Erfolg – Foto-Empörung: Die New York Times gibt zu, dass sie eine Fehler machte

Erfolg – Foto-Empörung: Die New York Times gibt zu, dass sie eine Fehler machte


Erfolg – Foto-Empörung: Die New York Times gibt zu, dass sie eine Fehler machte

von Simon Plosker, HonestReporting.com, 20. November 2013

Die New York Times hat auf unsere Kritik an der haarsträubenden Auswahl eines Fotos reagiert, das ihre Story über den Mord an einem israelischen Soldaten begleitete.

Doch das Foto bleibt online in der Story. Was ist passiert?

Unsere E-Mails an die Öffentlichkeitsredakteurin der NY Times, Margaret Sullivan, bekamen mit Sicherheit ihre Aufmerksamkeit. In ihrer Kolumne schreibt sie:

Hunderte Leser schrieben mir in den vergangenen Tagen, um gegen den auffälligen Gebrauch einer Fotografie zu protestieren, die einen Artikel in der Times vom letzten Donnerstag begleitete.

Das Foto war ein emotionales und mitfühlendes Porträt einer verstörten Palästinenserin, deren Sohn einen nichts ahnenden jungen israelischen Soldaten in einem Linienbus tötete. Obwohl es sich um ein beeindruckendes Foto handelte (eigentlich zum Teil, weil es ein solch beeindruckendes Foto war), war es schlecht gewählt, weil es die Konzentration nicht auf das lenkte, wohin sie gehörte.

Sullivan fährt dann damit fort zwei Abonnenten von HonestReporting.com zu zitieren, die ihrer Empörung Luft machten (Hervorhebung hinzugefügt):

Ich sprach Montagnachmittag mit zwei hochrangigen Redakteuren der Times. Beide stimmten zu, dass das Foto eine bedauerliche Wahl war. Das dominierende Bild mit bei einem Artikel sollte das Gesamtthema des Artikels und den Grund für seine Nachrichtenwürdigkeit spiegeln.

„Dieses repräsentierte nicht den Kern der Story, die klar der Moment war, in dem der israelische Soldat erstochen wurde“, sagte Michele McNally, stellvertretende Chefmanagerin für Fotografie. Sie sagte, ein weniger hochrangiger Bildredakteur suchte das Foto aus, zusammen mit einem, das repräsentierte, was sie als die andere Seite der Story betrachtete; es zeigte einen israelischen Polizisten am Tatort.

Die Wahl des Bildes der palästinensischen Mutter zum Artikel war ein Versuch Ausgeglichenheit zu erzielen, doch ein solcher Versuch war in diesem Fall nicht angemessen, sagte Frau McNally. In den Printausgaben der Zeitung wurden beide Fotos auf einer Innenseite mit dem palästinensischen Foto über dem anderen veröffentlicht. Auf der Internetseite und in anderen digitalen Präsentationen war das palästinensische Foto das bei weitem dominante Bild und bleibt es auch.

Erst später im Nachrichtenkreis wurde das Foto der Beerdigung des Soldaten – das eine angemessene Wahl für ein dominantes Bild gewesen wäre – zur Verfügung gestellt, sagte sie. (Ein Foto des Opfers wäre ebenfalls angemessen gewesen, sagte sie.)

„Wir hätten auf dieses warten sollen oder es ersetzen sollen, als es kam“, sagte sie.

Während die Kommentare der Mitarbeiter der Times willkommen sind, besteht immer noch als größere Sorge, dass das Foto in dem Bemühen gewählt wurde Balance zu zeigen. Das deutet auf eine gestörte Einstellung bei der Zeitung hin. Es sollte keine Balance oder moralische Gleichsetzung zwischen palästinensischen Terror und israelischen Opfern geben.

Das Kapitel ist noch nicht abgeschlossen

Das Eingeständnis eines Fehlers bei der New York Times ist eine bedeutende Leistung und demonstriert klar die Macht, die Tausende HonestReporting-Abonnenten haben, wenn sie Material auf Plattformen wie Facebook teilen und dafür werben und E-Mails an die Medien schicken.

Aus diesem Grund bitten wir einmal mehr um Ihren Aktivismus.

Obwohl sie den Fehler zugegeben hat, hat die New York Times es unterlassen das Foto durch ein passenderes Bild zu ersetzen.

Es mag zwar für die Printausgabe zu spät sein, aber warum ist das Originalfoto immer noch dort online? In jedem Beruf gibt es, wenn ein Fehler gemacht wird, Versuche diesen zu reparieren. Nur nicht, so scheint es, im Fall der NY Times.

Der HonestReporting-Vorstandsvorsitzende Joe Hyams sagte:

                                 

Er führte zu dieser Frage in einem Kommentar in der Times of Israel weiteres aus.

Wir glauben auch, dass eine Korrektur in der Printausgabe der NY Times erscheinen sollte, nicht nur online in Sullivans Kolumne, wie es in diesem Augenblick zu sein scheint.

 

Medien BackSpin

 

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Autor: fischerde
Bild Quelle:


Sonntag, 24 November 2013


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