Israel startet massive Luftangriffe auf Hamas – Rückkehr zum Krieg nach gescheiterten VerhandlungenIsrael startet massive Luftangriffe auf Hamas – Rückkehr zum Krieg nach gescheiterten Verhandlungen
Israel hat in den frühen Morgenstunden eine neue Militäroperation gegen die Hamas begonnen und dabei Dutzende von gezielten Luftangriffen auf führende Mitglieder der Terrororganisation durchgeführt.

IDF
Die Angriffe markieren das Ende einer knapp zweimonatigen Feuerpause, die seit dem 19. Januar bestand, und zeigen, dass IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen seine Kriegsziele mit aller Härte weiterverfolgt.
Innerhalb von nur zehn Minuten, zwischen 2:10 und 2:20 Uhr, griff die israelische Luftwaffe rund 80 Ziele an – darunter strategische Positionen und Kommandozentralen der HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen sowie des Islamischen Dschihad. Bereits in den ersten beiden Minuten wurden die meisten dieser Ziele zerstört. Diese Welle der Angriffe setzt sich im Laufe des Tages fort, während die israelischen Streitkräfte die Situation genau beobachten und ihr weiteres Vorgehen planen.
Gezielte Angriffe auf Hamas-Führer
Besonders brisant ist, dass die israelischen Streitkräfte (IDF) diesmal gezielt hochrangige politische Hamas-Funktionäre getroffen haben, darunter Issam al-Da’alis, der politische Ministerpräsident der Hamas in GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen, sowie Mahmoud Abu Watfa, der Chef des Hamas-Innenministeriums. Auch führende Mitglieder der Hamas-Sicherheitskräfte und der Justizbehörde sollen bei den Angriffen ums Leben gekommen sein.
Nicht ins Visier genommen wurde allerdings Mohammed Sinwar, der neue militärische Anführer der Hamas und Bruder des getöteten Terroristen Yahya Sinwar. Dies könnte darauf hindeuten, dass die IDF ihn in der Nähe von israelischen Geiseln vermutet und deshalb bislang von einem direkten Angriff absieht.
Rückkehr zur Offensive nach gescheiterten Verhandlungen
Die erneuten Kämpfe zeigen, dass die Verhandlungen über eine Freilassung der Geiseln und einen möglichen Waffenstillstand endgültig gescheitert sind. Israel hatte sich bereit gezeigt, die Feuerpause zu verlängern, falls Hamas eine größere Anzahl von Geiseln freigibt. Die Terrororganisation lehnte dies jedoch ab und bot lediglich die Freilassung eines einzelnen lebenden Geisels sowie einiger verstorbener Geiseln mit US-israelischer Staatsbürgerschaft an.
Als Reaktion darauf kündigte Israels Verteidigungsminister Israel Katz an, dass „die Tore der Hölle in Gaza geöffnet werden“, sollte Hamas nicht alle Geiseln freilassen. Premierminister Benjamin Netanjahu betonte, dass die IDF von nun an „mit wachsender militärischer Stärke“ gegen die Hamas vorgehen werde.
Israel zeigt militärische Stärke – aber ohne Bodenoffensive
Bemerkenswert ist, dass Israel bislang keine umfassende Bodenoffensive gestartet hat. Zwar wurde die Truppenpräsenz entlang der Gaza-Grenze verstärkt, doch eine Masseneinberufung von ReservistenReservisten: Israels Bürger in UniformReservisten sind frühere Soldaten, die nach ihrem aktiven Dienst weiter für Einsätze, Übungen oder Kriegsfälle bereitstehen. In Israel heißen sie im Alltag oft Miluim und sind für die Verteidigungsfähigkeit des Landes besonders wichtig.Mehr lesen, wie sie für eine große Invasion nötig wäre, blieb aus. Offenbar will die israelische Führung abwarten, ob der erneute militärische Druck die Hamas dazu zwingt, in den Verhandlungen nachzugeben.
USA unterstützen Israels Vorgehen
Anders als in den ersten Kriegsmonaten gibt es aus den USA derzeit keine massiven diplomatischen Einwände gegen Israels Vorgehen. Seit Donald Trump das Weiße Haus wieder übernommen hat, zeigt sich Washington kompromisslos gegenüber Hamas und anderen pro-iranischen Terrorgruppen wie den HouthiHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen-Rebellen. „Hamas, die HouthisHuthi: Terrororganisation des Iran-Netzwerks im JemenDie Huthi, auch Ansar Allah genannt, sind eine schiitisch-islamistische Terrororganisation aus dem Jemen. Sie kontrollieren große Teile des Nordwestens, werden vom Iran unterstützt und bedrohen Israel sowie die internationale Schifffahrt im Roten Meer.Mehr lesen und alle, die Israel und die USA terrorisieren wollen, werden einen hohen Preis zahlen“, kündigte das Weiße Haus an.
Hamas erneut erstarkt – Israel will endgültige Entscheidung
Trotz monatelanger Kämpfe hat Hamas in den letzten Wochen offenbar ihre militärische Infrastruktur teilweise wiederhergestellt. Laut israelischen Geheimdienstberichten verfügt die Terrororganisation erneut über rund 25.000 Kämpfer, während der Islamische Dschihad etwa 5.000 Kämpfer mobilisiert hat. Zudem hat Hamas begonnen, neue Verteidigungsstellungen innerhalb des Gazastreifens aufzubauen.
Sollte die Terrororganisation weiterhin versuchen, ihre militärische Stärke wiederherzustellen, könnte Israel gezwungen sein, seine Offensive weiter auszudehnen – möglicherweise mit einer erneuten Bodeninvasion.
Für Israel gibt es nun zwei Optionen: Entweder Hamas gibt nach und lässt alle Geiseln frei – oder die Terrororganisation wird endgültig zerschlagen. In beiden Fällen stehen die Zeichen auf einen entscheidenden Wendepunkt in diesem Krieg.
Autor: Redaktion
Mittwoch, 19 März 2025