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Trump öffnet Iran die Sanktions-Tür, aber Teheran muss beim Atomprogramm liefern

Trump öffnet Iran die Sanktions-Tür, aber Teheran muss beim Atomprogramm liefern


Washington stellt Teheran Sanktionslockerungen und eingefrorene Gelder in Aussicht. Der Preis sind konkrete und überprüfbare Fortschritte beim Atomprogramm.

Trump öffnet Iran die Sanktions-Tür, aber Teheran muss beim Atomprogramm liefern
Bildnachweis: The White House / Quelle

Donald Trump ist bereit, Iran wirtschaftlich entgegenzukommen. Doch anders als Teheran es zuletzt verlangte, sollen Milliarden und Sanktionserleichterungen nicht einfach als Vorschuss für neue Versprechen fließen. Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter bestätigte der „JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Post“, dass Washington eine Lockerung von Sanktionen und die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder grundsätzlich akzeptieren könnte, wenn Teheran im Gegenzug konkrete Fortschritte bei den entscheidenden nuklearen Fragen macht. Die indirekten Gespräche über Katar laufen weiter und werden auf amerikanischer Seite als positiv und konstruktiv beschrieben.

Damit zeichnet sich erstmals deutlicher ab, wo Trump die wirtschaftliche Tür für Iran tatsächlich öffnen könnte. Noch vor zwei Tagen hatte er den iranischen Sieben-Tage-Plan öffentlich zurückgewiesen. Teheran wollte unter anderem die amerikanische Seeblockade seiner Häfen aufgehoben sehen, wieder Öl verkaufen dürfen und Zugriff auf eingefrorene Gelder bekommen. Im Gegenzug sollte die Straße von HormusStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen geöffnet und anschließend über weitere Streitpunkte gesprochen werden. Trump sagte Nein. Iran brauche dringend einen Deal, weil der wirtschaftliche Druck wirke, argumentierte er.

Jetzt wird klarer, dass das Nein offenbar weniger grundsätzlich war als vielmehr die iranische Reihenfolge betraf. Washington ist bereit, über wirtschaftliche Zugeständnisse zu sprechen. Aber nicht, wenn Iran zunächst sein Geld erhält und die entscheidende Atomfrage anschließend wieder vertagt wird.

Genau an diesem Punkt sitzt das Misstrauen tief. Der amerikanische Regierungsvertreter erklärte, Washington müsse überzeugt werden, dass Iran ein neues Abkommen tatsächlich erfüllen wolle und nicht lediglich versuche, Sanktionen und die Blockade loszuwerden. Das im Juni geschlossene Memorandum war innerhalb kurzer Zeit zusammengebrochen. Seitdem werfen beide Seiten einander Vertragsbruch vor. Schon damals hatte haOlam darauf hingewiesen, dass die entscheidende Frage nicht darin besteht, ob Teheran erneut unterschreibt, sondern ob die iranische Führung bereit ist, Verpflichtungen auch dann einzuhalten, wenn sie militärisch oder wirtschaftlich unbequem werden.

Geld gegen überprüfbare Atomzugeständnisse

Für IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen liegt genau hier der entscheidende Punkt. Sanktionslockerungen sind kein technisches Detail. Sie können Iran wieder Zugang zu Milliarden verschaffen, Ölverkäufe erleichtern und dem Regime wirtschaftliche Luft geben. Deshalb kann aus israelischer Sicht nicht entscheidend sein, ob ein neues Papier diplomatisch gut klingt. Entscheidend ist, was Iran mit seinem Atomprogramm tatsächlich tut.

Nach den derzeitigen Gesprächen verlangt Washington Zugeständnisse bei genau diesem Thema. AP berichtet unter Berufung auf Beteiligte, dass die USA unter anderem wieder Zugang für internationale Inspektoren verlangen. Parallel soll über die Öffnung der Straße von Hormus, die Aufhebung der amerikanischen Blockade und anschließend über Sanktionen verhandelt werden. Vermittler sprechen von leichten Fortschritten, die Positionen liegen aber weiterhin deutlich auseinander.

Die Reihenfolge ist dabei nicht nebensächlich. Iran wollte zuletzt schnelle amerikanische Vorleistungen. Washington versucht nun offenbar, wirtschaftliche Entlastung an überprüfbare nukleare Schritte zu binden. Genau das unterscheidet die neue Gesprächslage vom iranischen Vorschlag der vergangenen Woche.

Teheran behauptet inzwischen, bei nuklearen Fragen flexibel zu sein. Was das konkret bedeutet, ist allerdings offen. Noch vor wenigen Tagen erklärte ein hochrangiger iranischer Vertreter gegenüber Reuters, Iran werde weder grundsätzlich auf Urananreicherung verzichten noch hoch angereichertes Material außer Landes bringen. Gleichzeitig betonte Präsident Masoud Pezeshkian öffentlich, Iran werde sich amerikanischem Druck nicht unterwerfen.

Zwischen „Flexibilität“ und einem überprüfbaren Verzicht auf Fähigkeiten, die den Weg zu einer Atomwaffe verkürzen können, liegt damit weiterhin eine gewaltige Lücke.

Trump wiederum hält an seiner roten Linie fest: Iran darf keine Atomwaffe erhalten. Ein amerikanischer Vertreter erklärte nun ausdrücklich, ohne Fortschritte beim Atomprogramm werde es keinen Deal geben. Damit rückt die Nuklearfrage wieder an die Stelle, an der sie für Israel immer hätte stehen müssen: ins Zentrum der Verhandlungen.

Iran will Entlastung – Washington will diesmal Beweise

Der wirtschaftliche Druck auf Teheran ist erheblich. Die amerikanische Blockade iranischer Häfen und zusätzliche Sanktionen erschweren Ölverkäufe. Gleichzeitig hat Iran mit seinen Angriffen und der Behinderung der Schifffahrt in der Straße von Hormus auch der Weltwirtschaft erheblichen Schaden zugefügt. Beide Seiten verfügen deshalb über Druckmittel, beide zahlen aber auch einen Preis.

Katar versucht nun, daraus einen Kompromiss zu bauen. Außenminister Abbas Araghchi blieb nach der UN-Generalversammlung in New York, um mit Vermittlern weiterzuverhandeln. Qatari-Vertreter führen getrennte Gespräche mit Washington und Teheran. Trump sagte am Wochenende bereits, er rechne mit weiteren Gesprächen und sei weiterhin grundsätzlich an einem Deal interessiert. Zugleich machte er klar, dass der iranische Vorschlag nicht der Deal sei, den er akzeptieren wolle.

Das ist keine Kehrtwende, sondern eine härtere Verhandlungsposition mit einem klaren Tauschgeschäft: Iran kann wirtschaftliche Entlastung bekommen, wenn es beim Atomprogramm tatsächlich liefert.

Für Israel bleibt trotzdem Vorsicht geboten. Bereits frühere Vereinbarungen mit Teheran scheiterten daran, dass politische Formulierungen und tatsächliche Umsetzung auseinanderfielen. Ein Regime, das gleichzeitig über Diplomatie spricht, internationale Schifffahrt als Druckmittel nutzt, regionale StellvertreterStellvertreterkrieg: Irans indirekter Krieg gegen IsraelEin Stellvertreterkrieg ist ein Konflikt, in dem ein Staat oder Akteur andere bewaffnete Gruppen unterstützt, um eigene Ziele zu verfolgen, ohne selbst vollständig offen Krieg zu führen. Im Nahen Osten nutzt Iran dieses Modell besonders gegen Israel.Mehr lesen unterstützt und seine nuklearen Fähigkeiten verteidigt, darf nicht allein an Erklärungen gemessen werden.

Deshalb wäre die Freigabe iranischer Milliarden vor überprüfbaren Schritten ein gefährlicher Fehler. Werden dagegen Inspektionen wiederhergestellt, hoch angereichertes Uran überprüfbar beseitigt oder unter internationale Kontrolle gebracht und weitere nukleare Fähigkeiten nachvollziehbar begrenzt, entsteht eine andere Ausgangslage.

Trump scheint genau diesen Unterschied nun zum Kern seiner Verhandlungen zu machen.

Vor zwei Tagen hieß es noch: Iran will Geld, Öl und ein Ende der Blockade, Washington lehnt ab. Heute lautet die Botschaft differenzierter: Wirtschaftliche Entlastung ist möglich.

Aber zuerst muss Teheran zeigen, dass ein neues Atomabkommen mehr wert wäre als das Papier, auf dem es steht.




Autor: Redaktion
Dienstag, 29 September 2026

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