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Iran verhöhnt Trump und droht indirekt mit neuer Eskalation im Persischen Golf

Iran verhöhnt Trump und droht indirekt mit neuer Eskalation im Persischen Golf


Teheran verschärft den Ton gegenüber den USA und Israel. Während das iranische Regime neue Bedingungen für Gespräche diktiert, sprechen staatsnahe Medien offen davon, Donald Trump könne Israel „verkaufen“, falls die wirtschaftlichen Folgen eines neuen Krieges zu groß werden.

Iran verhöhnt Trump und droht indirekt mit neuer Eskalation im Persischen Golf
Bildnachweis: Symbolbild / KI

Während in Washington und JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen weiter über mögliche diplomatische Wege diskutiert wird, macht die iranische Führung deutlich, dass sie derzeit keinerlei Bereitschaft zeigt, ihre Positionen abzuschwächen. Stattdessen setzt Teheran auf Drohungen, maximale Forderungen und eine immer aggressivere Rhetorik gegen IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen und die USA.

Besonders auffällig ist dabei die offene Verachtung gegenüber Donald Trump in iranischen Staatsmedien. In einem Beitrag der regimefreundlichen Zeitung „Kayhan“, die als Sprachrohr der iranischen Führung gilt, wurde behauptet, Trump fürchte vor allem die wirtschaftlichen Folgen einer neuen militärischen Eskalation. Wörtlich hieß es dort, sollte ein neuer Krieg für die USA zu teuer und zu riskant werden, werde Trump „Israel und auch Netanyahu verkaufen“.

Die Aussage ist mehr als nur PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen. Sie zeigt, wie die iranische Führung versucht, einen Keil zwischen Washington und Jerusalem zu treiben. Seit Jahren gehört genau diese Strategie zur regionalen Doktrin Teherans: Zweifel an der amerikanischen Unterstützung Israels säen, Unsicherheit erzeugen und gleichzeitig den Eindruck vermitteln, der Westen sei nicht bereit, einen langen Konflikt durchzustehen.

Dabei verfolgt Iran derzeit mehrere Ziele gleichzeitig. Einerseits versucht das Regime, sich als starke Regionalmacht zu präsentieren, die den USA Bedingungen diktieren kann. Andererseits wächst intern offenbar die Sorge vor neuen militärischen Schlägen gegen strategische Infrastruktur des Landes. Genau deshalb verbindet Teheran seine Drohungen nun immer stärker mit wirtschaftlichen und maritimen Hebeln.

Im Zentrum steht dabei erneut die Straße von HormusStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen. Über diese Meerenge läuft ein erheblicher Teil des weltweiten Öl- und Gasexports. Schon seit Jahrzehnten droht der Iran indirekt damit, die Region im Ernstfall militärisch zu destabilisieren. Nun wird diese Strategie wieder offen angesprochen.

Iranische Medien erklärten, die Straße von Hormus, die Energieinfrastruktur der Golfregion und auch die wichtige Route Bab al-Mandab gehörten zu den „stärksten Druckmitteln“, die bislang noch nicht vollständig eingesetzt worden seien. Das ist eine kaum verhüllte Warnung an den Westen: Sollte es zu neuen Angriffen kommen, könnte der Iran versuchen, internationale Handels- und Energierouten massiv unter Druck zu setzen.

Gleichzeitig formuliert Teheran neue Bedingungen für mögliche Gespräche mit den USA. Nach Angaben iranischer Staatsmedien fordert das Regime unter anderem das Ende aller militärischen Operationen in der Region, die vollständige Aufhebung der Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und sogar Entschädigungen für Kriegsschäden. Zusätzlich verlangt der Iran die Anerkennung seiner „Souveränität“ über die Straße von Hormus.

Diese Forderungen zeigen vor allem eines: Der Iran betrachtet die aktuelle Lage nicht als Phase eines diplomatischen Kompromisses, sondern als Machtkampf. In Teheran glaubt man offenbar weiterhin, dass der Westen aufgrund wirtschaftlicher Risiken und globaler Energiepreise letztlich vor einer größeren Eskalation zurückschrecken wird.

Hinzu kommt die wachsende Nervosität der iranischen Führung gegenüber den Golfstaaten. Besonders die Vereinigten Arabischen Emirate geraten zunehmend ins Visier der iranischen Medien. Hintergrund sind Berichte über intensivere israelische Kontakte mit mehreren Staaten der Region. In iranischen Staatsmedien wird Israel inzwischen offen beschuldigt, die Golfstaaten in eine direkte Konfrontation mit dem Iran hineinziehen zu wollen.

Auch Pakistan wurde laut den Berichten direkt von iranischer Seite kontaktiert. Teheran versucht offenbar, regionale Partner gegen die amerikanische Militärpräsenz im Arabischen Meer und im Golf von Oman zu mobilisieren. Dabei wird die US-Präsenz gezielt als Symbol westlicher Dominanz dargestellt.

Parallel dazu arbeitet das iranische Parlament laut offiziellen Aussagen bereits an gesetzlichen Grundlagen für eine stärkere iranische Kontrolle über die Straße von Hormus. Der Sprecher des Sicherheitsausschusses erklärte sogar, man müsse die Geschichte der Meerenge künftig in eine Zeit „vor und nach dem Krieg“ einteilen. Der Konflikt werde als historische Zäsur betrachtet.

In Israel beobachtet man diese Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit. Denn hinter den öffentlichen Drohungen steckt eine langfristige Strategie des Regimes. Der Iran versucht nicht nur militärischen Druck aufzubauen, sondern will gleichzeitig die politische und wirtschaftliche Stabilität der gesamten Region beeinflussen.

Die israelische Sicherheitsführung geht davon aus, dass Teheran weiterhin auf einen langen Zermürbungskonflikt setzt. Dabei soll Israel politisch isoliert, wirtschaftlich unter Druck gesetzt und militärisch durch regionale StellvertreterStellvertreterkrieg: Irans indirekter Krieg gegen IsraelEin Stellvertreterkrieg ist ein Konflikt, in dem ein Staat oder Akteur andere bewaffnete Gruppen unterstützt, um eigene Ziele zu verfolgen, ohne selbst vollständig offen Krieg zu führen. Im Nahen Osten nutzt Iran dieses Modell besonders gegen Israel.Mehr lesen wie HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, HuthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen-Milizen und andere iranisch unterstützte Gruppen permanent gebunden werden.

Gleichzeitig zeigt die aggressive Wortwahl aus Teheran aber auch eine gewisse Nervosität. Denn trotz aller Drohungen bleibt die wirtschaftliche Lage des Iran angespannt. Die Sanktionen belasten das Land massiv, Investitionen fehlen und die Bevölkerung leidet seit Jahren unter Inflation und wirtschaftlichem Niedergang. Gerade deshalb versucht die Führung, außenpolitische Stärke zu demonstrieren und die Konfrontation mit Israel und den USA als ideologischen Überlebenskampf darzustellen.

Die kommenden Tage könnten deshalb entscheidend werden. In Jerusalem wächst die Sorge, dass schon kleinere Zwischenfälle im Persischen Golf oder neue Angriffe iranischer Stellvertreter eine schnelle Eskalation auslösen könnten. Die aggressive Rhetorik aus Teheran zeigt jedenfalls deutlich, dass das Regime aktuell eher auf Konfrontation als auf echte Deeskalation setzt.




Autor: Redaktion
Mittwoch, 13 Mai 2026

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