Trump droht Iran mit dem nächsten Schlag, Entscheidung steht unmittelbar bevorTrump droht Iran mit dem nächsten Schlag, Entscheidung steht unmittelbar bevor
Nach Gesprächen mit seinen Sicherheitsberatern kündigt der US-Präsident eine baldige Entscheidung über neue Angriffe an. Während amerikanische Streitkräfte ihre Vorbereitungen abschließen, stellt Teheran weiter Bedingungen und sucht Unterstützung bei Putin. Der Streit um Irans Atomprogramm steuert auf eine neue Entscheidung zu.

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US-Präsident Donald Trump hat dem iranischen Regime erneut mit massiven Militärschlägen gedroht und eine baldige Entscheidung über die Fortsetzung des Krieges angekündigt. Nach einer Beratung mit seinen wichtigsten Sicherheitsberatern erklärte Trump am Donnerstag, dem 5. November, im Weißen Haus, Iran sei militärisch und wirtschaftlich bereits weitgehend zerstört. Die Vereinigten Staaten könnten jedoch noch weitergehen, um dauerhaft zu verhindern, dass Teheran erneut eine nukleare Bedrohung aufbauen könne.
Trump sagte, er würde es vorziehen, nicht auch noch den Rest des Landes zu zerstören. Möglicherweise werde ihm jedoch keine andere Wahl bleiben. Was geschehen werde, werde man bald erfahren.
Die Äußerung ist eine der deutlichsten Drohungen des Präsidenten seit den amerikanischen Zwischenwahlen vom 3. November. Sie fällt in eine Phase intensiver diplomatischer Bemühungen, die bislang keinen Durchbruch gebracht haben. Während Katar und weitere Staaten zwischen Washington und Teheran vermitteln, bereitet sich das amerikanische Militär auf eine mögliche Wiederaufnahme größerer Kampfhandlungen vor.
Nach Angaben amerikanischer Regierungsvertreter hat das für die Region zuständige US-Zentralkommando CENTCOM seine Vorbereitungen für neue Operationen weitgehend abgeschlossen. Ein endgültiger Befehl des Präsidenten liegt jedoch noch nicht vor.
Damit bleibt offen, ob Trump tatsächlich eine weitere Angriffswelle anordnet oder die militärische Drohung nutzt, um das iranische Regime zu Zugeständnissen zu bewegen.
Der Präsident stellte seine Entscheidung ausdrücklich in den Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm. Es müsse ausgeschlossen werden, dass Iran seine nuklearen Fähigkeiten wiederherstellt und künftig Atomwaffen entwickelt.
Trump erklärte, die bisherigen amerikanischen Angriffe hätten das Land so schwer getroffen, dass der Wiederaufbau nach seiner Einschätzung 25 Jahre dauern könne. Diese Zahl ist eine politische Einschätzung des Präsidenten. Eine unabhängig überprüfbare Gesamtbewertung der wirtschaftlichen und militärischen Schäden liegt nicht vor.
Amerikanisches Militär bereitet neue Operationen vor
Nach einem Bericht des amerikanischen Nachrichtenportals Axios traf sich Trump am Donnerstag mit seinen führenden Sicherheitsberatern. Dabei wurden mehrere Möglichkeiten für das weitere Vorgehen gegen Iran erörtert.
Zur Diskussion stehen neue militärische Angriffe, die Fortsetzung des wirtschaftlichen Drucks und eine diplomatische Vereinbarung, mit der Teheran zu weitreichenden Zugeständnissen verpflichtet werden soll.
Die militärischen Planungen sind nicht neu. Bereits im Oktober wurde bekannt, dass amerikanische und israelische Streitkräfte unterschiedliche Möglichkeiten für weitere Operationen gegen iranische Einrichtungen vorbereitet hatten.
Washington hatte allerdings bewusst darauf verzichtet, vor den Zwischenwahlen vom 3. November eine neue umfassende Offensive zu beginnen.
Inzwischen ist die Wahl vorbei. Die Republikaner haben erhebliche Verluste erlitten, und Trump steht wegen der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges unter zusätzlichem innenpolitischem Druck.
Der Präsident räumte selbst ein, dass die Kampfhandlungen und der damit verbundene Anstieg der Energiepreise seiner Partei geschadet haben könnten. Gleichzeitig verteidigte er seine Entscheidung zum Krieg gegen Iran.
Seiner Darstellung nach wäre die Gefahr eines iranischen Atomwaffenprogramms langfristig schwerwiegender als die kurzfristigen wirtschaftlichen Folgen.
Auch Vizepräsident JD Vance hatte die Belastung der Republikaner durch den Krieg angesprochen. Trump erklärte, Vance liege mit seiner Einschätzung teilweise richtig. Er machte jedoch deutlich, dass er bei einer fortbestehenden nuklearen Bedrohung erneut militärische Gewalt einsetzen würde.
Für IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen ist diese Position von erheblicher Bedeutung.
Die israelische Sicherheitsführung betrachtet das iranische Atomprogramm seit Langem als zentrale strategische Bedrohung. Das Regime in Teheran hat Israel wiederholt bedroht und unterstützt Terrororganisationen wie HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen und HisbollahHisbollah: Irans Terrorarmee im LibanonDie Hisbollah ist eine schiitisch islamistische Organisation im Libanon. Sie wurde in den frühen 1980er Jahren mit Unterstützung des Iran aufgebaut, verfügt über eine politische und militärische Struktur und wird von den USA, Israel und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen, die den jüdischen Staat bekämpfen.
Hinzu kommen Irans Raketenprogramme, Drohnen und die militärischen Netzwerke der RevolutionsgardenIslamische Revolutionsgarden: Machtzentrum des iranischen RegimesDie Islamischen Revolutionsgarden sind eine mächtige militärische, politische und wirtschaftliche Organisation der Islamischen Republik Iran. Sie wurden nach der Revolution von 1979 gegründet, unterstehen dem Obersten Führer und steuern über die Quds-Einheit Irans regionales Terrornetzwerk.Mehr lesen in mehreren Staaten des Nahen Ostens.
Eine Vereinbarung, die lediglich die gegenwärtigen Kampfhandlungen beendet, aber die Wiederherstellung iranischer Nuklear- und Raketenfähigkeiten nicht wirksam begrenzt, würde deshalb wesentliche israelische Sicherheitsinteressen unberücksichtigt lassen.
Die bisherigen militärischen Operationen haben Iran nach amerikanischen und israelischen Angaben erheblich geschwächt. Dennoch bleibt ungeklärt, welchen Umfang die verbliebenen Fähigkeiten besitzen und wie schnell das Regime bestimmte Anlagen wiederherstellen könnte.
Gerade diese Unsicherheit ist ein wichtiger Grund dafür, dass Washington weitere militärische Maßnahmen vorbereitet.
Bereits am 2. November hatten amerikanische Streitkräfte iranische Militärstellungen auf der strategisch wichtigen Insel Qeshm angegriffen. Der Einsatz erfolgte nach dem Beschuss eines amerikanischen Flugzeugs durch iranische Einheiten.
Damit zeigte sich schon vor Trumps jüngster Drohung, dass die militärische Auseinandersetzung auch während der diplomatischen Gespräche nicht vollständig zum Stillstand gekommen ist.
Eine neue größere Angriffswelle würde jedoch weit über solche begrenzten Operationen hinausgehen.
Teheran verhandelt über Katar und sucht Unterstützung in Moskau
Parallel zu den amerikanischen Vorbereitungen versucht das iranische Regime, seine politischen und wirtschaftlichen Forderungen durchzusetzen.
Am Donnerstag wurde bekannt, dass Teheran den Vereinigten Staaten über Katar einen neuen Vorschlag zum Atomprogramm übermittelt hat. Ein hochrangiger iranischer Vertreter bestätigte gegenüber Reuters, dass Washington die Unterlagen prüfe.
Ein entscheidender Vorbehalt bleibt jedoch bestehen.
Iran will über den Vorschlag erst dann verhandeln, wenn die amerikanische Regierung zuvor sieben iranische Bedingungen erfüllt hat.
Zu den bekannten Forderungen gehören die Aufhebung amerikanischer Sanktionen, die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder und Entschädigungszahlungen für Kriegsschäden. Zudem verlangt Teheran Veränderungen an der amerikanischen Seeblockade und der Lage in der Straße von HormusStraße von Hormus: Die gefährlichste Engstelle der WeltwirtschaftDie Straße von Hormus ist eine Meerenge zwischen Iran und Oman. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und ist eine der wichtigsten Routen für Öl und Flüssigerdgas weltweit.Mehr lesen.
Die vollständigen Einzelheiten des neuen Atomvorschlags wurden nicht veröffentlicht. Auch eine amerikanische Zustimmung liegt nicht vor.
Damit setzt die iranische Führung ihre bisherige Verhandlungsstrategie fort: Sie signalisiert Gesprächsbereitschaft, verlangt aber zunächst weitreichende wirtschaftliche und politische Zugeständnisse.
Besonders deutlich machte dies Mohsen Rezaei, der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates.
Rezaei hielt sich am Donnerstag in Moskau auf und traf dort Russlands Präsidenten Wladimir Putin. Nach iranischen Angaben überbrachte er eine persönliche Botschaft des obersten Führers Mojtaba Khamenei.
Bei den Gesprächen ging es nach Rezaeis Darstellung um die regionale Sicherheitsordnung, die Lage nach dem Krieg und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und Iran.
Über den genauen Inhalt der Botschaft Khameneis wurde nichts bekannt.
Nach dem Treffen bekräftigte Rezaei, Iran werde weder die Straße von Hormus vollständig öffnen noch direkte Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten aufnehmen, solange Washington die sieben Bedingungen nicht erfüllt habe.
Damit bleibt die entscheidende Blockade bestehen.
Die amerikanische Regierung verlangt, dass Irans Atomprogramm bereits zu Beginn substanzieller Gespräche behandelt wird. Teheran will dagegen zunächst wirtschaftliche und politische Zugeständnisse erhalten und erst anschließend über die nuklearen Streitfragen verhandeln.
Die Vermittler versuchen seit Tagen, diesen Widerspruch durch einen gestuften Ablauf zu überwinden.
Nach bisher bekannt gewordenen Vorschlägen könnten erste amerikanische Maßnahmen zur Lockerung wirtschaftlicher Beschränkungen mit einer Wiederöffnung der Straße von Hormus und einer Rückkehr internationaler Atominspektoren verbunden werden.
Ob beide Regierungen einem solchen Verfahren zustimmen würden, ist allerdings weiterhin offen.
Auch die Rolle Russlands ist für die weitere Entwicklung von Bedeutung.
Moskau unterhält enge politische, wirtschaftliche und militärische Beziehungen zur Islamischen Republik. Russland hat wiederholt vor einer weiteren Eskalation des Krieges gewarnt und sich als möglicher Gesprächspartner bei diplomatischen Bemühungen angeboten.
Das Treffen zwischen Putin und Rezaei zeigt, dass Teheran vor einer möglichen neuen amerikanischen Offensive auch auf seine internationalen Partner setzt.
Ob Russland tatsächlich Einfluss auf eine Verständigung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten nehmen kann, bleibt ungewiss.
Trump steht vor einer Entscheidung mit weitreichenden Folgen
Die jüngsten Entwicklungen fügen sich in eine militärische und diplomatische Auseinandersetzung ein, die bereits seit Monaten andauert.
Nach den amerikanisch-israelischen Angriffen auf Iran vom 28. Februar entwickelte sich ein umfassender Konflikt. Iran griff Israel und Staaten der Golfregion an, in denen amerikanische Streitkräfte stationiert sind. Die Terrororganisation Hisbollah beteiligte sich an den Kampfhandlungen gegen Israel, während weitere iranisch unterstützte Gruppen militärisch aktiv wurden.
Besonders die Straße von Hormus entwickelte sich zu einem zentralen Schauplatz.
Die iranischen Revolutionsgarden bedrohten den internationalen Schiffsverkehr, während die Vereinigten Staaten versuchten, iranische Seeoperationen einzuschränken und die wichtige Handelsroute abzusichern.
Die wirtschaftlichen Folgen reichen weit über den Nahen Osten hinaus. Störungen bei der Energieversorgung und höhere Transportkosten haben auch die amerikanische Innenpolitik beeinflusst.
Nach der Niederlage der Republikaner bei den Zwischenwahlen muss Trump deshalb entscheiden, ob er das militärische Vorgehen ausweitet oder versucht, durch eine Vereinbarung eine weitere Eskalation zu verhindern.
Beide Möglichkeiten sind mit erheblichen Risiken verbunden.
Neue Angriffe könnten verbliebene iranische Militär- und Nuklearfähigkeiten weiter schwächen. Sie könnten aber auch eine erneute iranische Vergeltungswelle gegen Israel, amerikanische Streitkräfte und Staaten der Golfregion auslösen.
Eine diplomatische Vereinbarung könnte die Kampfhandlungen begrenzen und die Straße von Hormus wieder für den internationalen Handel öffnen. Entscheidend wäre jedoch, ob Teheran tatsächlich überprüfbare und dauerhafte Beschränkungen seiner militärischen Fähigkeiten akzeptiert.
Die iranische Führung hat in den vergangenen Tagen wiederholt mit einer erheblichen Ausweitung des Krieges gedroht.
Regimenahe Zeitungen veröffentlichten Ankündigungen neuer Waffen und zusätzlicher Angriffsmöglichkeiten. Vertreter der Revolutionsgarden erklärten, mögliche künftige Operationen müssten nicht auf den Nahen Osten beschränkt bleiben.
Damit versucht Teheran, die Kosten einer amerikanischen Offensive möglichst hoch erscheinen zu lassen.
Gleichzeitig zeigt die neue Übermittlung eines Atomvorschlags, dass das Regime den diplomatischen Kontakt nicht vollständig abbrechen will.
Beides ist Teil derselben Auseinandersetzung: Iran will seine Forderungen mit politischen und militärischen Druckmitteln durchsetzen, während Washington versucht, eine erneute nukleare Aufrüstung zu verhindern.
Für Israel kommt es dabei nicht nur auf die nächsten Tage an.
Eine dauerhafte Sicherheitsordnung müsste sicherstellen, dass Iran seine nuklearen Fähigkeiten nicht unkontrolliert wiederaufbauen kann und seine bewaffneten Verbündeten nicht weiterhin als Instrument zur Bedrohung des jüdischen Staates einsetzt.
Ein kurzfristiges Ende der Kampfhandlungen wäre dafür allein nicht ausreichend.
Trumps jüngste Äußerung macht deutlich, dass die amerikanische Regierung eine militärische Lösung weiterhin ausdrücklich in Betracht zieht.
Noch ist nicht entschieden, ob die bereits vorbereiteten Operationen tatsächlich beginnen. Ebenso wenig gibt es einen bestätigten diplomatischen Durchbruch.
Der entscheidende Unterschied zu den bisherigen Drohungen besteht darin, dass Trump nach einer konkreten Sicherheitsberatung eine baldige Entscheidung ankündigt, während die militärischen Vorbereitungen weitgehend abgeschlossen sind.
Teheran hat damit weiterhin die Möglichkeit, auf amerikanische Forderungen einzugehen. Solange das Regime jedoch an seinen weitreichenden Vorbedingungen festhält, bleibt die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation bestehen.
Ob Washington den Druck durch neue Angriffe erhöht oder den Vermittlern noch mehr Zeit einräumt, ist die zentrale offene Frage dieses Freitags.
Autor: Redaktion
Freitag, 06 November 2026