eigene Bevölkerung auf eine längere Auseinandersetzung einstellen. Ghalibaf spricht ausdrücklich von einem langen, schwierigen und komplexen Weg.

Ebenso eindeutig ist die Zielsetzung. Ein Ende des Krieges komme für Iran nur unter der Bedingung eines Sieges in Betracht. Gleichzeitig kündigt er an, dass Gegner die Stärke Irans spüren sollen.

Diese Aussagen haben unmittelbare Bedeutung für die weitere Entwicklung. Sie zeigen, dass die iranische Führung derzeit nicht auf Deeskalation setzt, sondern auf Fortsetzung und Ausweitung der militärischen Aktivitäten.




Autor: Redaktion
Montag, 30 März 2026

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