Neue Mauern in Sderot: Israels Grenzbewohner fühlen sich erneut im Stich gelassenNeue Mauern in Sderot: Israels Grenzbewohner fühlen sich erneut im Stich gelassen
Die israelische Armee errichtet erneut Mauern nahe der Gaza-Grenze – ein Symbol für unverändert hohe Bedrohung, sagen Anwohner.

Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Verteidigungsministeriums
Vor Beginn des geplanten Waffenstillstands- und Gefangenenaustauschabkommens zwischen IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen und HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen hat die Israelische Verteidigungsarmee (IDF) damit begonnen, neue Mauern in Grenzgemeinden rund um GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen zu errichten. Wie Channel 12 News berichtet, sollen diese Mauern Schutz vor potenziellem Antipanzerraketenbeschuss bieten.
In Sderot7. Oktober 2023: Das Hamas-Massaker, das Israel veränderteDer 7. Oktober 2023 war der Tag des Hamas-Massakers in Israel. Terroristen aus Gaza ermordeten etwa 1.200 Menschen, vor allem Zivilisten, und verschleppten mehr als 240 Geiseln in den Gazastreifen.Mehr lesen, einer der betroffenen Gemeinden, zeigen sich Anwohner frustriert. Sie kritisieren die Diskrepanz zwischen den getroffenen Verteidigungsmaßnahmen und den Versprechen des Verteidigungsapparats, die Sicherheitslage nach den Massakern vom 7. Oktober nachhaltig zu verbessern.
Ein Bewohner, der bei den Angriffen seinen Sohn verlor, sagte: „Als ich die Mauer sah, wusste ich, dass sich nichts geändert hat und nichts ändern wird. Es fühlt sich an, als wären wir wieder am 6. Oktober angekommen.“
Ähnliche Frustration äußerte eine Frau aus der Gegend: „Nach dem 7. Oktober wurde uns versprochen, dass wir ohne Mauern und in Frieden leben könnten. Aber es war alles eine Täuschung.“
Die IDF betonte in einer Stellungnahme die strategische Bedeutung der Arbeiten, die unter anderem dem Schutz der Zugverbindung nach Sderot dienen. „Die Verteidigungsarbeiten sind ein Teil der Maßnahmen, um die Rückkehr der Anwohner und sichere Mobilität in der Region zu ermöglichen,“ hieß es.
Autor: Redaktion
Donnerstag, 16 Januar 2025