Netanyahu lobt Trump als Israels größten Freund und warnt vor Irans nuklearer BedrohungNetanyahu lobt Trump als Israels größten Freund und warnt vor Irans nuklearer Bedrohung
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu verteidigt Trumps Vorschlag zur Umsiedlung von Palästinensern aus Gaza und nennt ihn den besten US-Präsidenten für Israel.

Symbolbild
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu verteidigte am Mittwochabend Donald Trumps Vorschlag, Palästinenser aus GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen umzusiedeln, und erklärte, daran sei „nichts falsch“. In einem Interview mit Fox-News-Moderator Sean Hannity betonte Netanyahu, dass Menschen, die Gaza verlassen möchten, dies tun könnten – und später zurückkehren. „Aber man muss Gaza wieder aufbauen“, fügte er hinzu.
Netanyahu stellte zudem klar, dass IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen den Krieg gegen HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen fortsetzen werde, bis ein vollständiger Sieg erreicht sei. „Diese Feinde sind auch eure Feinde“, erklärte er in Richtung der USA. „Sie rufen ‚Tod Amerika‘ und ‚Tod Israel‘. Unser Sieg ist euer Sieg.“
Trump als Israels größter Freund im Weißen Haus
Hannity fragte Netanyahu, ob Trump der beste US-Präsident für Israel gewesen sei. Netanyahu bejahte dies ohne Zögern und verwies auf Trumps Errungenschaften: die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt IsraelsJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen, die Verlegung der US-Botschaft dorthin, die Anerkennung der israelischen Souveränität über die Golanhöhen, den Ausstieg aus dem Iran-Deal und die Vermittlung der Abraham-AbkommenAbraham-Abkommen: Israels Durchbruch in der arabischen WeltDie Abraham-Abkommen sind Normalisierungsvereinbarungen zwischen Israel und mehreren arabischen beziehungsweise muslimisch geprägten Staaten. Sie begannen 2020 mit den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain.Mehr lesen.
Besonders hob Netanyahu hervor, dass Trump erst kürzlich Waffenlieferungen für Israel freigegeben und Maßnahmen gegen die UNRWAUNRWA: Das umstrittene UN Hilfswerk für Palästina FlüchtlingeUNRWA ist das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina Flüchtlinge im Nahen Osten. Es wurde 1949 gegründet und betreut registrierte Flüchtlinge sowie viele ihrer Nachkommen in Gaza, Jordanien, Libanon, Syrien und Judäa und Samaria einschließlich Ostjerusalem.Mehr lesen sowie andere anti-israelische Organisationen ergriffen habe. „Ja, er ist der größte Freund, den Israel je im Weißen Haus hatte“, stellte Netanyahu fest.
Irans nukleare Bedrohung und der Nahe Osten
Auf die Frage, ob sein Besuch im Weißen Haus mit einer Notfallbesprechung über Irans Atomprogramm zusammenhänge, ging Netanyahu nicht direkt ein. Er betonte jedoch, dass der Iran bereits vor zehn Jahren Atomwaffen hätte besitzen können, wenn Israel nicht eingegriffen hätte.
Netanyahu erklärte, dass viele arabische Staaten Israel nicht mehr als ihren Hauptfeind betrachteten, sondern Iran. „Sie sagen es nicht immer offen, aber sie wissen, dass Israel das einzige Land ist, das gegen Iran gekämpft hat.“ Der Iran verfolge nicht nur das Ziel, Israel zu vernichten, sondern auch den gesamten Nahen Osten zu dominieren und die USA mit Atomwaffen zu erpressen.
Geiseln aus Gaza und Trumps Einfluss
Zum Thema Geiseln erklärte Netanyahu, dass Israel bereits über 70 % der Überlebenden befreit habe und daran arbeite, alle Geiseln – lebendig oder tot – zurückzuholen. Er beschrieb Hamas als „so grausam, dass sie sogar die Leichen behalten“.
Hannity betonte, dass Trumps Entschlossenheit einen modernen HolocaustShoah: Der nationalsozialistische Mord an sechs Millionen JudenShoah ist der hebräische Begriff für die Katastrophe der Vernichtung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland und seine Helfer. Rund sechs Millionen Juden wurden ermordet.Mehr lesen verhindern könne. Netanyahu stimmte zu und lobte Trump als eine entscheidende Kraft, um Iran in die Schranken zu weisen. „Seine Präsidentschaft verändert die globale und regionale Lage grundlegend“, erklärte er.
Autor: Redaktion
Donnerstag, 06 Februar 2025