USA greifen Iran erneut an und drohen mit täglichen SchlägenUSA greifen Iran erneut an und drohen mit täglichen Schlägen
Nach neuen Angriffen auf die Schifffahrt am Persischen Golf hat das US Militär weitere Ziele in Iran getroffen.
Washington macht klar: Wenn Teheran weiter feuert, könnten solche Schläge zur neuen Regel werden.

Bildnachweis: U.S. Air Force photo by Tech. Sgt. Tiffany Emery /
QuelleDie Vereinigten Staaten haben ihre jüngste Angriffsrunde gegen Iran abgeschlossen und stellen weitere Schläge in Aussicht, falls Teheran seine Angriffe fortsetzt. Das US Zentralkommando CENTCOM bestätigte am frühen Donnerstag, amerikanische Kräfte hätten eine weitere Runde von Angriffen gegen Iran beendet. Ziel sei es gewesen, Irans Fähigkeit zu schwächen, Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Straße von HormusStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen zu bedrohen. Ein US Regierungsvertreter sagte der JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post, nun hänge alles von Irans Antwort ab. Sollte Iran weiter feuern, könne das, was in der Nacht geschehen sei, täglich oder wöchentlich wiederkehren. Washington sei vorbereitet.
Damit hat sich die Lage am Persischen Golf erneut verschärft. Was vor wenigen Wochen noch als brüchiges Memorandum verkauft wurde, zerfällt nun unter dem Druck iranischer Raketen, amerikanischer Gegenschläge und wachsender Angst um die freie Schifffahrt. Donald Trump hatte das Memorandum mit Teheran zuvor praktisch für erledigt erklärt. Kurz darauf folgte die nächste amerikanische Angriffsrunde. Die Botschaft ist klar: Die USA wollen nicht länger nur reagieren, sie wollen Irans Fähigkeit zum Angriff auf Seewege sichtbar beschädigen.
CENTCOM erklärte, amerikanische Streitkräfte hätten bereits am 7. Juli mehr als 80 iranische Ziele getroffen, darunter mehr als 60 kleine Boote der Islamischen Revolutionsgarde. Diese Schläge seien eine Antwort auf iranische Verstöße gegen die Waffenruhe und auf Angriffe gegen drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus gewesen. Die neue Runde sollte nach amerikanischer Darstellung die militärischen Möglichkeiten weiter verringern, mit denen Iran zivile Schifffahrt bedrohen kann.
Die iranische Seite berichtete von Explosionen und aktivierter Luftabwehr im Süden des Landes. Mehr News meldete nach Angaben der Jerusalem Post Explosionen in Bandar Abbas, Sirik, Konarak und Chabahar. Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA behauptete, Splitter der amerikanischen Angriffe hätten ein Krankenhaus und Stromleitungen in Chabahar getroffen. Die von den RevolutionsgardenIslamische Revolutionsgarden: Machtzentrum des iranischen RegimesDie Islamischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische, politische und wirtschaftliche Organisation der Islamischen Republik Iran. Sie wurden nach der Revolution von 1979 gegründet, unterstehen dem Obersten Führer und steuern über die Quds-Einheit Irans regionales Terrornetzwerk.Mehr lesen kontrollierte Fars meldete, Angriffe hätten unter anderem einen Kontrollturm für den Schiffsverkehr und ein Depot in der Hafenstadt Chabahar getroffen. Diese iranischen Angaben sind zunächst als Darstellung Teherans zu behandeln. Unabhängig bestätigt waren sie zum Zeitpunkt der Berichte nicht vollständig.
Trump rechtfertigte die Angriffe als Vergeltung für die Bombardierung von Schiffen durch Iran. Auf Truth Social warnte er, wenn das erneut geschehe, werde es viel schlimmer. Nach der Darstellung der Jerusalem Post verbreitete Trump außerdem Hinweise auf Angriffe gegen den Flughafen Iranshahr, der teilweise von der Luft und Raumfahrttruppe der Revolutionsgarde genutzt werde. Zugleich hieß es aus iranischen lokalen Medien, die Angriffe auf Buschehr hätten keine Schäden am dortigen Atomkraftwerk verursacht. Israelische Stellen wurden laut KAN vorab über den Angriff informiert.
Für IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen ist diese Entwicklung kein fernes amerikanisch iranisches Kräftemessen. Sie betrifft den Kern der regionalen Sicherheitsordnung. Iran bedroht Israel seit Jahrzehnten direkt und über Stellvertreter. Zugleich versucht Teheran, den Persischen Golf und die Straße von Hormus als Druckmittel gegen die Weltwirtschaft einzusetzen. Wer Handelsschiffe angreift, greift nicht nur Reedereien an. Er bedroht Energieversorgung, Lieferketten, Häfen, Versicherungen, Preise und die Freiheit internationaler Seewege.
Genau deshalb ist der amerikanische Kurswechsel so bedeutsam. Washington sagt nicht mehr nur, Iran solle die Schifffahrt in Ruhe lassen. Washington zerstört Boote, Anlagen, Überwachungstechnik, Raketen und Drohnenstrukturen, die nach amerikanischer Darstellung für Angriffe auf zivile Routen genutzt werden können. Das ist die Sprache, die das Regime in Teheran versteht. Nicht weil Gewalt ein Wert an sich wäre, sondern weil Abschreckung ohne Preis nicht funktioniert.
Die Straße von Hormus ist kein iranischer Innenhof. Sie ist eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Durch sie laufen Öl, Gas und Waren, die weit über den Nahen Osten hinaus Bedeutung haben. Wenn die Revolutionsgarde dort entscheidet, welche Schiffe fahren dürfen und welche bedroht werden, dann geht es nicht mehr um einen lokalen Zwischenfall. Dann geht es um die Frage, ob ein Regime internationale Ordnung mit Raketen und kleinen Angriffsbooten erpressen kann.
Die neue amerikanische Warnung, solche Schläge könnten bei weiterem iranischem Beschuss täglich oder wöchentlich erfolgen, ist deshalb mehr als militärische Rhetorik. Sie ist eine politische Ansage. Iran soll verstehen, dass jeder weitere Angriff auf Handelsschiffe die eigene militärische Infrastruktur teurer macht. Genau diese Rechnung muss Teheran spüren, wenn Diplomatie nicht wieder zur Atempause vor dem nächsten Bruch werden soll.
Natürlich birgt diese Entwicklung erhebliche Risiken. Je häufiger die USA in Iran zuschlagen und je stärker Iran mit Drohnen, Raketen oder Angriffen auf Stützpunkte in der Region antwortet, desto größer wird die Gefahr einer breiteren Auseinandersetzung. Aber die Verantwortung dafür darf nicht verdreht werden. Eine Waffenruhe wird nicht von dem zerstört, der auf Angriffe gegen zivile Schifffahrt reagiert. Sie wird von dem zerstört, der sie nutzt, um weiter zu schießen.
Für Europa ist das eine unbequeme Lehre. Viele Regierungen haben lange darauf gehofft, Iran lasse sich mit Formeln, Ausnahmen und Gesprächen einhegen. Doch Teheran hat erneut gezeigt, dass es Abkommen nur dann achtet, wenn der Preis für ihren Bruch hoch genug ist. Genau daran scheiterte schon so viel westliche Iran Politik. Man behandelte Zusagen wie Tatsachen und Warnungen Israels wie Übertreibungen. Jetzt brennen Schiffe, Häfen melden Explosionen, und das US Militär spricht offen von wiederkehrenden Schlägen.
Israel kann aus dieser Lage keine Erleichterung ziehen. Ein schwächerer Iran ist sicherheitspolitisch notwendig, aber eine offene militärische Dauerkrise am Golf bleibt gefährlich. Trotzdem ist die Grundlinie richtig: Iran darf die Straße von Hormus nicht als Geisel nehmen. Iran darf Handelsschiffe nicht als Verhandlungsmasse benutzen. Iran darf ein Memorandum nicht unterschreiben und danach die Regeln mit Drohnen, Booten und Raketen brechen.
Die amerikanischen Angriffe zeigen, dass Washington zumindest für diesen Moment die Initiative zurückholen will. Nicht durch neue Papiere, nicht durch Beschwichtigungen, sondern durch die systematische Schwächung jener Strukturen, mit denen Iran die Schifffahrt bedroht. Ob das reicht, hängt nun von Teheran ab. Genau das sagte der US Vertreter: Alles hängt von Irans Antwort ab.
Wenn Iran weiter feuert, wird die nächste Nacht am Golf nicht die Ausnahme bleiben. Dann beginnt eine Phase, in der jeder Angriff auf ein Handelsschiff mit neuen Schlägen gegen iranische Militärziele beantwortet werden kann. Für das Regime ist das eine Warnung. Für Israel und die Golfstaaten ist es ein notwendiges Signal. Für die Weltwirtschaft ist es eine Erinnerung daran, dass freie Seewege nicht durch gute Worte geschützt werden, sondern durch Macht, Entschlossenheit und klare Grenzen.
Autor: Redaktion
Donnerstag, 09 Juli 2026