Trump lässt Netanyahu zappeln: Keine Zugeständnisse, nur harte Worte

Trump lässt Netanyahu zappeln: Keine Zugeständnisse, nur harte Worte


Netanyahu fliegt nach Washington, um Trump milde zu stimmen – und kehrt mit leeren Händen zurück. Keine Zoll-Erleichterungen, stattdessen direkte Gespräche mit Iran.

Trump lässt Netanyahu zappeln: Keine Zugeständnisse, nur harte Worte
GPO

Es war ein Auftritt, der in IsraelIsrael: Der jüdische Staat im Herzen des Nahen OstensIsrael ist ein demokratischer Staat im Nahen Osten und der Nationalstaat des jüdischen Volkes. Er wurde am 14. Mai 1948 gegründet, seine Hauptstadt ist Jerusalem, die Knesset hat 120 Abgeordnete. Zum Unabhängigkeitstag 2026 hatte Israel rund 10,244 Millionen Einwohner.Mehr lesen niemandem entgangen ist: Premierminister Benjamin Netanyahu saß neben US-Präsident Donald Trump im Oval Office – und musste schlucken. Die Reise nach Washington sollte ein Erfolg werden, ein Zeichen der Stärke für die israelische Führung. Stattdessen kam es anders. Trump ließ keinen Zweifel: Die 17-Prozent-Zoll auf israelische Waren bleiben, zumindest vorerst. „Vielleicht ja, vielleicht nein“, antwortete er auf die Frage, ob er sie aufheben würde – eine vage Ansage, die Netanyahu sichtlich unvorbereitet traf. Der israelische Premier versuchte, Haltung zu bewahren, und betonte: „Wir haben keine Zölle auf die USA erhoben, im Gegensatz zu anderen Ländern.“ Doch Trump zuckte nur mit den Schultern. Für Israel ein klares Signal: Hier wird nicht verhandelt, hier wird diktiert.

Besonders bitter: Netanyahu hatte versprochen, die Handelslücke mit den USA zu schließen. „Die Unterschiede zwischen Export und Import werden verschwinden“, sagte er vollmundig. Aber wie soll das gehen? Soll Israel seine 8 Milliarden Dollar Exporte in die USA stoppen? Oder sollen die Amerikaner gezwungen werden, mehr israelische Waren zu kaufen? Für Unternehmer und Wirtschaftsexperten bleibt das ein Rätsel – und ein Grund zur Sorge. Die Zölle treffen eine ohnehin angeschlagene Wirtschaft, die unter den Kosten des GazaPalästina: Geschichte, Bedeutung und politischer Streit um einen aufgeladenen BegriffPalästina bezeichnet historisch eine Region im südlichen Levantegebiet und politisch heute vor allem den Anspruch auf palästinensische Staatlichkeit. Der Begriff ist eng mit jüdischer Geschichte, dem britischen Mandat, Israel und dem Nahostkonflikt verbunden.Mehr lesen-Kriegs ächzt. Netanyahu wollte hier punkten, doch er brachte nichts Konkretes nach Hause.

Dann die nächste Überraschung: Trump kündigte direkte Verhandlungen mit Iran an – ausgerechnet jetzt, ausgerechnet vor Netanyahu. Der Premier, der jahrelang gegen den Atomdeal gekämpft und Trump einst zum Ausstieg gedrängt hatte, saß stumm daneben, während der Präsident erklärte: „Wir reden direkt mit Iran, ab Samstag.“ Für Israel ein Schlag ins Gesicht. Zwar betont die US-Regierung, dass das Ziel die Zerstörung des iranischen Atomprogramms sei, doch die Ankündigung allein ist ein Affront. Hätte Joe Biden so etwas gesagt, wäre Netanyahu vermutlich explodiert. Bei Trump nickt er nur – ein Zeichen von Schwäche oder Pragmatismus? Die Israelis fragen sich: Was ist aus der harten Linie gegen Teheran geworden?

Natürlich gab es auch Lichtblicke. Trump unterstützt Israels Kampf gegen HamasHamas: Terrororganisation aus GazaHamas ist eine islamistische palästinensische Terrororganisation. Sie entstand 1987 aus dem Umfeld der Muslimbruderschaft, lehnt Israels Existenz ab und wird von Israel, den USA, der EU und weiteren Staaten als Terrororganisation eingestuft.Mehr lesen in Gaza uneingeschränkt und drohte Iran mit harten Konsequenzen, sollte es keinen Deal geben. Das sind Töne, die in JerusalemJerusalem: Hauptstadt Israels und Herz jüdischer GeschichteJerusalem ist die Hauptstadt Israels und die größte Stadt des Landes. Für Juden ist sie seit Jahrtausenden religiöser und historischer Mittelpunkt. Zugleich ist Jerusalem auch für Christen und Muslime heilig und steht im Zentrum politischer Streitfragen.Mehr lesen gern gehört werden. Doch der Preis dafür scheint hoch. Die Koalitionspolitiker, die nach dem letzten Treffen im Februar vor Lob übersprudelten, schweigen diesmal auffällig. Keine Hymnen, keine Segenswünsche – nur Stille. Das spricht Bände. Wo früher die Gläser nach einem Trump-Besuch randvoll waren, bleibt jetzt bestenfalls ein Viertel übrig.




Autor: Redaktion
Dienstag, 08 April 2025

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