Telegram-Aktivitäten von Hamas: Warnsignale vor dem Massaker vom 7. Oktober übersehenTelegram-Aktivitäten von Hamas: Warnsignale vor dem Massaker vom 7. Oktober übersehen
Warnungen auf Telegram-Kanälen von Hamas hätten das Massaker am 7. Oktober möglicherweise verhindern können – analysiert Lt.-Col. Jonathan Dahoah-Halevi.

Eine erschütternde Analyse von Lt.-Col. (res.) Jonathan Dahoah-Halevi zeigt, dass eine gründliche Überwachung von HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-gebundenen Telegram-Kanälen möglicherweise die katastrophalen Ereignisse des 7. Oktobers verhindern hätte können. Laut Dahoah-Halevi, der für das JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen Center for Public Affairs schreibt, waren eindeutige Warnsignale Wochen vor dem Angriff sichtbar – aber unbeachtet.
Die Rolle von "Military Tactics" und Maam Rashid al-Masri
Im Mittelpunkt der Analyse steht Maam Rashid al-Masri, auch bekannt als Abu Hafs, ein führender Nukhba-Terrorist der Hamas. Er leitete den Telegram-Kanal "Military Tactics" und war Mitbegründer des "Al-Qassam Brigades Dispatch." Diese Kanäle dienten nicht nur der PropagandaDesinformation: Gezielte Täuschung der ÖffentlichkeitDesinformation bezeichnet bewusst verbreitete falsche oder irreführende Informationen. Ziel ist häufig, Menschen zu täuschen, Vertrauen zu zerstören, Konflikte zu verschärfen oder politische Entscheidungen zu beeinflussen.Mehr lesen, sondern auch als Plattform für militärische Handbücher, die detaillierte Anleitungen zu Präzisionsschießen, Tarnung, Hinterhalten und Infiltration boten.
Diese Kanäle waren offen zugänglich – ihre Inhalte hätten frühzeitig analysiert werden können. Besonders auffällig wurden die Botschaften in den Stunden vor dem Angriff. Am 7. Oktober um 12:20 Uhr postete "Military Tactics" Nachrichten wie:
- „[Die Operation], die kommt, hat niemand zuvor erlebt.“
- „Es gibt viele Überraschungen.“
- „Die reinen Gewehre sind geladen, und eure Köpfe sind das Ziel.“
Klar erkennbare Warnungen ab September
Die Warnzeichen traten nicht nur unmittelbar vor dem Angriff auf, sondern auch Wochen zuvor. Bereits am 17. September wurde eine „größere sicherheitspolitische Ereignis“ angekündigt. Tags darauf drohte eine Botschaft den Bewohnern der Grenzregion, sie sollten „fliehen, bevor es zu spät ist.“
Im Verlauf des Septembers wurden die Drohungen zunehmend explizit:
- 19. September: „Der Feind versteht nur die Sprache von Feuer und Hölle.“
- 21. September: „Die Entscheidung ist gefallen, und die Grenzregion wird unbewohnbar gemacht.“
Die finale Eskalation begann am 29. September mit einem „dringenden Aufruf zur Konfrontation.“ Bis zum 1. Oktober wurde wiederholt gewarnt: „Unsere Stille wird nicht anhalten [...] Die Zeit läuft ab.“
Ein Versäumnis der Sicherheitsüberwachung?
Dahoah-Halevis Analyse deutet darauf hin, dass diese Botschaften ein klares Bild der bevorstehenden Gefahr zeichneten. Hätten israelische Sicherheitsbehörden diese Informationen ernst genommen und rascher gehandelt, hätten potenziell Leben gerettet werden können.
Die Veröffentlichung zeigt die Bedeutung einer proaktiven Überwachung und Analyse öffentlich zugänglicher Plattformen wie Telegram, um drohende Angriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.
Autor: Redaktion
Sonntag, 05 Januar 2025