Israel zerschlägt großes Waffenschmuggler-Netzwerk an der jordanischen GrenzeIsrael zerschlägt großes Waffenschmuggler-Netzwerk an der jordanischen Grenze
In einer groß angelegten Operation haben israelische Sicherheitskräfte ein Netzwerk aufgedeckt, das Waffen aus Jordanien nach Israel und weiter nach Judäa und Samaria schmuggelte. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen.

Polizei Israel
Israelische Sicherheitskräfte haben in einer gemeinsamen Operation der ISA, der Magen-Einheit der Polizei des südlichen Bezirks und der IDF ein weit verzweigtes Waffenschmuggler-Netzwerk enttarnt. Die Organisation schmuggelte Waffen aus Jordanien nach IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen und von dort weiter nach Judäa und SamariaJudäa und Samaria: Israels historisches Kernland im politischen StreitJudäa und Samaria bezeichnen historische Landschaften zwischen Jerusalem, dem Jordantal und den zentralen Höhenzügen des Landes Israel. In Israel ist der Begriff gebräuchlich. International wird das Gebiet oft anders bezeichnet und politisch als umstritten eingeordnet.Mehr lesen.
Nach intensiven, verdeckten Ermittlungen, die sich über zwei Monate erstreckten, wurden neun israelische AraberArabische Israelis: Bürger Israels zwischen Zugehörigkeit und KonfliktArabische Israelis sind Bürger des Staates Israel mit arabischer Herkunft, darunter Muslime, Christen, Drusen und Beduinen. Sie besitzen israelische Staatsbürgerrechte, sind politisch vertreten und leben zugleich in einer komplexen Identitätslage.Mehr lesen aus der Negev-Region, Bir Hadaj und den von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrollierten Gebieten festgenommen. Sie alle gehörten dem Schmugglerring an.
Die Untersuchung ergab, dass die Gruppe in mindestens zwei große Schmuggelaktionen an der jordanischen Grenze in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 verwickelt war. Dabei wurden Autos mit einer Vielzahl von Waffen beladen und über die Grenze nach Israel gebracht.
Organisierte Kriminalität mit hohen Summen
Als Drahtzieher der Operation identifizierten die Ermittler Foaz Altouhi, einen 28-jährigen Mann aus dem Dorf Bir Hadaj im Negev. Er zahlte den anderen Beteiligten zehntausende Schekel für ihre Dienste. Gemeinsam mit einem Vater-Sohn-Duo aus dem Negev organisierte Altouhi den Weiterverkauf der Waffen.
Zudem stellte sich heraus, dass Dutzende von Waffenteilen, die über die jordanische Grenze geschmuggelt wurden, über Mittelsmänner in Judäa und Samaria verkauft wurden.
Während der Ermittlungen übergaben Mitglieder der Gruppe insgesamt 34 Handfeuerwaffen und vier Gewehre an die Behörden.
Anklage gegen zehn Verdächtige
In den letzten Tagen wurden vier Anklagen gegen insgesamt zehn Verdächtige eingereicht. Die Anklage legt dar, dass eine große Anzahl an Waffen auf raffinierte Weise über die israelisch-jordanische Grenze eingeführt wurde. Darüber hinaus beschädigten einige der Verdächtigen den Grenzzaun, um ungehinderte Übergänge zu ermöglichen – alles gegen Geld.
Die Beschuldigten stehen nun vor einer Reihe schwerer Anklagen, darunter illegaler Waffenhandel, Besitz und Transport von Waffen, Beschädigung von IDF-Eigentum, Beihilfe zur illegalen Ausreise aus Israel sowie Drogendelikte.
Autor: Redaktion
Sonntag, 23 Februar 2025