Omer Shem Tov: 505 Tage Geiselhaft und der Traum von gefüllten Weinblättern

Omer Shem Tov: 505 Tage Geiselhaft und der Traum von gefüllten Weinblättern


Nach 505 Tagen in der Gewalt der Hamas ist Omer Shem Tov endlich wieder in Israel. Seine Familie sorgt sich um seine Gesundheit – doch sein Lächeln ist geblieben.

Omer Shem Tov: 505 Tage Geiselhaft und der Traum von gefüllten Weinblättern
IDF

Nach eineinhalb Jahren in HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen-Gefangenschaft kehrte der 22-jährige Omer Shem Tov endlich nach IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen zurück. Während seiner Zeit in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen träumte er von den gefüllten Weinblättern seiner Großmutter – ein Symbol für Normalität und Geborgenheit, das ihm in der Gefangenschaft verwehrt blieb.

„Er sagte mir, dass er von meinen Weinblättern geträumt hat“, erzählte seine Großmutter Sara Ashkenazi der Zeitung Israel Hayom. „Und dass ich mich nicht verändert habe – immer noch jung und schön bin.“

Shem Tov wurde 505 Tage lang als Geisel gehalten. Er leidet an Asthma und Zöliakie, was seine Situation zusätzlich erschwerte. Die Sorge war groß, dass er in Gaza keine glutenfreie Nahrung bekam, was seine Gesundheit massiv gefährdet haben könnte. Nach seiner Freilassung wird er nun im Rabin Medical Center in Petach Tikva medizinisch versorgt, wo seine Familie bereits glutenfreie Mahlzeiten für ihn vorbereitet.

Trotz des Martyriums bleibt er der gleiche junge Mann, den seine Familie kannte. „Er hat 13 Kilo verloren, aber wir werden ihn mit Wärme und Liebe umgeben“, so Ashkenazi. Seine Familie weiß noch nicht alles über seinen Zustand, doch sie stehen ihm in der Genesung zur Seite.

Am Ende ihres Gesprächs wünschte Ashkenazi allen Familien von Geiseln, dass sie dasselbe Glück erleben mögen, ihr Kind wieder in die Arme schließen zu können.




Autor: Redaktion
Montag, 24 Februar 2025

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